Die Seele des CityRings

Er erledigt seit 42 Jahren die ganze Buchführung, verwaltet den Etat von knapp einer Million Euro und 202 Mitgliedern und wirbt immer wieder neue: Willy Schermuly ist nicht nur der Schatzmeister und Geschäftsführer des CityRings. Gestern feierte er seinen 80. Geburtstag mit einem Empfang.
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Limburg. 

Willy Schermuly hielt es ganz nach der Devise des Prinzen Orlofsky "Ich lad mir gerne Gäste ein…" aus der Operette "Die Fledermaus" und versammelte den Vorstand sowie alle noch lebenden ehemaligen CityRing-Vorsitzenden, deren Stellvertreter sowie weitere Repräsentanten zum Empfang ins Dom Hotel. "Er ist eine konstante Größe und gestaltet das Vereinsleben aktiv mit. Dass die Werbegemeinschaft heute so gut dasteht, ist ein Verdienst Schermulys", lobte ihn Bürgermeister Martin Richard.

"Willy Schermuly geht einer Sache immer konsequent nach und kann einem damit auch schon mal auf den Wecker gehen", sagte Richard und wünschte dem Jubilar noch viele aktive Jahre. Die Stadt könnte sich nicht so erfolgreich darstellen, gäbe es den CityRing mit Willy Schermuly nicht.

Zu Beginn hatte Horst Hoppe für den verhinderten Vorsitzenden Reinhard Vohl den rüstigen 80-Jährigen als "außerordentlichen Glücksfall für den CityRing" bezeichnet. Durch seinen unermüdlichen Einsatz habe er erheblich zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Vereins beigetragen. Der Mitgliederzuwachs sei zu einem großen Teil sein Verdienst.

Modehaus Mitter

Der 80-Jährige ließ sein Leben Revue passieren. Durch den frühen Tod seines Vaters habe er schon mit 21 Jahren dessen Textilvertretungen übernehmen müssen, sagte Schermuly. Seine Ehefrau Maria hatte er 1955 auf der Staffeler Kirmes kennengelernt. Am 1. Mai 1966 eröffneten die beiden das Modehaus Mitter in der Grabenstraße/Ecke Hospitalstraße. Um einen noch besseren Standort zu bekommen, erwarben die Eheleute später das Haus Hötte in der Grabenstraße 55, an der Ecke zur unteren Bahnhofstraße, ließen es abreißen und ein neues Geschäftshaus erstellen. Im Alter von 38 Jahren wurde "Mister CityRing" erstmals in den Vorstand gewählt. Für seine Verdienste um die Limburger Kaufmannschaft überreichte ihm 1990 der damalige hessische Ministerpräsident Walter Wallmann persönlich den Landesehrenbrief. Ein Hirnschlag bedeutete das berufliche Ende für den Kaufmann, der am 1. Juli 1993 sein Geschäft aufgab. Es folgten weitere Erkrankungen, doch der CityRing brauchte ihn und trug zu seiner Gesundung bei.

Beim Geburtstagsempfang ließ Schermuly seine Gäste schmunzeln: "Ich habe die letzten zwölf Jahre mit großen Schulden für die Winterwochen-Beleuchtung überdauert und will jetzt noch einmal die Geschäfte ohne Schulden machen."

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