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Die bessere Umgehung?

Seit Ende der 90er-Jahre ist sie in Limburg kein Thema mehr. Doch die Diskussion um eine "Westumgehung" könnte neu belebt werden, nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Elzer B 8-Umgehung.
Die Westumgehung führt auf dem Plan von der Diezer Straße über das Gelände der heutigen Freiherr-vom-Stein-Kaserne, unterhalb des Schafsbergs entlang und durch die Lahnwiesen bei Staffel mit einer Brücke über den Fluss. Für die Anbindung an die Elzer Umgehung ist es völlig unerheblich, ob diese nun links oder rechts der Autobahn entlang führt. Die Westumgehung führt auf dem Plan von der Diezer Straße über das Gelände der heutigen Freiherr-vom-Stein-Kaserne, unterhalb des Schafsbergs entlang und durch die Lahnwiesen bei Staffel mit einer Brücke über den Fluss. Für die Anbindung an die Elzer Umgehung ist es völlig unerheblich, ob diese nun links oder rechts der Autobahn entlang führt.
Limburg. 

"Ich warne davor, die Diskussion auf andere Umgehungsvarianten auszuweiten", verdeutlichte Bürgermeister Martin Richard (CDU) seine Position Ende Januar im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Und der FWG-Vorsitzende Werner Laux machte am Rand der Sitzung deutlich, dass eine neue Umgehung nur an anderen Stellen zu Diskussionen führt, die es derzeit schon um die Südumgehung gibt.

Der Verein "Keine Südumgehung Limburg" hält sich nicht an die Empfehlung von Richard und fordert dazu auf, erneut über eine Limburger Westumgehung nachzudenken. Die Diskussion um eine solche Umgehung war Ende der 90er-Jahre verebbt und hatte sich in Richtung Südumgehung verschoben. Nach Informationen der NNP lag 1997 die Präferenz bei den Planungen noch bei einer Westumgehung. Natürlich haben die Mitglieder des Vereins ein persönliches Interesse, dass die Aufmerksamkeit wieder in Richtung Westumgehung gelenkt wird. Mit der Verwirklichung dieser Straße würde sich eine Südumgehung erübrigen, egal ob auf der Alttrasse oder mit der Variante um Blumenrod herum.

Allerdings gibt es unabhängig davon einige Aspekte, die nach Einschätzung des Vorsitzenden Ralf Jung-König für eine Verwirklichung einer Westumgehung sprechen – vor allem mit Blick auf die Elzer B 8-Umgehung, die auf keinen Fall über Offheimer Gemarkung laufen soll. Eine sinnvolle Alternative sei eine Anbindung der Elzer Ortsumgehung an die Limburger Westumgehung.

Nach Angaben des Vereins "Keine Südumgehung Limburg" wurde 1997 bei einem Trassenvergleich nachgewiesen, dass die Westumgehung die sinnvollste und günstigste Möglichkeit ist, die Diezer Straße und die Innenstadt von Limburg zu entlasten. Eine Westumgehung führt, so die Zahlen von 1997, zu einer Entlastung der Diezer Straße von 30 Prozent. In den neueren Untersuchungen sei die Westumgehung einfach weggelassen worden. Nach Einschätzung von Ralf Jung-König gibt es keine sachlichen Gründe, warum nicht die beste Möglichkeit zur Entlastung der Diezer Straße genutzt wird.

Bestehende Straßen nutzen

Die Möglichkeiten zur Verwirklichung der Westumgehung haben sich, so der Verein, mit dem absehbaren Ende der militärischen Nutzung der Freiherr-vom-Stein-Kaserne in Diez deutlich verbessert. Dort würden nun nicht nur große Flächen frei, es werde für Diez auch leicht sein, dort Baurecht zu erlangen. Und da es um eine neue Nutzung eines ehemaligen Bundeswehr-areals geht, könnten auch noch finanzielle Förderungen fließen.

Die Westumgehung könnte zudem das auf dem Gelände bereits bestehende Straßen- und Wegesystem nutzen, zumal es für schwere Fahrzeuge ausgelegt sei. Damit wäre eine zeitnahe Umsetzung einer Umgehung möglich, für die sich mit Bebauungsplänen in Diez und Limburg Baurecht schaffen ließe.

Die Westumgehung, davon ist Ralf Jung-König überzeugt, könne kostengünstig in verschiedenen Abschnitten gebaut werde. Der erste Abschnitt auf dem Kasernengelände sei quasi schon vorhanden und könne genutzt werden. Der zweite Abschnitt könne von dort parallel der Schienen bis zur Ste.-Foy-Straße geführt werden. Und in einem dritten Abschnitt müsse die Straße mit einer Brücke über die Lahn geführt und an die B 8 angebunden werden.

Entlastungswirkung

"Das ist fast die gleiche Streckenführung, wie sie schon einmal vorgesehen war", sagt Jung-König. Mit einem Unterschied: Mit der Kaserne sei ein Drittel der Strecke schon vorhanden. Und diese Art Umgehung lasse sich dann problemlos an eine Elzer B 8-Umgehung anbinden.

Ralf Jung-König ist zudem davon überzeugt, dass die Entlastungswirkung für die Diezer Straße, die mit der WERKStadt eine deutliche Zunahme des Verkehrs zu verzeichnen habe, mit dem Bau der Westumgehung größer sein wird, als sie in der Vergangenheit berechnet wurde. Die Limburger Westumgehung sei einmal mit Kosten in Höhe von 7,7 Millionen Euro angegeben worden. Werde die Inflation und ein Mehr an Bautechnik berücksichtigt, könne aktuell mit Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro gerechnet werden. Durch die Nutzung der auf dem Kasernengelände bestehenden Straßen könnten diese Kosten allerdings noch reduziert werden, zeigt sich der Vorsitzende des Vereins "Gegen die Südumgehung" überzeugt. jl

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