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Wer trotzdem erwischt wird, macht sich strafbar: E-Boards gehören nicht auf die Straße

Wer mit E-Boards (Hoverboards) außerhalb von privaten Grundstücken fährt, macht sich strafbar. Darauf weist die Polizei hin, nachdem sie auf der Straße drei Kinder erwischt hatte.
So sehen E-Boards aus. Ein schöner Freizeitspaß, ja, aber kein Fortbewegungsmittel auf der Straße. Foto: (125120746) So sehen E-Boards aus. Ein schöner Freizeitspaß, ja, aber kein Fortbewegungsmittel auf der Straße.
Limburg. 

Hoverboards sind eigentlich E-Boards. Man kann darauf stehen und sich damit ohne Lenkstange fortbewegen. Damit außerhalb von privaten Grundstücken zu fahren, ist jedoch strafbar. Darauf weist die Polizei hin, nachdem sie in der Brüsseler Straße im ICE-Gebiet drei Kinder erwischt hatte, die mit Hoverboards unterwegs waren. Die Jungs im Alter von elf und zwölf Jahren fuhren mit den E-Boards im öffentlichen Verkehrsraum, was sie nicht dürfen.

Weil diese E-Boards schneller als sechs km/h fahren können, sind sie nach Angaben der Polizei eigentlich zulassungspflichtig. Das Problen: Da sie weder über eine Beleuchtung noch Bremsen verfügen, entsprechen sie nicht der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung und sind damit gar nicht zulassungsfähig. Fährt man im öffentlichen Verkehrsraum trotzdem damit, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit 70 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet wird.

Aber damit noch nicht genug: Grundsätzlich müssen Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit ab 6 km/h versichert werden. Ohne Zulassung gibt es allerdings auch keine Versicherung und somit liegt ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz vor. Auch dies ist nach Angaben der Polizei eine Straftat. Das bedeutet: Schäden, die durch einen Unfall mit einem Hoverboard entstehen, müssen aus der eigenen Tasche bezahlt werden, da die meisten Privathaftpflichtversicherungen nach Angaben der Polizei in diesen Fällen nicht bezahlen.

Zudem sind Hoverboards steuerpflichtig. Werden sie ohne Zulassung und Versicherung im öffentlichen Verkehrsraum betrieben, beinhaltet dies auch einen Verstoß gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz, was ebenfalls eine Straftat ist.

Und zu guter Letzt benötigt man für ein Hoverboard einen Führerschein der Klasse B. Hat man diesen nicht, wie natürlich die drei Kinder im Limburger ICE-Gebiet, liegt noch eine weitere Straftat vor und zwar das Fahren ohne Fahrerlaubnis. Hier können sich laut Polizei auch die Erziehungsberechtigten einer „Beihilfe zum Fahren ohne Fahrerlaubnis“ strafbar machen.

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