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Dorfjubiläum: Erbacher 1250-Jahr-Feierlichkeiten mit buntem Abend gestartet

Von Ein bunter Abend ersetzt den Kommers, es gibt Kurzinterviews statt Festreden, Theater wird gespielt – im Saal und auf der Bühne: Mit einem außergewöhnlichen Festabend startete das Dorfjubiläum „1250 Jahre Erbach“ vor rund 200 Gästen in der Erlenbachhalle schwungvoll und sehr anregend.
Die Tänzerinnen des Turnvereins sorgen beim „Tanz der Vampire“ für Gänsehaut. Die Tänzerinnen des Turnvereins sorgen beim „Tanz der Vampire“ für Gänsehaut.
Erbach. 

Das war einmal ein etwas anderer Festabend! Jens Basler hatte den Raum mit seiner wohlklingenden Stimme gefüllt und den Hymnus zu Ehren von Erbach gesungen, dann ging es gleich über ins Spiel: Ute und Siegfried (Bärbel Stein und Christian Müller) schlüpften in die Rollen der historischen Figuren, um den Blick zurück, in die Gegenwart und ein wenig auch in die Zukunft zu lenken. Kurzweilig führten sie, unterstützt von den Theaterleuten, durchs Programm. Dabei ließ Christian Müller, Vorsitzender des Erbacher Vereinsrings, Verfasser der Dorfchronik, die ab dem nächsten Wochenende erhältlich ist, und sozusagen das Herz des Vorbereitungsteams, einige Ehrengäste in Interviews zu Wort kommen. Das lockerte das Ganze sehr auf. Der Schirmherr, der Hessische Innenminister Peter Beuth (CDU), fasste einen Teil der Dorfgeschichte zusammen: „Nach Feststellung des Hessischen Hauptstaatsarchivs gründet das 1250-jährige Jubiläum von Erbach auf einer erstmaligen urkundlichen Erwähnung im Jahre 768 im Lorscher Codex.“ Danach nahmen die beiden Orte Arilbach (das heutige Erbach) und Widergisa (heute Würges) gemeinsam eine Schenkung an das Kloster Lorsch vor.

Fränkischer Ursprung

Grabfunde lassen auf einen fränkischen Ursprung der Siedlung schließen, die vermutlich im 6. oder 7. Jahrhundert gegründet wurde. Heute wohnen in Bad Camberg rund 14 000 Menschen, davon 2700 im zweitgrößten Stadtteil Erbach. „Die hohe Lebens- und Wohnqualität wird durch ein reges Vereinsleben, lebendige Traditionen und die hervorragende Infrastruktur ergänzt“, so Beuth. Als besondere Auszeichnung überreichte er den Erbachern die Freiherr-vom-Stein-Urkunde. Nicht die Plakette, denn die hat Erbach tatsächlich schon bekommen: zur 1200-Jahr-Feier vor 50 Jahren.

Bilderstrecke Erbach: Beste Stimmung bei der 1250-Jahr-Feier!
Mit dem Festzug bei strahlendem Sonnenschein gingen am Sonntag die Jubiläumsfeierlichkeiten „1250 Jahre Erbach“ zu Ende. Ein gelungenes Fest, das Tausende in Bewegung gebracht hat.Eindrücke vom Festzug "1250 Jahre Erbach".Eindrücke vom Festzug "1250 Jahre Erbach".

Manche können sich noch daran erinnern, so zum Beispiel Helmut Peuser, der auf der Couch bei Christian Müller Platz nahm. Die Couch war der Ort der Interviews, ein Teil des Programms spielte sich auf der Bühne ab, ein anderer Teil im Saal. Oben faszinierte zum Beispiel der Erbacher Kirchenchor mit „Adiemus“ und einer deutschen Version des wunderschön gesetzten „Amazing Grace“. Liedermacher Wilhelm Tennef an der Gitarre und Tom Knauer an der E-Gitarre schlugen ganz andere Saiten an – ein gelungener Kontrast, der im „großen Festprogramm“ allerdings etwas unterging.

Sehr schön und humorvoll erklärten Hans Merz, Monika Strzalka und Christina Glasner vom Verschönerungsverein anhand eines „Rückwärts-Strip-Tease“ die Erbacher Tracht. Das geschnürte Mieder über der Bluse, der Rock über dem Unterrock, das Tuch und die Kopfbedeckung – für Christina Glasner wurde es immer wärmer, und das bei immer noch 37 Grad Außentemperatur am Abend!

Heiße Tänze

Noch heißer wurde es mit dem Erbacher Turnverein: Die Tänzerinnen brachten einen „Tanz der Vampire“ auf die Bühne, der sich sehen lassen konnte. Sportlich und ausdrucksstark. Noch mehr Ausdruck ist fast nicht möglich – wären da nicht Christof Kolb und seine Unterstützer im CVE-Fastnachtsfernsehen Spezial. Schon die imaginären Handreichungen beim Toilettengang strapazierten die Lachmuskeln. Das Wasserballett war einfach Gold wert: Da wurde geschwommen, fast ertrunken, gerettet, und Christof Kolb im roten Bikini, gejagt vom weißen Hai – Worte können es nicht wiedergeben. Das muss man gesehen haben!

Sonntag ist der Festzug

Das wird wohl auch am nächsten Wochenende so sein, wenn die Hauptaktivitäten des Dorfjubiläums starten. Der Rockabend mit mit den „Vokuhilas“, „Jail Break“ und „GFI“ beginnt am Freitag, 10. August, um 18 Uhr. Am Samstag, 11. August, öffnen ab 11 Uhr bis Mitternacht die Höfe ihre Pforten. Der große Festzug startet am Sonntag, 12. August, um 13.30 Uhr. Aufstellung ist um 13 Uhr ab der Freiherr-vom-Stein-Straße.

 

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