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FDP lehnt Alttrasse ab

. Die FDP-Fraktion wird die Alttrasse als Variante für die Südumgehung in den anstehenden Sitzungen ablehnen. Dies hat die Fraktionsvorsitzende Marion Schardt gestern Abend angekündigt.
Limburg. 

. Die FDP-Fraktion wird die Alttrasse als Variante für die Südumgehung in den anstehenden Sitzungen ablehnen. Dies hat die Fraktionsvorsitzende Marion Schardt gestern Abend angekündigt. Das hohe Verkehrsaufkommen in der Innenstadt mache eine weiträumige Umgehung Limburgs nötig. Umgehungen im Sinne einer reinen Stadtautobahn (Alttrasse) würden eine reine Verkehrsverlagerung bedeuten. "Dies ist Augenwischerei und löst die Probleme in der Stadt nicht, es verschiebt sie nur", so Schardt. "Ein Stadthighway für 80 Millionen Euro – das ist verantwortungslos, und da machen wir Liberalen nicht mit!" Schon die Bezeichnung der sogenannten Alttrasse als Umgehung sei absurd. Schardt: "Der Bau auf dieser Trasse zerschneidet die Innenstadt." In völlig überdimensionierter Bauweise werde eine Schneise zwischen Südstadt und Kernstadt gezogen.

Außerdem helfe die Alttrasse den Bewohnern der Diezer Straße nicht nennenswert. Es sei aus Sicht der FDP-Fraktion unbestritten, dass für die Bewohner dort etwas getan werden müsse. Und es gebe auch Möglichkeiten (Nachtfahrverbot für Lkw, Geschwindigkeitskontrollen, Brückenbau zur Industriestraße). Man müsse es aber auch richtig wollen und nicht an alten Konzepten festhalten.

Die einzigen, die wirklich von dieser Alttrasse profitieren seien die Diezer Bürger, die Bewohner der Aargemeinden und die Gewerbebetriebe in Diez. All die bekämen eine unmittelbare Zufahrt durch Limburg an die Autobahn. Und dafür zerschneide man Wohngebiete, zerstöre mit dem "Paradies" in Blumenrod und dem Eduard-Horn-Park wichtige Grünzüge der Stadt und belaste die Anwohner des Meilensteins mit einem riesigen Kreisel.

Nach Ansicht der Liberalen werde sich der Bau dieser Trasse als Kostengrab entwickeln. Schon jetzt liege man bei 70 bis 80 Millionen Euro. Sie sind sich sicher, dass im Falle einer gerichtlichen Überprüfung die Untersuchungen der von ihr benannten ortsfernen Variante 3 als nicht ausreichend intensiv im Sinne der Rechtsprechung bewertet wird.

Nun einen Bürgerentscheid zu fordern, hält die FDP für eine Bankrotterklärung der CDU. Fragwürdig sei auch das Vorhaben der SPD, die ursprünglichen Bedenken gegen die Tunnelbauweise und die Rampen nun zurückzustellen und auf Vernunft der Planer in einem künftigen Planverfahren zu hoffen. Marion Schardt: "Es scheint fast so, die beiden großen Parteien wollten das Thema vom Tisch haben – egal was hinten raus kommt."

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