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Aktionstag: Feuerwehr holt Kinder an die Spritze

Von Ein neues Projekt der Verbandsgemeinde Diez in Kooperation mit der freiwilligen Feuerwehr in der Verbandsgemeinde soll dem Mitgliederschwund der Wehren entgegenwirken. Mehr noch: Die Teilnehmer haben riesigen Spaß.
Wasser marsch hieß es an der Station von Feuerwehrmann und Jugendfeuerwehrbetreuer Kajuna Ubl. Wasser marsch hieß es an der Station von Feuerwehrmann und Jugendfeuerwehrbetreuer Kajuna Ubl.
Diez. 

Wasser marsch, heißt es in der Feuerwache Diez. Aber nicht die Feuerwehrleute sind mit Schläuchen und Pumpen zugange, sondern Grundschulkinder der Pestalozzischule Diez. Anlass ist ein neues Projekt der Verbandsgemeinde Diez in Kooperation mit den Wehren der Verbandsgemeinde. Bei den Viertklässlern kommt das bestens an.

Überall auf dem Gelände sind leuchtende Kinderaugen zu sehen, die mit wahrem Feuereifer bei der Sache sind. Zum Beispiel beim „Löschen“ eines Hausbrandes oder beim „Bergen“ von Menschen im verrauchten Raum.

Konzentriert geht es auch an der Kübelspritze zu. „Anstrengend, aber cool“, findet das Viertklässler Medin. Ganz schön ausdauernd betätigt der Junge immer wieder die Kübelspritze, damit das Wasser fließt. Die Spritze wird mit der Hand betrieben und ist somit für kleine Brände überall und sofort einsetzbar, erklärt ein Feuerwehrmann. Diese Station ist eine von vielen, die an diesem Tag an der Feuerwache in Diez aufgebaut wurden. Teamgeist steht dort an erster Stelle. Denn nur, wenn Wasser fließt, kann der Junge oder das Mädchen am Schlauch genau auf das Häuschen mit den aufgemalten Flammen zielen. „Total cool“, ruft Medin.

Kein Wasser aufs Öl

Und auch seine Klassenkameraden finden es großartig. Sie hätten sich schon lange auf diesen Tag gefreut, verraten sie und berichten von den Abenteuern am Praxistag. Auch von der Theorie, die einige Tage zuvor von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten in der Schule vermittelt wurde, haben sich die Viertklässler einiges gemerkt. Zum Beispiel, dass manche Brände nicht gelöscht, sondern erstickt werden müssen. „Man darf kein Wasser auf brennendes Öl gießen“, sagt Finn. „Ich habe viel gelernt“, so auch der zehnjährige Robert.

Weniger Mitglieder

Eine Station weiter erklärt Jugendfeuerwehrbetreuer und Feuerwehrmann Kajuna Ubl den Kindern, was beim Spritzen mit dem Schlauch zu beachten ist. „Das Wasser hat viel Kraft“, erklärt Gjulijeta. Sie könne sich vorstellen, auch als Mädchen bei der Feuerwehr mitzumachen. Genau darum geht es bei der Aktion: Werbung für die Jugendfeuerwehr zu machen. Zumal die Mitgliederzahlen rückläufig sind, wie Feuerwehrmann Ubl berichtet. Daher gelte es, die Kinder zu begeistern. Das schafften auch Feuerwehrmann Thomas Thorn und seine Kollegen Markus Grün (Holzappel), Armin Flocke (Altendiez), Detlef Ott (Holzappel), Peter Hess und Isolde Wengenroth (Diez), Bodo Ring und Kevin Lenau (Birlenbach-Fachingen).

Feuerwehrmann Thomas Thorn zeigte den Kindern beispielsweise, wie ein Feuerwehrfahrzeug von innen aussieht und welche Gerätschaften es enthält. Begeistert waren aber nicht nur die Kinder von dem Projekt. Auch die Lehrkräfte zeigten sich überzeugt „Eine wirklich tolle Sache“, fanden Regina Wenzelmann-Müller und Judith Eschweiler. Das Projekt fand erstmals statt, soll aber fortgesetzt werden, erklärte Isolde Wengenroth von der Verbandsgemeinde Diez, die selbst bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv ist.

Die Idee zu der Gemeinschaftsaktion sei vor gar nicht allzu langer Zeit in einer Arbeitsgruppe der Verbandsgemeinde gereift. Zum einen gehe es darum, das Thema Sicherheit und Brandschutz interessant zu vermitteln, aber auch um die Mitgliederförderung der Feuerwehren.

Ab zehn Jahren können Kinder bei der Feuerwehr mitmachen. Zweimal im Monat treffen sich die Kinder in der Gruppe und lernen viel rund um das Löschwesen. Auch die Gemeinschaft sei in der Wehr wichtig. Informationen und Kontaktmöglichkeiten zur Jugendfeuerwehr gibt es auch auf der Webseite der Freiwilligen Feuerwehr Diez unter www.ff-diez-freiendiez.de jugendfeuerwehr.

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