E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 19°C

Tausend Wege, die Erde zu küssen: Fotoausstellung von Tiziana Stupia Im Haus Monreal

Wilde mongolische Reiter, russische Gangster und auch buddhistische Mönche mit Rap-Musik – Langeweile kannte Tiziana Stupia bei ihrem Aufenthalt im Ausland nicht.
Die gebürtige Seelbacherin Tiziana Stupia mit Gastgeber Georg C. Pick bei der Vernissage zu „Tausend Wege, die Erde zu küssen“ im Haus Monreal. Die gebürtige Seelbacherin Tiziana Stupia mit Gastgeber Georg C. Pick bei der Vernissage zu „Tausend Wege, die Erde zu küssen“ im Haus Monreal.
Diez. 

Es sollte eine Suche werden, eine spirituelle Suche nach der inneren Mitte. Es endete – vorläufig – mit Verwunderung, wieder in Deutschland gelandet zu sein. Im Alter von 20 Jahren machte sie sich auf den Weg, zuerst nach England, dann, ab 2007, nach Indien und Pakistan, wo Tiziana Stupia die Wintersonnenwende mit Pakistans letztem heidnischen Stamm feiern wollte. In ihrer Fotoausstellung „Tausend Wege, die Erde zu küssen“ erzählt die Aarbergenerin im Haus Monreal von einer abenteuerlichen Überlandreise, einem Nomadenleben.

Zweieinhalb Jahrzehnte verbrachte die Schriftstellerin, Yogalehrerin, ayurvedische Beraterin und Fachfrau verschiedener Feuerzeremonien im Ausland, 15 davon in England, vier in Indien. Die 46-Jährige durchstreifte auch Amerika, Australien, Kanada und verbrachte Jahre damit, transformierende Rituale anzuleiten. Ausgebildet als Priesterin der alten Göttinnentradition bietet sie heute Seminare über Ayurveda, Yoga und persönliches Wachstum an. Seit Oktober ist sie wieder zurück in Deutschland – vorübergehend. Wohl zu prägend sind die Einflüsse anderer Kulturen.

Yoga-Studium

Die monumentale Überlandreise führte sie von England durch Deutschland, Tschechien, Polen, Russland, weiter mit der transsibirischen Eisenbahn in die Mongolei und nach China, Tibet, Nepal und Indien. Unterwegs erlebte sie viele Abenteuer und Begegnungen mit faszinierenden Menschen, russischen Gangstern, rappenden buddhistischen Mönchen, wilden mongolischen Reitern und sibirischen Schamanen.

Sie erreichte Islamabad, die Hauptstadt von Pakistan, im Dezember und, nach einem kurzen Besuch am legendären Khyber-Pass, erfüllte sich ihr Traum, die Wintersonnenwende mit dem bunten, schamanischen Kalash-Volk zu feiern.

Nach einem ereignisreichen Monat in Pakistan, während dem die Premierministerin ermordet wurde, überquerte Tiziana Stupia die Grenze nach Indien. Dort verbrachte sie fünf Monate in der Himalayaregion, um Yoga zu studieren, Mystiker zu treffen, vedische Feuerzeremonien zu erlernen und als Englischlehrerin zu arbeiten. Hier, sagt sie, habe sie ihr spirituelles Zuhause gefunden. Aus der Reise sowie zehn Jahren Nomadenleben durch Asien und den Rest der Welt entstanden ein Buch und viele Fotos.

„Tausend Wege, die Erde zu küssen“ ist eine fotografische Ausstellung, die 2009 in England Bekannten gezeigt wurde und danach für Jahre in Kartons verschwand. Finanziert hat Tiziana Stupia ihren Wandel durchs Leben über Rücklagen aus einem Plattenlabel, den die Musik-Journalistin (Metal, Punk) nach ihrer Arbeit bei einer Londoner Zeitschrift gründete.

Die Ausstellung ist bis 5. Oktober gegen Anmeldung im Haus Monreal zu sehen.

(hbw)

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen