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Friedlich-fröhliches Musik-Fest

Jede Menge hochkarätige Bands und ein abwechslungsreiches Programm in der achten Auflage: Das zweitägige Festival Tells Bells begeisterte Tausende.
Frisch, frech und fröhlich: Talco aus Italien war ein echter Publikumsliebling und machte mächtig gute Laune.	Fotos: Quirein Bilder > Frisch, frech und fröhlich: Talco aus Italien war ein echter Publikumsliebling und machte mächtig gute Laune. Fotos: Quirein
Villmar. 

Gut gelaunt stehen junge Musikfans vor der Bühne. Sie applaudieren, tanzen und springen im Takt. Andere haben es sich auf der Wiese bequem gemacht oder stärken sich an den Essens- und Getränkeständen. Noch einmal geben die Musiker Vollgas, verausgaben sich. Dann verlassen sie die Bühne, machen Platz für die nächste Band.

Beim Tells Bells Festival geben sich die Musiker nämlich "die Klinke in die Hand": 18 Bands aus Nah und Fern zeigten sich am Freitag und Samstag von ihrer besten Seite und brachten eine tolle Stimmung auf den Villmarer Sportplatz. Mit von der Partie waren Bands wie "The Grandtry", "Street Dogs", Größen wie "Ignite" aus den USA und lokale Bands wie "3Tage Tape" oder "VMZT".

Abwechslungsreich

Kurz: Es geht um Rock. Dieser zeigte sich in den unterschiedlichsten Ausprägungen: "Die musikalischen Unterschiede sind enorm", schwärmt Bandbetreuer Manuel Münz von der Vielfältigkeit des Genres. Obwohl das Festival bereits zum achten Mal stattfand und immer größer wird, legen die Veranstalter – Mitglieder des Vereins "Villmar Kult e.V. – wert auf Nähe und persönliche Atmosphäre – ganz so, als wäre es noch das kleine Festival von vor einigen Jahren. "Das schätzen auch die Bands und es wirkt sich auf die Stimmung aus", weiß Bandbetreuer Manuel Münz.

Genau wegen dieser besonderen und vertrauten Stimmung ist Festivalbesucherin Anna-Maria Ott nach Villmar gereist: "Das Festivalfeeling ist toll", erklärt die 28-Jährige, die auch die Möglichkeit zum campen nutze und an beiden Tagen das Festival besuchte. Das Wetter sei zwar nicht optimal gewesen, hätte der Stimmung aber keinen Abbruch getan, erklärt sie in einer Umbauphase während sich "Your Demise" auf der Bühne vorbereiten. Ihnen voraus gingen die sympathischen "Localheros" VMZT. Mit jeder Menge Spaß auf der Bühne, Nähe zum Publikum und ihrer ganz eigenen Interpretation von Punkrock begeisterten die "heimischen Jungs", die längst keine Unbekannten mehr sind.

Spaß auf der Bühne

Diejenigen die bis dato noch nichts von "VMZT" gehört hatten, wissen spätestens jetzt: Die fünf Jungs der seit 1993 bestehenden Band machen richtig Dampf auf der Bühne und haben Spaß dabei. Das liegt nicht nur daran, dass sie musikalisch topfit sind und jahrelange Bühnenerfahrung haben, sondern wohl auch daran, dass sie Freunde sind. Zwischenzeitlich hat es angefangen zu regnen, doch als "Your Demise" die Bühne betritt kommen die Besucher wieder vor die Bühne. "Harte Rockmusik", das ist es was Festivalbesucher Jonas Diehl hören will. Dafür ist er extra aus der Nähe von Bad Homburg angereist. "Harte Rockmusik", das passt zu "Your Demise", die die härtere Gangart bevorzugen.

Highlights aus den USA

Die Musiker dieser Band zeigen sich als äußerst agil, hüpfen auf der Bühne herum und treiben die Stimmung richtig an. Laut, hart und schnell sind ihre Sounds und das scheint beim Publikum anzukommen. Vor der Bühne wird es immer voller und als der Frontmann die Bühne verlässt um die Nähe der Massen zu suchen, brodelt es. "Death Before Dishonor" aus Boston knüpft daran nahtlos an – trotz Umbaupause. Sie präsentieren ebenfalls Rock der härteren Art und ordnen ihren Stil in Richtung Hardcore, Punk and Metal ein. "Es ist ein cooles Festival", freut sich der Sänger auf Englisch und bedankt sich für den Andrang an der Bühne, die sich im Laufe des Abends immer weiter füllt.

Tanzen und Spaß haben

Frisch, frech und fröhlich zeigte sich die Musik der italienischen Ska-Band "Talco", die bereits zum dritten Mal bei Tells Bells auf der Bühne standen. Als echten Publikumsliebling kann man die italienischen Musiker bezeichnen. "Wir sind hauptsächlich wegen ihnen hier", berichten zwei Schülerinnen. Warum das so ist, erklärt sich schon nach wenigen Sekunden: Die Musik animiert zum Tanzen, zum Spaß haben und fröhlich sein. Und genau das machen die Massen. Sie feiern friedlich und genießen miteinander die Musik. "Das ist der Wahnsinn, die Stimme des Sängers der Hammer", freut sich Bandbetreuer Manuel Münz auf den Auftritt seines Highlights "Ignite" aus den USA, die nach "A Wilhelm Scream" das zweitägigen Festival musikalisch auf den Höhepunkt brachten.

Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte, die Veranstalter sind mehr als zufrieden: "Es war so wie wir es haben wollten", lautet das Fazit von Bandbetreuer Manuel Münz. Die Besucherzahlen waren gut, die Stimmung auch und es wurde wieder deutlich: Tells Bells ist eine feste Institution für junge Musikfans nicht nur aus der heimischen Region. qui

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