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Gemeinde Waldbrunn: Gemeinde geht neue Wege in der Forstwirtschaft

Die Bewirtschaftung des Waldes bringt einen kleinen Ertrag für die Gemeinde. Ob dies auch in den nächsten Jahren möglich ist, ist nicht sicher.
Insgesamt wurden 3940 Festmeter Holz eingeschlagen. Foto: Klaus-Dieter Häring Insgesamt wurden 3940 Festmeter Holz eingeschlagen.
Waldbrunn. 

Die Gemeinde Waldbrunn erwirtschaftet mit ihren 711 Hektar Wald 218 300 Euro im Jahr. Dem stehen Ausgaben von 216 800 Euro gegenüber, so dass nur ein plus von 1500 Euro am Ende übrigbleibt. Der größte Posten bei den Ausgaben sind die Personalkosten für die zwei Mitarbeiter von 113 000 Euro. Weiterhin kommen 50 000 Euro Unternehmer- und Maschineneinsatz hinzu sowie 32 600 Euro Beförsterungsbeitrag an das Land Hessen. Der Beförsterungsbeitrag steigt im kommenden Jahr marginal um 431 Euro an. Insgesamt wurden 3940 Festmeter Holz eingeschlagen. Der reguläre Hiebsatz fiel stärker aus durch Windschäden und Schädlingsbekämpfung.

Thema Grünpflege

Zwei Forstwirte seien für den Waldbrunner Wald zu viel, da gilt pro 1000 Hektar ein Arbeiter. Doch aufgrund des Arbeitsschutzes müssen immer zwei Arbeiter an Ort und Stelle sein. Daher sollte sich die Gemeinde überlegen, ob sie die Forstmitarbeiter über den Bauhof anstellt. Fallen weniger Aufgaben im Wald an, können die Forstmitarbeiter sich innerhalb der Gemeinde um die Grünpflege kümmern. Dies würde die Ausgaben verringern. Auch eine kommunale Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen sei möglich, so die Anregungen der Mitarbeiter von Hessen-Forst in der Gemeindevertretersitzung.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Peter Krahl, forderte vom Bürgermeister mehr Engagement für kommunale Projekte, speziell bei der Turnhalle Lahr. Seit zwei Jahren seien im Haushalt 600 000 Euro für die Sanierung eingestellt und es passiere nichts. In seinen Mitteilungen führte Blum aus, dass dem Kreisbauamt noch Unterlagen zum Brandschutz und der Statik fehlten, die jetzt nachgereicht werden. „Die Halle sollte schnellstmöglich geöffnet werden“, so Krahl, „ich erwarte von ihnen, dass sie sich kümmern.“

„Grenzwertige“ Plakate

In seinen Mitteilungen wies der Bürgermeister darauf hin, dass Plakate im Hauser Wald, die wiederholt an den Bäumen angebracht worden und eine finanzielle Bestechung der Gemeinde durch den Windkraftinvestor Enertrag suggerieren, grenzwertig seien und er sich überlege, dies zur Anzeige zu bringen.

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