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Gefährlicher Weg über die B 49: Gemeindevertretung debattiert über neue Rad- und Fußverbindung ins Investzentrum

Von Wie können Radfahrer und Fußgänger besser und vor allem sicherer als bisher von Obertiefenbach ins Investzentrum gelangen? Diese Frage beschäftigte die Gemeindevertretung Beselich in ihrer jüngsten Sitzung.
Obertiefenbach. 

Wer derzeit zu Fuß von Obertiefenbach zu den Geschäften und Firmen ins Investzentrum gelangen will, hat es nicht leicht. Entweder nutzt er den illegalen und gefährlichen Weg über die Autobrücke oder er muss einen riesigen Umweg durch die Unterführung der B 49 am Zwergweg nehmen. Die CDU-Fraktion fordert daher den Bau eines direkten Gehweges zum Gewerbegebiet Obertiefenbach. Ein entsprechener Antrag wurde in den Bauausschuss verwiesen.

Zum Auto gezwungen

Als die Brücke vom Ort in Richtung Investzentrum über die B 49 gebaut wurde, hatte niemand an einen Geh- oder Radweg gedacht. Viele Bürger gehen, wie täglich zu sehen ist, trotz Verbotsschildern über die Autobrücke, was nicht ungefährlich ist. CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Theo Schneider meinte, die CDU wolle prüfen lassen, ob nicht die bestehende Brücke derart ergänzt werden könne, dass Bürger künftig darüber laufen könnten. Die Fraktion Neue Mitte habe vor ein paar Jahren eine ähnliche Initiative gestartet, die dann aber leider aus Kostengründen nicht realisiert worden sei.

Um Kosten einzusparen, sollten nach Meinung der CDU nun alternativ auch Konstruktionen aus Stahl oder Hartholz als Überquerungsmöglichkeit für die Fußgänger in Betracht gezogen werden. „Neben der Machbarkeitsstudie sind auch die im Falle einer Ausführung anfallenden Kosten für die Gemeinde Beselich zu beziffern“, sagte Schneider. Der CDU-Fraktionsvorsitzende findet es schade, dass die Bürger derzeit praktisch gezwungen würden, das Auto zu nehmen, um die Gewerbebetriebe und die Gastronomie im Investzentrum aufzusuchen. Dass die Autobrücke trotz Verbotes viele Fußgänger nutzten, berge ein erhebliches Gefahrenpotenzial, zeige aber auch den Bedarf für einen Fußweg.

Norbert Bandur von der Bürgerliste (BL) nannte es „eine grottenschlechte Entscheidung“, dass mit der Autobrücke zum Investzentrum nicht gleich auch ein Rad- und Fußgängerweg geschaffen worden sei. Auf der bestehenden Brücke jetzt noch einen Fußgänger- und Radweg ein- oder aufzubauen, sei vermutlich nur noch sehr schwer möglich. „Deswegen hatten wir eine Fußgänger- und Radwegebrücke in Verlängerung der Straße zwischen Edeka-Parkplatz und Eins-A-Getränkemarkt ins Auge gefasst“, sagte Bandur. Das würde aus Sicht der BL mehr Sinn machen, als eine Brücke nordöstlich der bestehenden in Höhe der Firma Linsensuppe. Bandur meint, dass in der Vergangenheit eine neue Brücke an den Kosten gescheitert sei. Vielleicht sei mittlerweile aber die Zeit reifer, da das Gewerbegebiet wachse und somit der Bedarf einer Verbindung zum Dorf.

Zwar sei die bestehende Brücke für Radfahrer frei, doch der Weg sehr abenteuerlich. Von Obertiefenbach aus weise die enge Fahrbahn auf der Brücke, wie Bandur anmerkte, eine erhebliche Steigung auf, die nur sehr langsam zu befahren sei. Das dürfte nach Meinung des BL-Gemeindevertreters dahinter fahrende Fahrzeuglenker nerven und zum Überholen animieren. „Wenn dann ein Fahrzeug von der anderen Seite entgegenkommt, ist die Wahrscheinlichkeit eines Crashs nicht gering“, meinte Bandur. Daher sollte es aus seiner Sicht möglich sein, über eine künftige Fußgängerbrücke zumindest ein Rad schieben zu dürfen.

Bandur will aber auf keinen Fall, dass andere Projekte deshalb verschoben werden, etwa der von der BL lange angemahnte Rad- und Fußweg am Ortsausgang von Niedertiefenbach Richtung Runkel entlang der L3022 bis zum Hullerweg auf einer Länge von 200 Meter. Bernd Müller (SPD) meinte, wenn die Gemeinde mit Hessen Mobil über die Möglichkeit des Ausbaus der vorhandenen Brücke für Fußgänger spreche, solle sie auch gleich die Möglichkeit einer Fußwegverbindung am Edeka mitprüfen lassen, die er für besser halte. „Wenn wir bei Hessen Mobil sind, werden wir alle Varianten ansprechen“, versicherte Bürgermeister Michael Franz (parteilos).

Antrag auf Mitfahrbänke

Einstimmig in den Bauausschuss ging ebenso ein weiterer Antrag der CDU-Fraktion, der für die Einführung von Mitfahrbänken plädiert. Diese könnten eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Buslinien sein, glaubt Schneider. In Bad Camberg funktioniere ein solches Konzept. Das könne ohne großen Kostenaufwand auch mal in Beselich getestet werden, ob Mitfahrbänke hier funktionierten. Wenn nicht, würden eben ein paar Ruhebänke zusätzlich im Gemeindegebiet stehen. Der CDU-Fraktionschef denkt aber, dass Mitfahrbänke gerade für ältere Menschen ohne Auto eine große Hilfe darstellen könnten. Er ist guter Dinge, dass in funktionierenden Ortsgemeinschaften genügend Autofahrer bereit seien, die wartenden Menschen im Auto mit in den nächsten Ort zu nehmen.

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