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Hintergrund: Ab sofort wird mit gelbem Licht gewarnt

Aus Blau wird Gelb: Wurden Transporte von besonders Sperrigem bisher von der Polizei mit Blaulicht abgesichert, so blinkt es künftig gelb. Bei der Lieferung der Rotor-blätter für den Windpark Kuhbett sind, erstmals in Hessen, Begleit-fahrzeugen der Kategorie BF 4. Im Einsatz – ein Pilotversuch.

Schwertransporte mit Überbreite und Überlänge können nicht einfach so über unsere Straßen rollen, sie müssen zur Absicherung begleitet werden. Bisher hat das die Polizei übernommen. Nun übergibt sie dies nach einer neuen Durchführungsverordnung der Innenministerkonferenz bundesweit aber an private Unternehmen mit Begleitfahrzeugen vom Typ BF 4.

Der Pilotversuch für den Einsatz von BF 4 in Hessen läuft derzeit über Straßen im Hochtaunus, Ziel: Windpark Kuhbett.

Zwar werden bei den bevorstehenden 52 Meter langen Transporten der Rotorblätter noch Beamte der Polizeidirektion Bad Homburg mit dabei sein, „wir schauen uns das Ganze aber nur aus einer gewissen Entfernung an, um zu prüfen, ob das alles auch richtig klappt“, sagt Polizeioberkommissar Romuald Koza, stellvertretender Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes Hochtaunus. Eine gewisse Problematik wird dabei offenbar nicht ausgeschlossen. Blaulicht, so Koza, werde von den Verkehrsteilnehmern meist als Warnung akzeptiert, jetzt müsse man schauen, ob „Gelblicht“ ebenso ernstgenommen wird.

Die bevorstehenden „Flügel-Transporte“ werden von vier in exakt vorgeschriebenem Gelb (RAL 1016) lackierten BF 4 flankiert. Ihre Wechselverkehrszeichenanlage kann elf Verkehrszeichen nach allen vier Seiten darstellen. Da die Arbeit der sogenannten „Verwaltungshelfer“ mit Eingriffen in den fließenden Verkehr verbunden ist und Sonder-rechte erfordert, bedarf es regelmäßig zu wiederholender Schulungen bei der Fachgruppe Schwertransporte und Kranarbeiten in Frankfurt. Für das sogenannte „Road Book“, den Streckenverlauf, ist jedoch nicht die BF 4-Besatzung zuständig, sondern, im hiesigen Fall, die Straßenverkehrsbehörde des Hochtaunuskreises und die Polizei.

Laut Gesetz dürfen Schwertrans-porte auf Landstraßen nur zwischen 22 und 5 Uhr rollen. Abschnittsweise Sperrungen sind, so Koza, dennoch nötig, zum Beispiel zwischen der Einfahrt zum Köpperner Tal bei Köppern und der Ampelanlage Wehrheim Süd. Auch muss am Abzweig L 3041/L 3025 rechts in Richtung Weilrod ein Vorwegweiser abgebaut werden. Die gigantischen Fuhrwerke kämen sonst nicht ums Eck. Die Ampelanlage in Neu-Anspach kann jedoch, anders als bei den noch längeren Transporten für den Windpark Riedelbach, stehen bleiben. Augenmaß ist von den Fahrern dennoch gefragt.

(as)

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