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"Goldener Grund": Historischer Arbeitskreis unterwegs in Idstein

Nach mehr als 20 Jahren haben die Mitglieder des „Historischen Arbeitskreises Goldener Grund“ wieder einmal die alte nassauische Residenzstadt Idstein besucht. Erste Station war die Unionskirche – hier konnte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Manfred Kunz aus Bad Camberg, rund 40 Mitglieder begrüßen.
Die Mitglieder des „Historischen Arbeitskreises Goldener Grund“ haben bei ihrer Exkursion nach Idstein auch die Unionskirche besucht. Die Mitglieder des „Historischen Arbeitskreises Goldener Grund“ haben bei ihrer Exkursion nach Idstein auch die Unionskirche besucht.
Goldener Grund. 

Unionskirche heißt das alte Gotteshaus zur Erinnerung an die 1817 in Idstein geschlossene Union zwischen den evangelischen Christen lutherischer und reformierter Konfession, berichtete Alexander Möller vom Geschichtsverein Idstein, der die Führung der Gruppe an diesem Tag übernommen hatte.

Von 1670 an wurde diese romanische Stiftskirche von Graf Johann zu Nassau-Idstein zu einer barocken Hofkirche umgebaut. Viele großformatige Ölgemälde auf Leinwand mit Themen aus dem Neuen Testament an Decke und Wänden, von Malern der Rubens-Schule geschaffen, schmücken das Kircheninnere, ebenso viele Arbeiten aus Lahnmarmor an Grabmälern, Kanzel und dem Altar.

Nach der Unionskirche wurde die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern aus vier Jahrhunderten besucht; nähere Erläuterungen gab es von Alexander Möller besonders zum „Killingerhaus“, einem der schönsten Fachwerkhäuser Idsteins mit reicher Schmuckornamentik, dem Rathaus, dem Schiefen Haus und dem Hoerhof; hier wohnte lange Zeit der Maler Ernst Toepfer, von dem noch viele Ansichten Idsteins erhalten geblieben sind. Die letzte Station war der ehemalige Lustgarten, nahe dem Hexenturm im Vorhof des Residenzschlosses, das in seiner Bauweise an das Schloss in Hadamar erinnert und in dem nach wechselnder Nutzung heute das Pestalozzi-Gymnasium untergebracht ist. Der Lustgarten lässt sich auf dieser Fläche weit zurückverfolgen; von 1650 an förderte Graf Johann diese Anlage durch den Bau künstlicher Grotten, den Ankauf exotischer Pflanzen und die fachmännische Pflege der Beete. Der Graf beauftragte viele Maler mit der Anfertigung von farbenprächtigen Ansichten dieses Gartens und besonders der Blumen. Lange galten diese Gemälde als verschollen, bis in den letzten Jahren einige von ihnen in Museen und Bibliotheken wiederentdeckt wurden. Die weitergehende Forschung über diese Bilder steht noch am Anfang.

(rf)

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