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Kommunale Partnerschaft: Holzheim heißt in Rambura Hoffnung

Von Die kommunale Partnerschaft zwischen der Ortsgemeinde Holzheim und dem Distrikt Rambura (früher Birembo) in dem ostafrikanischen Land Ruanda besteht seit 30 Jahren. Ein Anlass, der am Samstag groß gefeiert wurde.
Unter den Festgästen befanden sich der ehemalige Innenminister Karl-Peter Bruch, der Bundestagsabgeordnete (CDU) Andreas Nick, der Landtagsabgeordnete Matthias Lammert (CDU), der Vorsitzende des Landes-Partnerschaftsvereins Dr. Richard Auermeier und Innenminister Roger Lewentz. Foto: Rolf Kahl Unter den Festgästen befanden sich der ehemalige Innenminister Karl-Peter Bruch, der Bundestagsabgeordnete (CDU) Andreas Nick, der Landtagsabgeordnete Matthias Lammert (CDU), der Vorsitzende des Landes-Partnerschaftsvereins Dr. Richard Auermeier und Innenminister Roger Lewentz.
Holzheim. 

Großer Bahnhof aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Holzheim und Rambura in Ruanda: Nach einer Geburtstagsfeier im Februar dieses Jahres in Rambura feierten die Holzheimer am Samstag mit afrikanischen Gästen aus Ruanda, hochrangigen Ehrengästen aus ganz Rheinland-Pfalz, Bürgern aus Holzheim und Umgebung, Ortsvereinen und den Ruandafreunden der Aargemeinde. Die Ardeckhalle war voll besetzt. Die Holzheimer Künstlerin Marianne Lahmer hatte die „gute Stube“ der Ortsgemeinde mit Bildern zum Thema Afrika dekoriert. Mit dem Jubiläumsfestakt wurde eine wohl einmalige Partnerschaft gebührend gewürdigt.

Der König von Holzheim

„Die seit dem Jahre 1982 bestehende Länderpartnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda besitzt für das Land Rheinland-Pfalz nach wie vor einen hohen Stellenwert, und ihr Holzheimer könnt ganz besonders stolz auf euch selbst sein. Seit 30 Jahren pflegt ihr in einer Graswurzelpartnerschaft einen engen Kontakt zum Sektor Rambura – früher Birembo. Man darf euch als leuchtendes Beispiel bezeichnen“, sagte der Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz (SPD), in einem Grußwort. In dem Partnerschaftsdistrikt Rambura seien in den vergangenen drei Jahrzehnten mit viel Engagement, Herzblut, Geld und Arbeitsleistung mehr als 60 Projekte auf den Weg gebracht worden, sagte der Minister. Damit sei die Infrastruktur vorangebracht worden. Als Beispiele nannte Lewentz die Trinkwasserversorgung, schulische und berufliche Bildung und Gesundheitsförderung, aber auch soziale Projekte für Witwen, Waisen und Schwerbehinderte sowie die Förderung des Sports, insbesondere des Frauenfußballs.

War das 911-Seelendorf Holzheim zu Beginn der Partnerschaft für rund 7000 Menschen in Birembo da, sind dies nach einer Verwaltungsreform im Jahre 2010 im Sektor Rambura heute etwa 28 000 Menschen. „Bei meinen persönlichen Besuchen in Ruanda habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Menschen in Rambura den Namen Holzheim mit Hoffnung verbinden“, so der Innenminister weiter. Insgesamt eine Erfolgsgeschichte, die man als beispielhaft bezeichnen könne und vor allen Dingen dem unermüdlichen Engagement von Helmut Weimar und seiner Ehefrau Sigrid zu verdanken habe. „Wenn diese beiden auf der Suche nach weiteren Spendengeldern für weitere Projekte die Menschen im ruandischen Schwitzkasten haben, kann’s gehörig warm werden“, scherzte Lewentz.

Buntes Programm

Ortsbürgermeister Werner Dittmar, der Verwaltungschef des Sektors Rambura, Esron Rusinga, und Holzheims Ruandabeauftragter Helmut Weimar tauschten Jubiläumsurkunden aus. Bild-Zoom Foto: Rolf Kahl
Ortsbürgermeister Werner Dittmar, der Verwaltungschef des Sektors Rambura, Esron Rusinga, und Holzheims Ruandabeauftragter Helmut Weimar tauschten Jubiläumsurkunden aus.

Der Minister erinnerte sich zudem an ein Zitat des Frontsängers der Gruppe BAP, Wolfgang Niedecken, das dieser bei einem Besuch in Rambura von sich gab. Die Frage, welches der vielen Projekte ihn am meisten beeindruckt habe, beantworterte Niedecken so: „Mich hat am meisten der König von Holzheim beeindruckt.“

In weiteren Reden durch den Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins auf Landesebene, Dr. Richard Auermeier, und Landrat Frank Puchtler (SPD) wurden immer wieder die Leistungen gelobt, die die Holzheimer Ruandafreunde in Rambura erbringen. Dabei sei dies in keinem Fall eine einseitige Partnerschaft, denn als Gegenleistung für die Projektarbeiten erlebten die Holzheimer bei ihren Besuchen und Aufenthalten eine unermessliche Freude und Dankbarkeit der Partner. Auch die afrikanischen Gäste stellten die vielen, erfolgreichen Projekte noch einmal vor und drückten ihren Dank mit einigen Präsenten an das Ehepaar Weimar aus. Als Höhepunkt unterzeichneten Esron Rusinga, Verwaltungschef des Sektors Rambura, Holzheimer Ortsbürgermeister Werner Dittmar und Helmut Weimar eine Jubiläumsurkunde, in der die gemeinsame friedvolle Zusammenarbeit und Zukunft beider Völker und Kommunen dokumentiert ist.

Aufgelockert wurde der Festakt mit Beiträgen des gemischten Chors „Cantiamo“, des Männerchores Aartal, der Holzheimer Schoppensänger und der Jugendtanzgruppe des TV Hahnstätten.

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