Holzheim im TuS-Taumel

Die Ortsgemeinde Holzheim stand am Wochenende ganz im Zeichen des 125-jährigen Bestehens des TuS. Dankbarkeit und Stolz kamen beim Jubiläum wiederholt zum Ausdruck.
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Holzheim. 

Die Ardeckhalle war zwar nicht komplett gefüllt, als der Vorsitzende des TuS 1888 Holzheim, Ulrich Dittmar, die Gäste zum Kommers der 125-Jahrfeier des Vereins begrüßen durfte, doch alles, was im Bereich des Sports, der Politik, im Verein, im Ort sowie in der heimischen Region Rang und Namen hat, war in die Aargemeinde angereist. Neben dem Hausherrn der „gud Stubb“, Ortsbürgermeister Werner Dittmar, der Vizepräsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Begona Hermann (als Vertretung des verhinderten Schirmherrn, Innenminister Roger Lewentz), Pfarrer Daniel Cremers und dem ehemaligen DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger waren Vertreter und Vorsitzende aller Sportverbände und aller Orts- wie benachbarten Vereinen der Einladung des Jubiläumsvereins gefolgt.

In seinen Grußworten bezeichnete Dittmar das ehrenamtliche Engagement als das tragende Fundament der erfolgreichen Vereinsarbeit. „Dass sich der Verein trotz aller Wirren der Zeit nicht nur am Leben erhalten, sondern blühen und gedeihen konnte, spricht für viele Generationen aktiver Mitglieder und Förderer.“ Dies wünscht er sich auch für die Zukunft. Auch Ortsbürgermeister Werner Dittmar dankte allen ehrenamtlich Tätigen, die den Verein über all die vielen Jahre zu dem führten, was er heute ist: „Ein über die Ortsgrenzen bekannter und anerkannter Sportverein und ein Garant für die funktionierende Dorfgemeinschaft.“ Einen Appell richtete er an die junge Generation, die er dazu aufrief, sich neben dem aktiven Sport vor allem im Ehrenamt im Verein und im Ort zu engagieren. „Denn auch zukünftig soll am Montag in Holzheim der Handball Gesprächsthema Nummer eins sein.“

Voll des Lobes war auch Begona Hermann, die bei 900 Holzheimer Einwohnern, 600 TuS-Mitgliedern, zwölf Jugendmannschaften, drei Seniorenmannschaften, einer Frauenmannschaft und derzeit 13 Spielern in der ersten Seniorenmannschaft, die alle dem eigenen Nachwuchs entwachsen sind „von einem Beispielverein“ sprach. Lob, Dank und Anerkennung waren auch die Kernaussagen in allen weiteren Reden und Grußworten.

 

Talk- und Gesangsrunden

 

Der komplette Kommers setzte auf ein unterhaltendes Zusammensein. So lockerten das Diezer Instrumentalensemble, der gemischte Chor „Cantiamo“ Holzheim und der MGV Holzheim/Lohrheim (treten seit kurzem gemeinsam als „ProMenAar“ auf) das Programm mit musikalischen Beiträgen auf.

In zwei Talkrunden mit Politikern (SPD-Landtagsabgeordneter Frank Puchtler, Kreisbeigeordneter Helmut Klöckner, Verbandsgemeinde-Bürgermeister Franz Klöckner, Sportkreisvorsitzender Jürgen Gemmer) und Sportverbandsvertretern (Präsident des Turnverbandes Mittelrhein, Michael Mahlert, Präsident des Leichtathletikverbandes Rheinland, Klaus Lotz, Vizepräsident des Sportbundes Rheinland, Rolf Müller, Karl-Heinz Jacob vom Hessischen Handballverband), die in souveräner Manier durch die beiden TuS-Vorstandsmitglieder Achim Wagner und Alois Friedrich moderiert wurden, diskutierte man über das Thema „Zukunft der Vereine“. Sowohl für die Politik als auch für den Sport bestehen die Hauptaufgaben der Zukunft darin, die Jugend zu motivieren und zu begeistern, Kooperationen anzustreben, die Übungsleiterqualifikation zu forcieren und die vermehrte Kommunikation zwischen Vereinen, Verwaltungen, Verbänden und den Kommunen voranzutreiben.

 

Ehrungen

 

Ein in weiterer Höhepunkt des Abends waren verschiedene Ehrungen. Bernd Menche, der Vorsitzende des Turngaus Rhein-Lahn, verlieh Janine Meuer, Mirjam Pfeiffer und Gabi Felten die Ehrennadel in Silber des Turngaus. Karl Heinz Jacob, der Bezirksvorsitzende Wiesbaden/Frankfurt im Hessischen Handballverband, hatte einige Nadeln mehr im Gepäck. Er zeichnete Martin Fischer, Tino Meuer, Christian Weiner und Christian Bittkau mit der Aktivennadel in Bronze aus.

Die Aktivennadel in Silber tragen seit Freitagabend Gunter Ohl, Heiko Ohl, Stefan Wolfgram, Stephan Hien und Walter Meuer an der Brust. Schließlich überraschte Conrad den TuS-Vorsitzenden Ulrich Ditmar, Peter Schneider und Axel Siebert mit der Ehrennadel des Verbandes in Bronze.

(Rolf-Peter Kahl)
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