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Kontakt zur Natur: Jugendpflege geht neue Wege

Mit einem „wilden Jugendhaus“ will die Verbandsgemeinde Hahnstätten junge Menschen in direkten Kontakt zur Natur bringen. Die Pläne sind jetzt vorgestellt worden.
Ein wildes Jugendhaus soll auf dem Hahnstätter Heideberg, in der Nähe des Sportgeländes, entstehen. Foto: Rolf Kahl Ein wildes Jugendhaus soll auf dem Hahnstätter Heideberg, in der Nähe des Sportgeländes, entstehen.
Hahnstätten. 

Der Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Hahnstätten, Alexander Ditz, war in den zurückliegenden Monaten häufig unzufrieden. Hatte er doch feststellen müssen, dass die Jugendpflege keine Jugendlichen mehr erreichte. „Meine Versuche, Programme wie bisher zu gestalten und anzubieten, schlugen fehl. Ich erzielte damit nur sehr wenig Resonanz“, berichtet Ditz.

Der Jugendpfleger resignierte jedoch nicht, sondern startete einen Versuch: Eine von ihm organisierte „Waldläufer-Ausbildung“ stieß auf derart großes Interesse, dass er sogar Absagen erteilen musste. Auch nach Abschluss seines Projekts im Bereich „Leben und Überleben“ in der Natur erhielt er jede Menge Anfragen – sogar von Erwachsenen.

Nach der Erkenntnis, dass hier „eine Menge Potenzial liegt“, reifte bei Ditz die Idee, in der Natur ein „wildes Jugendhaus“ entstehen zu lassen. Ein Ort also, wo die verschiedensten erlebnispädagogischen Angebote für Kinder, Jugendliche, aber auch für Erwachsene der Verbandsgemeinde stattfinden sollen. Als Standort für das „wilde Jugendhaus“ favorisierte Ditz die kleine Wiese oberhalb des Sportgeländes am Hahnstätter Heideberg, direkt neben dem Sportplatz.

Mittelpunkt dieses „Jugendhauses“ soll ein hochwertiges Tipi werden, dass wegen seiner Winterfestigkeit während des ganzen Jahres Angebote des Jugendpflegers zulässt – unabhängig vom Wetter. Geplant sind unter anderem Survival-Workshops für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, Lagerfeuerrunden für die Gemeinde, Familientage, offene Treffs für Kinder und Jugendliche, Kids-Treffs, erlebnispädagogische Tage für Schulen oder Veranstaltungen für Vereine. Ditz möchte mit diesem Projekt den Menschen wieder einen Zugang zur Natur und damit eine Brücke zu unseren Ursprüngen schaffen.

4500 Euro Kosten

Doch die Umsetzung des Projektes wird einiges kosten: Die Schätzungen lauten auf rund 4500 Euro. Deshalb stellte der engagierte Jugendpfleger sein Vorhaben in der jüngsten Sitzung des Hahnstätter Verbandsgemeinderates vor. „In Zeiten der medialen Überforderung und Vereinsamung möchte ich das Interesse an der Natur neu wecken und somit auch ein Fundament für nachhaltiges Lernen vermitteln“, sagte Ditz. Ziel seien die Selbstfindung und -stärkung sowie die Entwicklung der Fähigkeit, „außergewöhnliche Anforderungen und schwierige Situationen ohne negative Folgen für die psychische Gesundheit“ zu bewältigen. Bei den ermittelten Kosten zeigt sich der Jugendpfleger zuversichtlich, dass die Verbandsgemeinde nicht die komplette Summe zu tragen hat, sondern „sicherlich aus verschiedenen Bereichen Zuschüsse erwartet werden dürfen“.

Nachdem einige Ratsmitglieder den Wunsch geäußert hatten, bei den zukünftigen Programmen und Angeboten auch infrastrukturelle Angebote in den Ortsgemeinden (Bolzplätze, Spielplätze etc.) mit einzubeziehen und Veranstaltungen nicht nur auf dem Heideberg stattfinden zu lassen, wurde ein Beschlussvorschlag formuliert und einstimmig beschlossen.

(ckb)

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