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Zing-Reporter: Kamille, Fenchel, Waldmeister

Die ZING-Reporter der Klasse 4c von der Pestalozzischule in Diez verbrachten einen Vormittag im Städtischen Kräutergarten und erfuhren, dass die Kräuter Beschwerden lindern können – aber nur, wenn sie richtig angewendet werden.
Die Heilpflanzen im Kräutergarten wirken gegen viele Krankheiten und Beschwerden. Bilder > Die Heilpflanzen im Kräutergarten wirken gegen viele Krankheiten und Beschwerden.
Limburg. 

Herbstliche Stimmung herrscht im Kräutergarten Limburg-Blumenrod. Ein Besuch lohnt sich trotzdem. Stadtgärtnerin Christiane Henrich berichtet in ihren Führungen über längst vergessene Kräfte von Pflanzen. Den Kräutergarten gibt es seit 2003. Er entstand im Rahmen des Projektes „Unsere Stadt soll schöner werden“. Im Kräutergarten findet man in 16 Beeten 180 bis 200 Kräuter, die heilen. Die Beete sind nach Krankheiten geordnet. Man findet Heilkräuter gegen Erkältungen, Bauchschmerzen, Blasen- und Nierenkrankheiten und Haut- und Knochenbeschwerden.

Giftig oder gesund?

In einem Beet wachsen giftige Kräuter, wie zum Beispiel Waldmeister. Wenn man zu viel davon zu sich nimmt, kann starke Übelkeit auftreten. Ebenfalls Efeu ist giftig für Menschen, aber auch für Tiere. Der älteste Baum ist der Ginko. Er ist in China heilig und auch im Limburger Kräutergarten zu finden. Seine Blätter sollen Glück bringen.

Auf den Touren durch den Kräutergarten werden alle Sinne geweckt. Salbei und Pfefferminze duften durch ihre ätherischen Öle besonders intensiv. Diese entfalten ihre heilende Wirkung innerhalb von sechs bis zwölf Stunden. So lindert Salbei beispielsweise Halsschmerzen, während Pfefferminze gegen Kopfscherzen hilft.

Anfassen erlaubt!

Einige Kräuter, wie die Königskerze, haben sehr weiche Blätter. Das Anfassen der Pflanzen ist im Kräutergarten ausdrücklich erlaubt. Gegen das Hautbrennen, das von Brennnesseln verursacht wird, hilft Spitzwegerich. Dazu zermahlt man ihn in den Händen und reibt ihn auf die betroffene Hautstelle, auch das kann vor Ort ausprobiert werden. Dort wirken dann innerhalb von wenigen Sekunden seine Gerbstoffe, die mit der Zeit eine bräunliche Färbung hinterlassen.

Schnelle Wirkung

Bitterstoffe dagegen, wie im Baldrian, der eine beruhigende Wirkung hat, benötigen mehrere Tage oder sogar Wochen, um Beschwerden zu lindern. Einige der Kräuter dürfen auch gekostet werden. Sanddorn ist nicht jedermanns Sache. Er schmeckt ölig und bitter, enthält aber viel Vitamin C und stärkt damit das Immunsystem. Christiane Henrich und ihre Kollegen arbeiten mehrere Stunden pro Woche im Kräutergarten, vor allem im Sommer. Dann müssen sie gießen, zurückschneiden, ausmachen und ernten. So behält der Kräutergarten seine einladende Atmosphäre.

Die ZING-Reporter der Klasse 4c von der Pestalozzischule in Diez: Kevin, Lea, Hena, Anne, Nicolas, Finn, Olivia, Aurela, Neo, Lina, David H., Mika H., Patrycja, Julian, Jule, David M., Mika P., Lisa-Marie, Connor, Lilly, Artjom, Sean, Joshua

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