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Jägervereinigung: Liebestolle Rehe werden unvorsichtig – Autofahrer sollten vorsichtig sein

Mitte Juli bis etwa Mitte August sind die Rehe in Liebesstimmung. Und während der Brunftzeit sollten Autofahrer besonders aufmerksam sein. Darauf weist die Jägervereinigung Oberlahn-Weilburg hin. Vor allem auf den Bundesstraßen und einigen Landesstraßen müsse verstärkt mit Wildwechsel gerechnet werden.
In der Brunftzeit hält es viele Rehe tagsüber nicht im Feld oder im Wald. Autofahrer müssen verstärkt mit unvermittelten Begegnungen auf der Straße rechnen. In der Brunftzeit hält es viele Rehe tagsüber nicht im Feld oder im Wald. Autofahrer müssen verstärkt mit unvermittelten Begegnungen auf der Straße rechnen.
Oberlahn. 

Rund 900 Wildunfälle seien im Landkreis Limburg-Weilburg im vergangenen Jahr gemeldet worden, sagt Kurt Zimmerscheid, Zweiter Pressewart der Jägervereinigung Oberlahn-Weilburg. Deutlich mehr als die Hälfte, nämlich 550, hätten sich im alten Oberlahn-Kreis ereignet. Und in den allermeisten Fällen sei Rehwild beteiligt gewesen.

Die Wahrscheinlichkeit, auf der Straße unvermittelt ein Reh vor der Stoßstange zu haben, ist derzeit besonders hoch. Es ist Brunftzeit und die Rehböcke jagen den Ricken hinterher – und das, anders als während des Rest des Jahres auch am helllichten Tag, betont Zimmerscheid. Grundsätzlich seien die Tiere aber in der Dämmerung unterwegs. Besonders betroffen seien die Bundesstraßen 456 von Weilburg nach Usingen, die Bundesstraße 49 von Limburg nach Wetzlar und die Landesstraße 3020 zwischen Weilburg und Runkel. „Besondere Vorsicht ist geboten, wenn auf der einen Straßenseite Wald und auf der anderen freies Feld ist“, sagt der Jagdfachmann.

Und wenn es trotz aller Vorsicht doch gekracht hat? Dann sollte auf jeden Fall der in dem Gebiet zuständige Jagdpächter informiert werden, sagt Zimmerscheid. Wer den nicht kenne, könne das örtliche Forstamt oder die Polizei anrufen. „Die haben Listen und können dann den richtigen Menschen informieren.“ Dieser offizielle Weg sei einerseits wichtig, um alle Informationen für die eigene Versicherung zu bekommen, aber auch aus Tierschutzgründen. Viele verletzte Tiere schleppten sich noch in die nächste Deckung und verendeten dort qualvoll. Jedes Revier müsse mindestens einen Hund haben, der auf die sogenannte Nachsuche spezialisiert sei. „Die Hunde sind so gut geschult, die finden ein verletztes Tier über einen Kilometer.“

Ob so ein Schnüffel-Spezialist hinzugezogen wird, entscheiden die Jagdpächter vor Ort anhand der Unfallspuren, sagt Zimmerscheid. Er selber hat bisher nur einen Hasen totgefahren. Er habe sicher auch Glück gehabt und profitiere davon, dass er als Jäger mit seinem geschulten Auge Tiere im Unterholz oder am Straßenrand früher sehe als andere Menschen. Grundsätzlich führten die besser ausgebauten Straßen und schnelleren Autos zu mehr Wildunfällen.

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