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Leichtbauhalle: "Oase" ist fit für den Winter

Nach über einer Woche Bauzeit steht die Staffeler "Oase" wieder Flüchtlingen und Besuchern offen. Das bisherige Feuerwehrzelt wurde durch eine winterfeste Leichtbauhalle ersetzt.
Spielen geht wieder in der wiedererrichten „Oase“ der Stadt. Foto: Johannes Koenig Spielen geht wieder in der wiedererrichten „Oase“ der Stadt.
Limburg-Staffel. 

Spielen und Lernen ist in der gestern wieder eröffneten „Oase“ am Staffeler Flüchtlingscamp angesagt. Zwar wurde noch eifrig an den Zwischenwänden gearbeitet, die die 320 Quadratmeter große Leichtbauhalle in einen Lern- und Spielbereich sowie in eine Kaffee-Ecke unterteilt, das hinderte die Camp-Bewohner aber nicht daran, die Oase eifrig zu nutzen.

Immer wieder flogen große und kleine Bälle durch die Halle, dicht gefolgt von den kleinen Fußballern oder den größeren Ping-Pong-Spielern. Weder an den aufgestellten Kaffeetischen noch im abgetrennten Lernbereich sorgte der Trubel für Irritationen. Gespräche und Unterricht gingen einfach weiter. Über eine Woche lang hatte die Einrichtung Bewohnern, Freiwilligen und Besuchern nicht zur Verfügung gestanden. Eine Zeit, die gebraucht wurde, um das bisher von der Feuerwehr gestellte Zelt durch die winterfeste Halle zu ersetzen.

„Wir haben jetzt einen festen isolierten Boden und eine Gas- anstatt einer Ölheizung, außerdem ist der Innenraum jetzt heller und freundlicher“, hob Michael Nied einige der Verbesserungen hervor. Der gelernte Tanzlehrer startete in der „Oase“ im August als ehrenamtlicher Mitarbeiter und ist dort inzwischen als Honorarkraft der Caritas aktiv. „Bis zu 50 Freiwillige sind rund um die Oase und das Camp aktiv“, schätzte er. Dazu zählten auch die Ehrenamtlichen, die in Offheim mit dem Sortieren der Kleider beschäftigt sind.

Sichtlich zufrieden mit der neuen Umgebung ist auch Sigfrid Bochmann von der Limburger Ehrenamtsagentur (Lea). „Schauen Sie“, sagt er und zeigt auf die an den Wänden angebrachten Kompressoren und Schläuche: „Das Dach besteht aus zwei Schichten, dazwischen pumpen die Kompressoren Luft zur besseren Isolierung der Halle.“ Eine Ausstattung, die ihren Preis hat. Wie hoch die Miete ist, die die Stadt monatlich zahlt, wollte keiner der anwesenden Verwaltungsmitarbeiter verraten. „Es ist ein hoher vierstelliger Betrag“, deutete aber Bochmann an.

Die Flüchtlinge jedenfalls scheinen die Qualität zu schätzen. Insbesondere auch deshalb, weil das Camp bisher offenbar noch nicht winterfest ist. Bis zum 21. Dezember soll es spätestens so weit sein, hatte Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich vor wenigen Wochen bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in Staffel zugesagt. In der Zwischenzeit setzt aber das stürmische Wetter den Zeltkonstruktionen zu. „Wir haben Angst. Die Kinder können nachts nicht schlafen“, erklärte einer der anwesenden Männer aus dem Camp auf Englisch. „Bei diesem Wetter bewegen sich auch normale Häuser“, beruhigt die Pressesprecherin der Stadt, Alexandra Hesse.

(koe)
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