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CDU Hinhaltetaktik vorgeworfen: Pächterin Irmgard Albert kündigt Campingplatz

Irmgard Albert, die Pächterin des Limburger Campingplatzes, wird überraschend kündigen. Das hat sie gegenüber Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) angekündigt. Eigentlich wollte sie den Vertrag verlängern. Im Gespräch mit der NNP macht sich vor allem eine Partei für ihre Kündigung verantwortlich – die CDU.
Erst vor drei Wochen hatte die bisherige Campingplatz-Pächterin Imgard Albert (links) den Haupt- und Finanzausschuss über den Platz an der Lahn geführt. Foto: Robin Klöppel Erst vor drei Wochen hatte die bisherige Campingplatz-Pächterin Imgard Albert (links) den Haupt- und Finanzausschuss über den Platz an der Lahn geführt.
Limburg. 

Sollte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Dr. Christopher Dietz, mit seiner Familie Campingurlaub machen wollen, sollte er den Limburger Campingplatz meiden. Pächterin Irmgard Albert würde ihm derzeit keinen Stellplatz zuweisen. Die Frau ist ziemlich sauer auf ihn.

Dietz spielt in der Diskussion über die Verlängerung des Pachtvertrags offenbar eine mindestens ebenso wichtige Rolle wie Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD).

So war es zum Beispiel nach ihren Angaben Dietz, der ihr nach einer Ausschusssitzung in einer E-Mail lapidar mitteilte, der von der Stadt Limburg angedachte Vertrag mit einer Laufzeit von 40 Jahren solle erst einmal nur um ein Jahr verlängert werden. Sie solle doch bitte einen „Businessplan“ erstellen. Für Irmgard Albert, ihre 36-jährige Tochter und deren Lebensgefährten ist das eine Hinhaltetaktik. Mutter Albert vermutet, im Hintergrund gebe es einen weiteren Mitbewerber – und aus irgendeinem Grund scheine die CDU diesen Mitbewerber zu bevorzugen. Deshalb will sie nicht weitermachen. Die schriftliche Kündigung soll auf dem Weg ins Rathaus sein. Nach ihren Angaben kann sie bis zum 30. Juni kündigen, ihr Pachtvertrag würde dann zum 31. Dezember auslaufen.

Eigentlich war alles geklärt: Eine Verlängerung des Vertrags um 40 Jahre mit der Verpflichtung, für eine Rundum-Sanierung (neue Duschen und WCs, eine neue Stromversorgung, neue Wasserleitungen, neue Beleuchtung) in Höhe von 1,2 Millionen Euro zu sorgen. Sie sei bereit gewesen, eine jährliche Pacht von 10 000 Euro zu zahlen, sagte sie gestern der NNP. Die Stadt habe 18 000 Euro verlangt, worauf sie sich auch einlassen wollte. Doch dann kam die Mail von Dietz.

„Ich bedauere diese Entwicklung und hätte mir die Fortführung des Campingplatzes unter der Leitung von Mutter und Tochter Albert gut vorstellen können“, sagte gestern Bürgermeister Hahn. Er hatte im Magistrat ein klares Votum für einen neuen Vertrag mit anderen Rahmenbedingungen erhalten, allerdings wollte der Haupt- und Finanzausschuss nachverhandeln.

Hahn will nun das Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden suchen. Es dürfte ein längeres Gespräch mit Dietz geben. dick

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