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Pendler bleiben ICE treu

Im Herbst vergangenen Jahres ist das Parkhaus am ICE-Bahnhof eröffnet worden, damit endete dort die Zeit des kostenfreien Parkens. Die Zahl der Fahrgäste ist dadurch nicht zurückgegangen.
Das Archivbild zeigt einen ICE mit dem Bahnhof Limburg Süd im Hintergrund. Das Archivbild zeigt einen ICE mit dem Bahnhof Limburg Süd im Hintergrund.
Limburg. 

Durchschnittlich 2625 Ein- und Aussteiger an einem Arbeitstag und damit eine Steigerung von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr – die Ergebnisse der Fahrgastzählung im April dieses Jahres sind für Bürgermeister Martin Richard und den Ersten Stadtrat Michael Stanke (beide CDU) ein positives Signal für den ICE-Bahnhof Limburg Süd. Die im April ermittelten Zahlen nähern sich den bisherigen Spitzenwerten aus den Jahren 2008 mit 2758 Ein- und Aussteigern und 2009 mit 2694 Fahrgästen.

Mit großem Abstand stiegen die meisten Fahrgäste (durchschnittlich etwa 1000) in die Züge ein, die in Richtung Frankfurt Limburg Süd verließen. Nach Köln stiegen in der exemplarisch erhobenen Woche über 300 Menschen pro Tag in Limburg-Süd zu.

"Die guten Zahlen der Fahrgastzählung beweisen, dass der ICE-Bahnhof Limburg Süd eine etablierte und wichtige Alternative für die Pendler der Umgebung sowohl in Richtung Frankfurt als auch in Richtung Köln geworden ist. Durch das zusätzliche Angebot von Zügen nach Brüssel oder München profitieren aber auch Geschäfts- und Fernreisende", bewertet Bürgermeister Martin Richard die Ergebnisse.

Verbesserungen geplant

Auch im Hinblick auf die Diskussion um das neue Pendlerparkhaus und die daraus resultierende Debatte über das neue Parkkonzept lasse die neue Zählung Schlussfolgerungen zu. So sei der von manchen erwartete Fahrgastrückgang nicht eingetreten. Wer einen Monat seinen Wagen im Parkhaus abstellt, zahlt 20 Euro, die Parkberechtigung für ein Jahr kostet 200 Euro. Zuvor war das Parken kostenfrei.

Gerade Berufspendler haben insbesondere durch das Parkhaus einen bahnhofsnahen und sicheren Parkplatz, so der Erste Stadtrat Michael Stanke. Er kündigte an, weitere Verbesserungen in nächster Zeit zu schaffen. So werde das Parkhaus direkt an Gleis 1 angeschlossen, von dem die Züge in Richtung Frankfurt starten. Das ermögliche der übergroßen Zahl der Nutzer am Morgen einen kürzeren Laufweg zum ICE.

Darüber hinaus werde die Stadt versuchen, für Geschäftsreisende und Fernpendler und ihre Autos Verbesserungen zu finden. Gerade hier gelte es, bei der Deutschen Bahn noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Das neue Parkhaus, dessen Bau mit Finanzmitteln aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz ganz erheblich unterstützt wurde, steht derzeit ausschließlich Berufspendlern zur Verfügung. Und auf den umliegenden Straßen ist ohnehin nur eine maximale Parkdauer von zwei Stunden erlaubt – also nichts für Geschäftsreisende, die zwei oder drei Tage unterwegs sind und für diese Zeit einen Parkplatz benötigen.

In dem ICE-Pendlerparkhaus stehen knapp 600 Plätze für Autos zur Verfügung. Zudem betreibt die Deutsche Bahn einen Parkplatz mit 300 Plätzen, der auch von der Stadt Limburg bezahlt wurde. Die Stadt hat insgesamt über 1000 Parkplätze für die Kunden der Deutschen Bahn gebaut.

Im benachbarten Montabaur werden übrigens keine Fahrgäste mehr gezählt. Der Bestand des Bahnhofs ist gesichert, es besteht keine Notwendigkeit für weitere Zählungen, heißt es dazu aus dem Kreishaus.

Deutliche Mängel

An manchen Stellen im Bahnhof blättert schon mächtig der Lack ab, die Wagenstandsanzeige ist derzeit mit einem Trassierband verziert und die große Treppe zeigt schon unübersehbare Rostspuren. Für Jürgen Lerch, Vorsitzender des Regionalverbandes Mittelhessen von Pro Bahn&Bus, macht es ohnehin kaum noch einen Sinn, irgendwelche Vorschläge für eine Steigerung der Attraktivität am ICE-Bahnhof zu machen. Nichts von dem, was schon mehrfach angeregt wurde, sei auch nur ansatzweise umgesetzt worden: Die Stadtlinie binde den Bahnhof nicht an, sondern wende ein paar Hundert Meter vorher am Hammerberg. Es gebe keinen beleuchteten Fußweg – weder aus der Stadt noch aus Eschhofen oder Lindenholzhausen. Und der Bahnhof selbst biete – mit seinem ungenutzten Obergeschoss – keinen positiven Eindruck. Der einzige Fahrausweisautomat sei zudem Wind und Wetter ausgesetzt, die in der Halle vorhandenen Automaten wurden abgebaut. jl

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