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Erster Weltkrieg: Sammelbildchen vom Krieg

Keine Fußball-Weltmeisterschaft ohne Sammelbildchen. Doch diese Sammelbildchen haben schon eine lange Geschichte, sind gar nicht so neu.
Im Schützengraben heißt das Motiv, das nichts vor der Tragik im Krieg erahnen lässt. Bilder > Im Schützengraben heißt das Motiv, das nichts vor der Tragik im Krieg erahnen lässt.
Brechen-Werschau. 

Etwa seit dem Jahr 1910 ist ein Wechsel zu beobachten. Die hochwertigen Sammelbildchen der Schokoladenhersteller werden ersetzt durch Sammelbildchen der Zigarettenindustrie, die kleiner sind und auch in ihrer Qualität nicht an die Vorgänger und Vorbilder heranreichen. Die „Zigarettenbildchen“ widmen sich oft einem bestimmten Thema. Einen Band „Der Weltkrieg“ gibt es auch. Er ist in den 1930er-Jahren aufgelegt worden, besteht aus 74 Seiten und hat Platz für 270 Sammelbildchen – und ist Propaganda der Nazis.

Kurt Fortenbach aus Werschau hat so einen Band und ihn der NNP zur Verfügung gestellt. Es ist nichts, was in der Familie weitergeben wurde. Die Sammlung der Bilder hat er von Arbeitskollegen überlassen bekommen, das war vor etwa 14 Jahren.

Der Ton, die Diktion des Sammelbandes erliest sich in der Aufzählung der Ursachen für den Weltkrieg: Das Revanchebedürfnis von Frankreich wegen des verlorenen Kriegs 1870/71 und des Verlusts von Elsass-Lothringen; die Sorge Englands um seine führende Stellung im Welthandel und auf See sowie dem russischen Panslwawismus.

Der Krieg wird erzählt und dargestellt in vielen bunten Bildern. Helden sind es, die dort kämpfen. Bilder von Toten oder verstümmelten, verletzten Soldaten finden sich nicht. Dafür aber Kapitel wie „Neue Ausbildung und neue Waffen“. Aufgeteilt ist der Sammelband in die verschiedenen Kriegsjahre, hinzu kommen noch Darstellungen unter den Stichworten: „Hinter der Front“, „In der Heimat“, Politik und Persönlichkeiten.

 

Mit Moos bewachsene Steine erinnern auf dem Friedhof an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Erster Weltkrieg Die ersten Gefallenen

Krieg ist kein Geländespiel – das mussten auch die Limburger schon nach wenigen Kriegstagen im August 1914 schmerzlich erfahren. Die ersten Gefallenen waren zu beklagen.

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Und natürlich wird in dem ausführlichen Textteil auch darauf verwiesen, dass das „todmüde und furchtbar gelichtete Heer in fester Haltung von Abschnitt zu Abschnitt .... zurückgeht“, gleichzeitig aber in der Heimat die Zersetzung fortschreitet, die revolutionäre Bewegung sich ausbreitet. jl

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