Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Gemeinderat sucht Alternativen: Sanierung ja, aber kein Fahrstuhl

Ein schmuckes Bauwerk stellt das Rathaus von Holzappel dar. Foto: Westerweg Ein schmuckes Bauwerk stellt das Rathaus von Holzappel dar.
Holzappel. 

Nutzung in keinem tragbaren Verhältnis zu den Kosten: Weil ein Anbau mit Fahrstuhl am Rathaus in Holzappel nicht bezuschusst würde, muss der Gemeinderat nun nach Alternativen suchen. Denkbar, so Ortsbürgermeister Harald Nöllge im Gespräch mit der NNP, wären ein Treppenlift mit Sitz innen oder eine Hebebühne außen – doch wohl nur im zweiten Fall dürften die Voraussetzungen für die erforderliche Barrierefreiheit gegeben sein.

Nach Gesprächen mit Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) sowie Baubehörde hatte sich bei einem Ortstermin die rund 70 000 Euro teure Variante eines Fahrstuhls, der direkt zum Sitzungssaal im Obergeschoss führen würde, erledigt.

„Keine Förderung“, musste sich der Gemeinderat von der Idee verabschieden, Sitzungssaal, Bürgermeister- und Bürgerbüro per Außenlift erreichen zu können. Bei Sanierungskosten von rund 170 000 Euro aufkommende Ideen, über einen „Tausch der Stockwerke“ den Aufwand zu reduzieren, helfen nicht wirklich weiter.

Das Museum oben unterzubringen und den auch als Wahllokal genutzten Sitzungssaal ins Erdgeschoss zu verlegen, würde barrierefreie Personenbeförderung nicht überflüssig machen. Allerdings könnten durch die abgespeckte Version Kosten von 30 000 bis 40 000 Euro eingespart werden.

Saniert werden muss das Rathaus in Holzappel auf jeden Fall. Nachtspeicheröfen mit enormen Energiekosten und fehlende Dämmung machen Um- und Nachrüstungen unausweichlich. Zusammen mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sollen Kollektoren-Heizkörper eingebaut werden, außerdem ist die Dämmung der Geschossdecke zum Speicher eingeplant, verweist Nöllge auf einen Beschluss des Gemeinderates.

Anders als zunächst vorgesehen, soll eine behindertengerechte Toilette nun doch im Obergeschoss angelegt werden. Der Ortsbürgermeister erhofft Zuschüsse von bis zu 60 Prozent.

(hbw)
Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse