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Beim Tuner-Treffen bleiben die Besucher weg: Schlechtes Wetter und acht Euro Eintritt: „CarSamstag“ im Regen

Beim Tuner-Treffen, dem „CarSamstag“, war deutlich weniger los als im Vorjahr. Diesmal kamen nur etwa 400 Tuner ins Limburger ICE-Gebiet. Entsprechend entspannt war dort die Verkehrssituation. Trotz des schlechten Wetters und der überschaubaren Teilnehmerzahl soll es aber auch im nächsten Jahr wieder einen „CarSamstag“ geben.
Rund 400 Tuner und Autobegeisterte sind am „CarSamstag“ ins ICE-Gebiet gekommen. Foto: Johannes Koenig Rund 400 Tuner und Autobegeisterte sind am „CarSamstag“ ins ICE-Gebiet gekommen.
Limburg. 

Nicht direkt ins Wasser gefallen, aber doch ordentlich nass geworden sind die Teilnehmer des „CarSamstags“ im Limburger ICE-Gebiet. Das Tuner-Treffen lockte bei kalt-nassem Aprilwetter diesmal deutlich weniger Besucher an als in den Vorjahren. Wegen des Wetters entschlossen sich die Organisatoren dann auch, die Veranstaltung bereits um 16 Uhr, anstatt wie ursprünglich geplant um 19 Uhr ausklingen zu lassen.

Rund 100 getunte Fahrzeuge und knapp 400 Besucher zählte die Limburger Polizei. Sie registrierte außerdem 743 Geschwindigkeitsverstöße auf den Zufahrtsstraßen (davon 40 mit Fahrverbot) – eine Zahl die wegen des verkaufsoffenen Samstags nicht alleine aufs Konto der Tuning-Fans geht. „Die Veranstaltung verlief ruhig, und es kam zu keinen Verkehrsbehinderungen“, zog am Tag danach Polizeihauptkommissarin Simone Sieger Bilanz.

Bremsspuren vom Vortag

Zufrieden, trotz des schlechten Wetters, war auch der Görgeshauser Mitveranstalter Christian Schmidtke: „Auf Facebook hatten zwar 2500 Neugierige vorab ihr Interesse angemeldet. Aber mit den 300 ausgewiesenen Plätzen sind wir diesmal ganz gut gefahren.“ Neben dem Wetter schreckte vielleicht auch das erstmals erhobene Eintrittsgeld in Höhe von acht Euro den einen oder anderen ab. „Die Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Limburger Ordnungsamt verlief jedenfalls ganz entspannt und die Bremsspuren hier auf dem Gelände sind auch nicht von uns, sondern vom Vortag“, gab der Veranstalter zu Protokoll.

Bilderstrecke "CarSamstag": Tuning-Fans treffen sich in Limburg
Sehen und gesehen werden: Zum "CarSamstag" im Limburger ICE-Gebiet trafen sich wieder, trotz des schechten Wetters, zahlreiche Tuning-Enthusiasten. Wir haben die Fotos!Sehen und gesehen werden: Zum "CarSamstag" im Limburger ICE-Gebiet trafen sich wieder, trotz des schechten Wetters, zahlreiche Tuning-Enthusiasten. Wir haben die Fotos!Sehen und gesehen werden: Zum "CarSamstag" im Limburger ICE-Gebiet trafen sich wieder, trotz des schechten Wetters, zahlreiche Tuning-Enthusiasten. Wir haben die Fotos!

Bereits im Vorfeld hatte das Organisationsteam auf seiner Facebookseite unter anderem folgende Benimm-Regeln veröffentlicht: Keine „Burnouts“, also kein auf der Stelle stehen und die Reifen durchdrehen lassen, keine „Drifts“, also Rutschen trotz angezogener Bremse, kein Motoraufheulen im Übermaß, Schritttempo auf dem Veranstaltungsgelände, Musik nur in angebrachter Lautstärke sowie ein Grillverbot und die Entsorgung des Mülls in den dafür vorgesehenen Behältern. Vorschriften, an die sich viele hielten. Aber nicht alle: Von den 47 Kraftfahrzeugen, die die Polizei kontrollierte, bekamen 17 Halter Platzverweise, sechs Strafanzeigen und neun ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit. Kamen die Fans schöner Autos trotzdem auf ihre Kosten? Wenn es nach Chris Kuhl (22) aus Friedberg geht, auf jeden Fall: Als Mitglieder der Tuner-Gruppe „Grouptherapy“ haben er und seine Mitstreiter sich exklusiven Fahrzeugen verschrieben. „99 Unikate gehören zu unserer Gruppe, zu der auch Mitglieder aus Belgien, Österreich und der Schweiz zählen“, sagt Kuhl. Frei nach dem Motto „Hauptsache, der ist schön“ hat er seinen Golf 5 GTI in zahllosen Stunden penibler Kleinarbeit ganz seinem Geschmack angepasst: Das VW-Zeichen auf der Motorhaube etwa, das seiner Meinung nach „wie eine dicke Nase“ aussieht, hat er abmontiert und die Mulde verspachtelt. Und das klassische Nummernschild hat er durch ein magnetisches Kennzeichen ersetzt, das er bei Ausstellungen abnehmen kann.

Rasen unmöglich

Ungehindertes Schwelgen im Geschwindigkeitsrausch sei mit dem tiefergelegten Auto aber eher nicht angesagt: „Bei jedem Schlagloch glaubt man, dass die Antriebswelle gleich durchs Armaturenbrett fliegt. Stattdessen gilt: Sehen und gesehen werden“, wehrt sich Kuhl gegen das Raser-Klischee, das der Tuner-Szene oft anhängt. Ist er nun mit seinem Golf GTI zufrieden und das Ende des Tunings absehbar? „Nein, auf keinen Fall. Wenn man mal sagt, dass Auto ist fertig, kann man’s auch gleich verkaufen.“

Garantiert unverkäuflich ist der rote BMW E 30 von Björn Muth (36). Seit elf Jahren schon unterzieht der Niersteiner das ehemalige Serienauto einer Umbaumaßnahme nach der anderen. Die Worte „basteln“ oder „schrauben“ möchte er in dem Zusammenhang daher ausdrücklich nicht hören: „Das ist die Königsklasse: Das sind alles hochwertige, ins Detail durchgeplante Aufrüstungen.“ So steht der BMW dann auch die meiste Zeit des Jahres brav in der Garage.

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