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Limburg-Weilburg übernimmt Vorreiterrolle in Hessen: Schnelles Internet für alle

Bis zum Jahr 2016 sollen die Haushalte im Landkreis flächendeckend über Internetverbindungen mit einer Leistung von 30 bis 50 Megabit pro Sekunde verfügen. Damit würde Limburg-Weilburg zu den ersten Landkreisen gehören, die wirklich eine flächendeckende Versorgung anbieten können.
Vertragsunterzeichnung im Kreishaus: (sitzend v.l.) Frank Bothe (Telekom), Kreisbeigeordneter Berthold Weikert, Landrat Manfred Michel und Ulrich Adams (Telekom). Stehend von links: Martin Rudersdorf (WfG), Bürgermeister Werner Schlenz und Klaus Bernhardt, Regionalberater Breitband. 	Foto: Lormann Vertragsunterzeichnung im Kreishaus: (sitzend v.l.) Frank Bothe (Telekom), Kreisbeigeordneter Berthold Weikert, Landrat Manfred Michel und Ulrich Adams (Telekom). Stehend von links: Martin Rudersdorf (WfG), Bürgermeister Werner Schlenz und Klaus Bernhardt, Regionalberater Breitband. Foto: Lormann
Limburg-Weilburg. 

Mit vier Unterschriften wurde gestern im Limburger Kreishaus der Grundstein für eine flächendeckende Versorgung der 19 Kommunen im Kreis mit dem „schnellen Internet“ besiegelt. Damit ist ein 36-Millionen-Euro-Projekt auf den Weg gebracht, das den Kreis Limburg-Weilburg nur zwei Millionen Euro und die 19 Gemeinden und Städte im Kreis zusammen rund 3,5 Millionen Euro kostet. Das Land Hessen gewährt einen Zuschuss in Höhe von 100 000 Euro. Den Rest der Kosten trägt die Telekom als ausführendes Unternehmen und Vertragspartner.

Im Sitzungssaal des Kreishauses waren die Bürgermeister aus dem Landkreis und die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen sowie Repräsentanten verschiedener Institutionen vertreten, um Zeuge eines Aktes für die zukunftsbedeutende technische Entwicklung allgemein zu sein. Landrat Manfred Michel (CDU) sprach von einem großen Tag für den Kreis und die Gemeinden. Die kommunale Familie habe funktioniert. Ein großer Verdienst habe der frühere Beselicher Bürgermeister Martin Rudersdorf von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG), der im Jahre 2013 für einen Strategiewechsel gesorgt habe.

 

Zusammenarbeit

 

Michel betonte, ihm sei es zu verdanken, keine GmbH oder Infrastrukturgesellschaft gegründet zu haben, sondern als Organisationsleiter das Projekt mit der Telekom nach den Kriterien der kommunalen Zusammenarbeit zu stemmen. Damit sei der Kreis Limburg-Weilburg bundesweit das einzige Vorzeige-Beispiel. Michel: „Die Zukunftsfähigkeit des Landkreises ist sichergestellt“.

Der Kreis habe zwar mit dem Projekt Breitbandnetz relativ spät begonnen, doch sehr schnell über die Überholspur andere Kommunen außen stehen lassen. Mit der Telekom habe der Kreis einen Kooperationspartner gefunden, der ein Referenzprojekt realisieren wolle, sagte Michel. Er sprach von „Meilensteinen bei der Ausschreibung, der Unterstützung durch das Land und der juristischen Beratung“.

Ulrich Adams, der Vorstandsbeauftragte der Telekom für den Breitbandausbau in Deutschland, gab gestern in Limburg weitere Einzelheiten für das Projekt bekannt. Noch seien im Kreisgebiet 216 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen. Rund 50 Prozent davon könnten in vorhandenen Leerrohren untergebracht werden, so dass nicht überall aufgegraben werden müsse. Insgesamt seien noch rund 24 Monate für den Ausbau vorgesehen. Die ersten Gemeinden seien schon vor Weihnachten am Netz, der Rest Mitte des Jahres 2016, wobei Limburg, Elz und Hünfelden im Ausbau schon weit fortgeschritten seien. Adams sprach von der „modernsten Technologie“, die ihre Verwendung finde. Die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis werde einen weiteren Schub erhalten.

 

Modellcharakter

 

Werner Schlenz (Brechen) lobte als Sprecher der heimischen Bürgermeister den Mut der Mandatsträger, in ihren Parlamenten mit zumeist einstimmiger Zustimmung, das Projekt mit auf den Weg zu bringen. Wichtig sei jetzt die zweite Phase des Breitbandausbaues, weil nun in den Kommunen praktische Probleme zu lösen seien. Schlenz bezeichnete den Vertrag Telekom mit dem Landkreis und den Kommunen als Modellcharakter, wie künftig bei anderen Vorhaben gemeinsamen marschiert werden könne. bl

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