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Schwarzstörche in Gefahr

Die Gemeinde Selters befürchtet durch künftige Windkraftanlagen negative Auswirkungen auf seltene Vogelarten und die Wildkatze. Das geht aus der Stellungnahme der Gemeinde ans Regierungspräsidium Darmstadt zu potenziellen Vorrangflächen für Windkraft im Gemeindegebiet hervor.
Die Gemeinde Selters befürchtet, dass Windkraftanlagen und neugierige Waldbesucher die Schwarzstörche vertreiben könnten. Die Gemeinde Selters befürchtet, dass Windkraftanlagen und neugierige Waldbesucher die Schwarzstörche vertreiben könnten.
Selters. 

Derzeit wird der Teilplan Erneuerbare Energien des Regionalplans Südhessen und des Regionalen Flächennutzungsplans für das Gebiet des Regionalverbandes Frankfurt/Rhein-Main aufgestellt. Selters ist in den Planungen von drei potenziellen Vorranggebieten betroffen.

Zusammen mit den geplanten Gebieten aus den mittelhessischen Planungen bilde sich, so Bürgermeister Bernd Hartmann (parteilos), ein Gesamtvorranggebiet von zirka elf Kilometern Länge und einer Fläche von 842 Hektar, die auch Bad Camberg, Weilrod und Weilmünster betreffe.

Selters sieht dabei eine Beeinträchtigung für Zugvögel, da dieses Gebiet eine zirka sieben Kilometer breite Barriere bilde. Sie sieht Beeinträchtigungen für Kranich sowie Schwarzstorch und Rotmilan und deren Brutvorkommen sowie die Wildkatzenpopulation.

Der Bürgermeister ärgert sich allerdings darüber, dass angeregt durch die Windkraft-Diskussion derzeit von vielen Personen versucht werde, die Schwarzstörche im Wald aufzustöbern. Hartmann bittet die Bürger, dies sofort zu unterlassen, da es sich um schreckhafte Tiere handle, die durch zuviel Neugierde aus dem Wald vertrieben werden könnten.

Zu den Anlagen merkte der Selterser Verwaltungschef an, die Ausweisung von Vorranggebieten für die Nutzung im Gemeindegebiet im Regionalplan müsse noch nicht bedeuten, dass dort auch wirklich Anlagen errichtet werden. „Die Entscheidung hierüber liegt allein bei dem Grundstückseigentümer“, sagte Hartmann.

Zum Antrag der SPD-Fraktion zur Beauftragung eines Artenschutzgutachtens erklärte der Bürgermeister, die Gemeinde müsse kein Gutachten erstellen lassen, da auf den sich im Gemeindegebiet befindlichen Grundstücken keine Windkraftanlagen errichtet werden sollten. Folglich werde der Antrag als erledigt angesehen. Sollte bei einem anderen Grundstückseigentümer Interesse bestehen, eine oder mehrere Anlagen zu errichten, müsse der künftige Betreiber der Windkraftanlage selbst entsprechende, gerichtsfeste Artenschutzgutachten erstellen lassen. rok

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