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Volkshochschule: Seit Jahren stabile Nachfrage

In etwa drei Wochen beginnen die Kurse des Frühjahrssemesters der Volkshochschule (VHS) Limburg-Weilburg. Das neue Programm umfasst mehr als 900 Kurse, die meisten davon in den Bereichen Gesundheit und Sprachen. Die Nachfrage nach VHS-Kursen sei seit Jahren konstant hoch, sagte Direktor Michael Schneider im Gespräch mit dieser Zeitung.
Sprachkurse für Flüchtlinge nehmen einen großen Raum im Programm der VHS Limburg-Weilburg ein. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Sprachkurse für Flüchtlinge nehmen einen großen Raum im Programm der VHS Limburg-Weilburg ein.
Limburg-Weilburg. 

Die VHS Limburg-Weilburg besteht aus der Hauptstelle in Limburg, auf die ungefähr die Hälfte der 910 Angebote des Frühjahrssemester 2018 fallen. Rund 35 Prozent übernehmen die insgesamt 18 Außenstellen – von Mengerskirchen bis Bad Camberg und Weilmünster. Die restlichen Angebote werden von der zweiten Hauptstelle in Weilburg verantwortet. Mit der Nachfrage nach den Angeboten ist Direktor Michael Schneider sehr zufrieden, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Das neue Semester der Volkshochschule Limburg-Weilburg

Das neue Semester der Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg beginnt am 5. Februar. Das Angebot weist neben den etablierten Standardangeboten zahlreiche Neuheiten auf.

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  Das Publikum

Die VHS ist nicht aus der Mode gekommen. „Die Teilnehmerzahl liegt in den vergangenen Jahren stabil zwischen 21 000 und 22000“, sagt Schneider. Die meisten Teilnehmer – rund zwei Drittel – sind weiblich, und das Publikum wird älter, „so wie auch die Gesellschaft älter wird“, sagt Schneider. Vor allem nach dem Eintritt in den Ruhestand gewinne die VHS an Bedeutung – entweder um sich einem unter Umständen neuen Thema zu widmen oder aber um sich konkreten Rat zu holen.

Eine Zielgruppe nimmt seit einigen Jahren einen immer größeren Raum in den Planungen der VHS ein: die Flüchtlinge. Gemeinsam mit anderen Anbietern hat die VHS die Organisation der Sprachkurse übernommen. Vor allem die Suche nach den Räumlichkeiten sei in der Vergangenheit eine Herausforderung gewesen, erinnert sich Schneider. Aktuell habe sich das Angebot in Limburg aber gut eingespielt, so dass lange Wartezeiten auf Deutschkurse der Vergangenheit angehören. Was die Abschlussprüfungen bei diesen Kursen angeht, sind die Flüchtlinge in der Limburger VHS erfolgreicher als der Durchschnitt. „Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat insgesamt eine Quote von 56 Prozent veröffentlicht. Für uns lag diese Zahl in den letzten Jahren etwas günstiger, nämlich bei 62 Prozent“, sagt Schneider.

Neben für alle offenen Kursen bietet die VHS auch einzelne Kurse an, die beispielsweise nur für Angehörige einer Firma zugänglich sind. Wenn der Bedarf bestehe, könnten solche Kurse organisiert werden, bestätigt Schneider. Voraussetzung sei, dass die VHS den richtigen Dozenten und die Räumlichkeiten zur Verfügung habe.

 

  Die Kurse

Die konkrete Planung für das Programm eines Semesters beginne unmittelbar nach dem Start des Vorsemesters, sagt Schneider. Aber eigentlich sei ein solches Programm ein ständig wachsendes Produkt. Alle Verantwortlichen, seien sie in den Haupt- oder in den Außenstellen, hätten jederzeit ein offenes Ohr für Strömungen oder neue Ideen. Innerhalb der VHS gebe es einen regen Austausch zu möglichen Angeboten. Zwar versuche man möglichst nur Kurse anzubieten, die tatsächlich eine Chance hätten, genügend Teilnehmer zu finden. Aber man sei durchaus auch bereit, ein Stück weit ins Risiko zu gehen. „Das ist auch unsere Aufgabe“, findet Schneider. Man wolle nicht nur Mainstream anbieten, sondern auch Nischen abdecken. Schließlich richte man sich an die ganze Gesellschaft.

Sich auf Bewährtem auszuruhen wäre ein schlechtes Konzept, sagt der VHS-Direktor. Man müsse auf eine sich verändernde Nachfrage reagieren. So seien EDV-Kurse heute deutlich weniger gefragt als noch vor wenigen Jahren. Da zeige sich, dass die Jugend heute ganz selbstverständlich mit dem Computer, dem Tablet und dem Smartphone aufwachse. Nachgefragt würden heute weniger Kurse, die das große Ganze erklärten, sondern eher Angebote, bei denen Einzelaspekte beleuchtet würden. Immer wichtiger würden heute Gesundheitskurse, die derzeit etwa die Hälfte der Angebote ausmachten.

 

  Die Finanzen

Die VHS trägt sich zu großen Teilen durch die Teilnahmegebühren. Die Zuschüsse von Land, Landkreis und Kommunen summieren sich auf etwa eine halbe Million Euro und damit auf etwa ein Fünftel der Kosten von derzeit 2,7 Millionen Euro im Jahr.

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