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Tiere leiden unter Schimmel: So trostlos steht es um das Tierheim

Von Dem Tierheim im Staffeler Wald geht es finanziell schlecht (die NNP berichtete). Zudem sind die Gebäude in einem maroden Zustand. Wie schlimm es ist, verrät ein Blick in die Räumlichkeiten.
Mit Planen an den Zwingerdächern versuchen die Mitarbeiter des Tierheims die Hunde trocken zu halten. Bilder > Foto: Quirein Nadja Mit Planen an den Zwingerdächern versuchen die Mitarbeiter des Tierheims die Hunde trocken zu halten.
Limburg-Weilburg. 

Die Ersparnisse sind beinahe aufgebraucht, dem Limburger Tierheim steht das Wasser bis zum Hals. Nicht nur bildlich gesprochen. „Überall läuft das Wasser in die Gebäude“, sagt der stellvertretende Tierheimleiter Christian Weimer. Auch in seinem Büro wird es ziemlich nass, wenn es draußen regnet. Ein Eimer fängt das Wasser auf. „Manchmal muss ich den Schreibtisch verrücken, damit es nicht so schlimm wird.“

Auch in den anderen Büros sieht es nicht besser aus: Fleckig sind die Decken. Deshalb sind die Tierheimleiterin Adelheid Noble und der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Hartmut Grohmann, regelmäßig auf dem Speicher zu Gast. Dort stellen sie Eimer und Wannen auf, die das Wasser auffangen sollen, bevor es durch die Decke tropft.

„Katastrophal“, nennt Adelheid Noble den Zustand, der an ihren Kräften zerrt. Sie fürchte sich jedes Jahr vor dem Herbst und dem Winter, sagt sie, denn das Problem ist nicht neu. Schon lange geht es dem Tierheim finanziell nicht gut. Zu allem Überfluss kann nun auch eine private Sponsorin, die jahrelang das Tierheim großzügig finanziell unterstützte, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr helfen.

 

Fest für Tierheim

Oktoberfeste werden derzeit viele in der Region gefeiert – ein besonderes Oktoberfest steigt am Samstag, 29. Oktober, um 11 Uhr in der Züchterklause, In den Aspen, in Limburg-Linter.

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Den Tieren nicht mehr gerecht werden zu können, weil die Reparaturen das letzte Geld beanspruchen, ist eine große Sorge. Wenn sich nicht bald finanziell etwas tut, müsse das Tierheim in drei Monaten Insolvenz anmelden.

„Wohin mit den Tieren?“, sorgt sich die Tierheimleitung. Und was passiert mit den Tierheim-Mitarbeitern? Sie hofft auf Spenden, Unterstützung von Unternehmen, der Erhöhung der Zuschüsse durch die Kommunen und auf einen Investitionskostenzuschuss.

„Hätte ich gewusst, wie es um die Bausubstanz steht, wären wir hier im Jahr 2000 nicht eingezogen“, sagt sie. Es sei nicht mit offenen Karten gespielt worden, ärgert sich Noble. Denn: Schon kurz nach dem Einzug fing es an mit ständig neuen Reparaturen, Ausfällen und kleinen und großen Katastrophen. Sie wollten nicht betteln, aber die Tiere bräuchten Hilfe.

Denn auch im Hunde- und Katzenhaus sieht e
 

Horst Kaiser will sich für das Tierheim einsetzen

Die wichtigste Einnahmequelle für das Tierheim sind die vertraglich zugesicherten Zuschüsse der Kommunen aus dem Landkreis. Ihr Anteil an den Gesamteinnahmen betrug 2015 rund 41 Prozent. Sind die Kommunen bereit, ihre Unterstützung zu erhöhen?

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s nicht besser aus: Es regnet durch das Dach, es riecht muffig, die Schimmelbildung ist deutlich sichtbar. „Katzen reagieren darauf besonders empfindlich“, sagt Noble. Auch die Regenrinnen sind kaputt und die Fassade bröckelt. „Wir brauchen dringend Geld für die Reparaturen.“

Es wird improvisiert, was das Zeug hält. Neben den vielen Wassereimern sind es auch Planen, beispielsweise im Zwinger bei Schäferhundrüde Réks, die das Wasser abhalten sollen. Die Tiere werden krank, durch die Nässe und die Schimmelsporen, fürchten die Tierheim-Mitarbeiter. qui

 

Wer das Tierheim mit einer Spende unterstützen will, überweist diese auf das Konto der Kreissparkasse Limburg, IBAN: DE 22 51 15 00 18 00 00 00 01 66, BIC: HELADEF1LIM

 

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