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Solarzelle mit Hibiskustee

Manchmal kann es so einfach sein. Mit Bleistift, Titandioxid, Hibiskusteee und Glasplatten lässt sich Strom erzeugen.
Zwei Tage lang konnten Schüler der sechsten und achten Klasse auf dem Schulhof im Discovery-Truck im Selbstversuch Solarzellen mit nur wenigen Handgriffen selbst herstellen.	Foto: A. Egenolf Zwei Tage lang konnten Schüler der sechsten und achten Klasse auf dem Schulhof im Discovery-Truck im Selbstversuch Solarzellen mit nur wenigen Handgriffen selbst herstellen. Foto: A. Egenolf
Montabaur. 

Wenn sich Dr. Theo Jurriens alle zwei Jahre auf den Weg vom niederländischen Groningen in den Westerwald macht, dann steht auch immer ein ganz bestimmtes Reiseziel auf seinem Zettel: Das Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur (MTG).

Schon zum dritten Mal nach 2009 und 2011 war der sympathische Niederländer nun gemeinsam mit seinem Assistenten Markus Barg und dem Discovery Truck der Rijksuniversiteit Groningen (RUG) am Gymnasium in der Kreisstadt zu Gast. Zwei Tage lang konnten hierbei Schüler aus zwölf sechsten und achten Klasse auf dem Schulhof im Selbstversuch Solarzellen mit nur wenigen Handgriffen selbst herstellen. „Wir brauchen Leute, die Mathe, Chemie und Physik lieben. Mit dem Angebot des Discovery Trucks wollen wir für solch eine Karriere werben und die Kinder für diese Themen begeistern“, erklärte Jurriens das Ziel des Angebots. 120 Schulbesuche in den Niederlanden, Deutschland und teilweise auch in Belgien stehen dabei jährlich auf dem Programm.

Auf lockere Art und Weise wird den Schülern dabei mit Hilfe eines Selbstversuchs das Thema Solarenergie nähergebracht. Für den Bau der sogenannten „Grätzel-Zelle“ wurden lediglich ein Bleistift, Titandioxid, ein Eisholz, etwas Hibiskustee und zwei Glasplättchen benötigt. Die Jugendlichen bestrichen dabei eine Platte mit dem weißen, zahnpastaähnlichen Titanoxid und trockneten dieses mit dem Fön. Das andere Plättchen bemalten sie mit dem Bleistift. Mit einer Pipette galt es anschließend den Hibiscus-Tee auf die weiße Scheibe zu tropfen und drauf dann etwas versetzt die mit Graphit bemalte Platte zu legen. Zwischenzeitlich bekamen die Schüler in einem Film anschaulich gezeigt, welcher Effekt bei der eben gebauten Solarzelle zum Tragen kommt. Mit einem Messgerät war es am Ende der einstündigen Lerneinheit möglich festzustellen, wie viel Lichtenergie in elektrische Energie umgewandelt wurde. Der Rekord am MTG mit 0,73 Volt aus den letzten Besuchen in Montabaur konnte in diesem Jahr zwar niemand erreichen, doch lagen manche schon sehr nah dran. In der Klasse 6 f schafften es beispielsweise zwei Mädchen 0,69 Volt zu erreichen. Damit lagen sie sogar besser als der niederländische König Willem-Alexander, der bei seinem Besuch im Discovery Truck 0,58 Volt mit seiner selbstgebauten „Grätzel-Zelle“ erzielte.

(aeg)
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