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Jugendpflegerin: Solveig Richard jubelt am Sonntag für Frankreich

Solveig Richard ist guter Dinge, dass „ihre Franzosen“ Sonntag das WM-Finale gewinnen und Weltmeister werden. Vor allem vom erst 19-jährigen Supertalent Kylian Mbappé ist die 43-jährige Jugendpflegerin der Stadt Runkel begeistert.
Solveig Richard glaubt an einen Sieg der Franzosen. Solveig Richard glaubt an einen Sieg der Franzosen.
Runkel. 

Dass Solveig Richard das WM-Finale am Sonntag im Festzelt beim Altstadtfest in Runkel und nicht in der alten Heimat verfolgen wird, hat mit ihrem coolen Vater Jean zu tun. Solveigs’ Vater war Banker, nebenbei aber auch noch ein begabter Amateur-Radrennfahrer, der sogar an großen Rennen wie der „Tour de France“ oder dem Ein-Tages-Klassiker Paris-Roubaix teilnahm. Dadurch kam er viel in der Welt herum und war von der Landschaft in Deutschland fasziniert. Richard entschied sich dazu, seine Karriere bei der Bank vorübergehend an den Nagel zu hängen, um nach Deutschland zu kommen und hier Deutsch zu lernen. Dazu nahm er eine Stelle im Wetteraukreis an.

Verliebt in Runkel

Auf einer langen Rad-Ausfahrt kam Jean Richard zufällig nach Runkel, verliebte sich sofort in das Städtchen an der Lahn. Die Familie blieb dort hängen. Da Tochter Solveig schon in Deutschland in den Kindergarten ging, kann sie Hessisch, hat aber immer noch bewusst ausschließlich den französischen Pass und fühlt sich trotz großen Freundeskreises in Runkel weiter als Französin. Trotzdem hat sie es mittlerweile aufgegeben, Leuten, mit denen sie als Runkeler Jugendpflegerin beruflich zu tun hat, erklären zu wollen, dass ihr Nachname sich nicht wie der deutsche Vorname Richard ausspricht, sondern Französisch mit verschlucktem D am Ende. Als „Herr Richard Solveig“ wurde ihr auch schon bei einem Feuerwehrlehrgang ein Dreibettzimmer mit zwei Männern zugewiesen. „Solli“, wie sie die Freunde rufen, wird auch schon mal „schepp angeguckt“, wenn sie Spiele der deutschen Mannschaft emotionslos verfolgt.

Bei der aktuellen Fußball-WM ist bei der 43-Jährigen erst im Achtelfinale der Funke so richtig übergesprungen, als sie sah, mit welcher Leidenschaft Frankreich und Argentinien auf hohem Niveau um den Viertelfinaleinzug gekämpft hätten. Das Geschehen hat sie gemütlich daheim in der Hängematte verfolgt und sich von Anrufen nicht ablenken lassen. Richard ist begeistert, welch tollen Fußball Frankreich bei dieser WM mit einer blutjungen Mannschaft mit vielen Talenten bereits spielt. Folglich würde für sie nicht die Welt untergehen, wenn es am Sonntag nicht mit dem Titel klappt, weil mit mehr Erfahrung in vier Jahren die Chance auf den Titel noch größer sei. rok

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