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Stadtentwicklung: Stadt und Kirche könnten sich in Zukunft Mundipharma-Areal teilen

Das Bistum hat der Stadt Limburg mitgeteilt, das Verwaltungsgebäude I des Mundipharma-Areals übernehmen zu wollen. Für Bürgermeister Dr. Marius Hahn ein wichtiges Signal. Im Magistrat ist der zweite Zwischenbericht vorgestellt worden, in dem Angaben zu verschiedenen Werten des Grundstücks gemacht werden.
Das Produktionsgebäude rechts wird von Fidelio Healthcare genutzt. Für das Gebäude mit Mundipharma-Emblem interessiert sich das Bistum. Das Conference Center (Mitte) und das linke Verwaltungsgebäude könnte die Stadt übernehmen. Das Produktionsgebäude rechts wird von Fidelio Healthcare genutzt. Für das Gebäude mit Mundipharma-Emblem interessiert sich das Bistum. Das Conference Center (Mitte) und das linke Verwaltungsgebäude könnte die Stadt übernehmen.
Limburg. 

Die Werte des Grundstücks im Ganzen wie in Teilflächen sind ermittelt, das Bistum hat gegenüber der Stadt Limburg die Bereitschaft bekundet, das Verwaltungsgebäude I des Mundipharma-Areals zu erwerben, Fidelio Healthcare wird den zweiten Stock im Conference Center (CC) langfristig mieten, für das erste Obergeschoss gibt es einen konkreten Interessenten und hinsichtlich der Nutzung weiterer Bereiche des Centers zeichnen sich klare Lösungen ab. Das alles und noch mehr steht im zweiten Zwischenbericht zur Verlagerung von städtischen Dienststellen. Im Magistrat ist der Zwischenbericht vorgestellt worden, nun geht er in die weiteren Gremien.

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KOMMENTAR

Die Stadt und das Bistum machen also ernst. Die Verlagerung der Verwaltungen in die Mundipharma-Immobilien wäre schön für die Beschäftigten – aber schlecht für Behörde und Diözese sowie für viele Bürger.

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Vom Bistum gibt es ein klares Signal an die Stadt, das Verwaltungsareal von Mundipharma gemeinsam zu nutzen. Die Gremien haben dem Kauf des Verwaltungsgebäudes I zugestimmt. Das Bistum will das Gebäude mit dem dazugehörigen Grundstück sowie den Stellplätzen zu einem Preis von 3,68 Millionen Euro erwerben. Das entspricht dem in einem Gutachten ausgewiesenen Wert.

Teile der Stadtverwaltung sollen ins Mundipharma-Gebäude umziehen.
Grüne Wiese oder Innenstadt? Kritik und Fürspruch an Rathaus-Umzug auf die Offheimer Höhe

Ist es wirtschaftlicher, die Stadtverwaltung in die ehemaligen Mundipharma-Gebäude umzusiedeln oder das Rathaus in der Innenstadt sanieren zu lassen? Darüber sind sich die Stadtverordneten nicht einig. Die Mehrheit plädiert zwar für einen Umzug. Die Kritiker aber sind nach wie vor gegen ein Rathaus auf der grünen Wiese.

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„Das ist ein sehr erfreuliches Signal aus dem Bistum“, verdeutlicht Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Zusammen mit dem neuen Unternehmen Fidelio Healthcare, das die Produktionsstätten von Mundipharma übernehmen will, wäre damit für das komplette Areal eine Folgenutzung gesichert. Mundipharma wird den Standort verlassen, im März vergangenen Jahres hatte das Pharmaunternehmen angekündigt, Limburg komplett aufgeben zu wollen.

10,9 Millionen Euro sind als Kaufpreis für das gesamte Areal bestehend aus den beiden Verwaltungsgebäuden, dem Conference Center und eines teilweise noch unbebauten Grundstücks aufgerufen. Wenn das Bistum nun das Verwaltungsgebäude I (mit Mundipharma-Emblem) übernimmt und damit Kosten in Höhe von 3,68 Millionen Euro trägt, bleiben für die Stadt noch 7,22 Millionen Euro für das zweite Verwaltungsgebäude und das kleinere Conference Center.

Sachwert des Gebäudes bei 21 Millionen Euro

Die Werte für die Grundstücke und Gebäude sind durch einen Gutachter ermittelt und anschließend von einem Sachverständigen noch einmal auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft worden.

Nach den Angaben des Gutachters liegt der Sachwert des gesamten Areals bei rund 21 Millionen Euro. Zusätzlich wurde auch noch ein Ertragswert ausgerechnet, der mit 11,1 Millionen Euro ebenfalls über der Kaufsumme liegt.

Der komplette Kaufpreis in Höhe von 10,9 Millionen Euro, so ist es von Mundipharma beabsichtigt, soll in den Standort reinvestiert werden, um die Produktionsstätte für Fidelio Healthcare auszubauen.

In einem neuen Bürgerbüro, das im alten Rathaus Platz finden soll, sollen rund 90 Prozent der bisherigen Besuche von ratsuchenden Bürgern abgewickelt werden.

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