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Stress und Hektik als Brandbeschleuniger

25 Jungfeuerwehrmänner und -frauen aus den Verbandsgemeinden Hahnstätten und Katzenelnbogen werden derzeit gemeinsam ausgebildet.
Beim ersten Versuch kostete es schon eine Portion Überwindung, sich dem Brandherd zu nähern. Foto: Kahl Beim ersten Versuch kostete es schon eine Portion Überwindung, sich dem Brandherd zu nähern. Foto: Kahl
Hahnstätten. 

25 Jungfeuerwehrmänner und -frauen aus den Verbandsgemeinden Hahnstätten und Katzenelnbogen werden derzeit gemeinsam ausgebildet.

Eines der größten Probleme bei der Bekämpfung von Bränden ist der Stressfaktor! Beißender Qualm, Hitzestrahlung, Hektik und ein in der Praxis teilweise noch unbekanntes Gerät – ein Strahlrohr – in den Händen einer noch jungen, ungeübten Feuerwehrkraft, führen schnell zu Fehlentscheidungen, die den Brand im Einzelfall sogar noch beschleunigen können.

Am Donnerstagabend gingen die 25 Grundausbildungsteilnehmer den praktischen Teil der unter der Leitung von Frank-Uwe Fillbach und seinem Team stehenden Ausbildung an. Zu Übungszwecken eine Brandwanne oder einen Holzstoß anzuzünden, ist in den meisten Bundesländern aus Umweltschutzgründen nicht mehr zugelassen. Mancherorts ist es noch nicht einmal mehr erlaubt, einen Pulverlöscher im Freien zu betätigen. Um die unverzichtbaren praktischen Übungen dennoch zu ermöglichen, setzen auch die Wehren aus Hahnstätten und Katzenelnbogen ein sogenanntes Brandsimulationsgerät der Firma Schümann ein, bei dem Feuer emissionsarm durch Propangas erzeugt wird. Mit diesem Gerät werden realistische Brandszenarien nachgestellt, an denen unter Anleitung alle Floriansjünger am brennenden Objekt Löschübungen durchführen können. Im Gegensatz zu den früher üblichen Übungen an einer Brandwanne oder einem Holzstoß können die Übungen mit Hilfe des Simulationsgeräts per Knopfdruck beliebig oft wiederholt werden.

"Bei aller Theorie bleibt es unverzichtbar, mit solch einer Übung übertriebene Furcht abzubauen und das richtige taktische Vorgehen zu verinnerlichen", sagte Fillbach und ergänzt sogleich: "Wer diese Praxisübung hinter sich gebracht hat, ist in der Lage, Entstehungsbrände angemessen zu bekämpfen und zu retten, was zu retten ist, ohne sein eigenes Leben zu gefährden. Das ist Ziel der Übung." rpk

(Rolf-Peter Kahl)
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