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Bundestagswahl: Thorsten Hehl will für die FDP in den Bundestag

Von Thorsten Hehl ist ein Neuling auf der politischen Bühne. Vor drei Jahren trat er in die FDP ein. Jetzt will er die Interessen seiner Partei im Bundestag vertreten. Der 31-jährige Mann aus Wirges im Westerwaldkreis kandidiert für den Wahlkreis 204 Montabaur.
Drei große Fs gibt es im Leben von Thorsten Hehl: FDP, Familie und Fußball. Anken Bohnhorst-Vollmer Drei große Fs gibt es im Leben von Thorsten Hehl: FDP, Familie und Fußball. Anken Bohnhorst-Vollmer
Westerwald/Rhein-Lahn. 

Sehr groß ist die Chance nicht, dass er dem nächsten Bundestag angehören wird. Das weiß Thorsten Hehl, FDP-Direktkandidat aus dem Wahlkreis Montabaur. Aber wenn es doch mit einem Mandat klappen würde, „dann denke ich eben neu“, sagt der 31-Jährige. Dann muss man sehen, wie sich das neue Politikerleben mit dem bisherigen vereinbaren lässt. Einstweilen jedenfalls bleibt der junge Familienvater aus dem Westerwald gelassen – trotz Wahlkampf, der viel Zeit und Kraft in Anspruch nimmt. Es sei gut organisiert, habe den Rückhalt seiner Frau und die Unterstützung von Freunden und Bekannten. Deshalb ist für ihn das Projekt Bundestagswahlkampf in jedem Fall ein Gewinn an Lebenserfahrung, betont der Kandidat.

Nähe zu Klaus Koch

Dass der gelernte Kfz-Mechatroniker, der jetzt als Verkaufsberater bei einem Serviceunternehmen für Industrietextilien arbeitet, in die Politik und zu den Freien Demokraten kam, hat auch etwas mit seiner Nachbarschaft zu tun. Thorsten Hehl hat immer in Wirges oder im nahe gelegenen Dernbach gewohnt, befand sich also stets in unmittelbarer Nähe zu Klaus Koch, jenem FDP-Mann aus dem Westerwald, der für seine klaren Worten insbesondere in der Wirtschaftspolitik bekannt ist. Mit dessen Söhnen war Hehl bereits seit Jugendtagen befreundet. Über sie erreichten ihn liberalpolitische Themen und Ansichten. Und Thorsten Hehl, der von sich sagt, er habe immer schon gern Verantwortung übernommen, begann sich politisch zu interessieren und zu engagieren.

Alles außer Linksaußen

Vor drei Jahren trat er in die FDP ein. Da hatte Hehl bereits zwei Kinder und Erfahrung als Elternvertreter im Kindergarten und in der Schule. Als junger Vater trieb ihn das Thema Bildung um, wobei ihn der Perspektivwechsel von der Schüler- in die Elternrolle schon fasziniere, sagt er. Über die Frage nach dem aktuellen FDP-Slogan muss Hehl lachen: „Niemand sollte eine Sechs in Mathe erben“, prangt da auf großen Plakaten am Straßenrand. Nein, sein Vater konnte gut rechnen, und er selbst hatte eine Zwei in Mathe. Dennoch: Ganz weit weg sei seine eigene Schulzeit nicht. „Ich kenne da noch alle Tricks.“ Das habe er auch seinem zehnjährigen Sohn erzählt, und das habe er auch erst wieder vor wenigen Tagen bei einer Podiumsdiskussion an einem Gymnasium erlebt. Die Schüler der Oberstufe waren nur etwa zwölf Jahre jünger als er. Das verbindet.

Der Draht seiner Partei zur Jugend ist denn auch ein weiterer Grund, weshalb Thorsten Hehl sich der FDP zuwandte. Er fand, dass bei den Liberalen auch jungen Menschen zugehört, dass „man ernstgenommen wird“. Etwa bei seinen Ideen zur inneren Sicherheit, deren Gewährleistung er sich einerseits durch den Ausbau und eine bessere Ausstattung der Polizei vorstellen kann. Die aber anderseits auch dadurch zu verbessern sei, wenn die Polizei nicht für jeden Bagatellschaden ausrücken müsste, sagt er. Im ländlichen Raum sind die Wege länger, Unfälle aber nicht weniger häufig. Hier muss umgedacht werden, findet der Kandidat.

Neue Strategien zu entwickeln, gefällt Thorsten Hehl. Nicht nur in der Politik, in der er sich derzeit auf kommunaler Ebene bewegt. Sondern auch im Sport. Seit drei Jahren ist er Spielertrainer bei der Spielvereinigung Steinefrenz. Derzeit rangiert seine Mannschaft auf dem vierten Platz in der Kreisliga Westerwald/Wied. Das Ergebnis sei gut, sagt er. Nach oben ist Luft, die er mit seinen Männern schnuppern will. „Ich bin ein Team-Player“, betont Thorsten Hehl. Er fühle sich auf jeder Position wohl, nur nicht als Linksaußen.

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