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Limburger Christkindlmarkt: Viele Täter und Gauner erwischt

Von Unter den zahlreichen Menschen auf dem Limburger Christkindlmarkt sind in diesem Jahr auffallend viele Polizisten. Sie sind wohl erfolgreicher als manche Händler.
Präsenz zeigen und kontrollieren: Im Moment sind viele Polizisten in der Limburger Innenstadt unterwegs. Foto: Anette in Concas Präsenz zeigen und kontrollieren: Im Moment sind viele Polizisten in der Limburger Innenstadt unterwegs.
Limburg. 

Es sind viele Gruppen, die über den Neumarkt, den Kornmarkt und die Plötze schlendern und vor den weihnachtlichen Hütten stehen.

Auch die Männer und Frauen in blauer Uniform kommen zu dritt oder zu viert. Die Präsenz der Polizei auf dem Limburger Christkindlmarkt ist auffallender als in den Vorjahren. Kein Wunder, sie ist auch deutlich stärker. Hinzu kommen zahlreiche Beamte in Zivil. Genaue Zahlen zu den Einsatzkräften will die Polizeidirektion (PD) aus taktischen Gründen nicht verraten. „Wir haben mehr Kollegen auf der Straße als früher“, bestätigt Kripo-Chef Thomas Ernst jedoch auf Anfrage dieser Zeitung.

Das hängt zum einen mit der Sonderheit – der „Besonderen Aufbauorganisation (BAO) Bahnhof“ – zusammen, die seit Mitte Oktober wieder rund um den Limburger Bahnhof aktiv ist. Und das liegt auch an den nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin vor einem Jahr bundesweit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen bei solchen Veranstaltungen. In Limburg gibt es keine baulichen Schutzmaßnahmen; die Zufahrten von der Bahnhofstraße und der Graupfortstraße sind frei.

Die Polizei hat nach Angaben von Pressesprecher Markus Hoffmann seit dem 18. Oktober im Umfeld des Bahnhofs und seit dem 24. November auf dem Christkindlmarkt insgesamt rund 900 Personen kontrolliert.

Körperverletzungen

Danach wurden sieben Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung und Bedrohung eingeleitet.

Die meisten strafprozessualen Ermittlungsverfahren betreffen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (insgesamt 42). Bei 31 Personen entdeckten die Polizisten Betäubungsmittel. 13 Anzeigen schrieben die Beamten wegen anderer Delikte wie Beleidigung, Sachbeschädigung, illegalem Aufenthalt, einem Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Acht Mal stellten sie Hieb- und Stichwaffen sowie andere gefährliche Gegenstände, zum Beispiel einen Schlagring, sicher.

Außerdem erteilten die Ordnungshüter 26 Platzverweise.

Sechs Beschuldigte sind dem Haftrichter vorgeführt worden, vier sitzen nun in Untersuchungshaft.

Mehr Präsenz, verstärkte Kontrollen

Eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) bei der Polizei wird in der Regel dann eingerichtet, wenn die aktuelle Situation mit dem bisherigen Einsatz an Personal oder mit der normalen Führungsstruktur

clearing

„Das Ergebnis unserer Arbeit kann sich sehen lassen“, sagt Hoffmann. Die Strategie der BAO habe sich bewährt: vor allem in Stoßzeiten Präsenz zu zeigen und bei Bedarf schnell zu reagieren. Wenn die Kollegen auf Streife verdächtige Beobachtungen machten, könnten und würden sie schnell Verstärkung anfordern.

Limburg Schwerpunkt

Auch Thomas Ernst, der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Limburg-Weilburg, ist zufrieden. Nach seinen Angaben ist Limburg in dieser Weihnachtsmarkt-Saison einer von zwei Schwerpunkten im Sicherheitskonzept des Polizeipräsidiums Westhessen; der andere ist Schwalbach im Main-Taunus-Kreis. Die heimische PD werde deshalb regelmäßig von benachbarten Polizeidirektionen unterstützt. „Wir helfen uns gegenseitig“, erläutert Ernst. „Und wir nehmen zusätzlich gerne die Hilfe der Bereitschaftspolizei an, soweit sie verfügbar ist.“

Die Tätigkeit der Sondereinheit BAO Bahnhof ist laut Ernst bis zum 31. Januar 2018 befristet.

„Das bedeutet aber nicht, dass danach wieder jeder am Bahnhof tun und lassen kann, was er will“, betont der Kripo-Chef. „Wir werden uns danach selbstverständlich weiter um die Sicherheit in diesem Bereich kümmern.“ In welcher Form und mit wie vielen Mitarbeitern, müsse allerdings noch geklärt werden. Die offenen und verdeckten Kontrollen würden auf jeden Fall weitergeführt.

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