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Tierheim Limburg: Wahre Hundeliebe

Wer sich einen Hund aus dem Tierheim der Stadt Limburg holt, ist künftig für ein Jahr von der Hundesteuer befreit. Das erklärte Bürgermeister Martin Richard (CDU) bei einem Besuch im Tierheim. Kampfhunde sind von dieser Neuregelung ausgeschlossen.
Bürgermeister Martin Richard (CDU) mit einem »Fundhund« aus dem Tierheim in Staffel. Wer als Bürger der Stadt einen solchen Hund aufnimmt, wird ein Jahr von der Hundesteuer befreit. Foto: Bohnhorst-Vollmer Anken Bürgermeister Martin Richard (CDU) mit einem »Fundhund« aus dem Tierheim in Staffel. Wer als Bürger der Stadt einen solchen Hund aufnimmt, wird ein Jahr von der Hundesteuer befreit.
Limburg-Staffel. 

Die Reform der Hundesteuer geht auf eine Initiative der Grünen zurück, die die zeitlich befristete Steuerbefreiung vorgeschlagen und für diesen Vorstoß parteiübergreifend Zustimmung erwirkt hatten. Damit „soll ein Anreiz zur Übernahme von Hunden aus dem Limburger Tierheim geschaffen werden“, sagte Bürgermeister Martin Richard (CDU) gestern Vormittag im Tierheim. Da die Hundesteuer von den Kommunen erhoben wird, könne sich diese Satzungsänderung aber nur auf jene Hunde beziehen, die aus dem im Staffeler Wald gelegenen Tierheim übernommen werden.

Im vergangenen Jahr vermittelte das Tierheim 17 Hunde an Bürger der Stadt und der Stadtteile, teilte Richard mit. Bleibe es bei dieser Größenordnung, hätte die Stadt eine Steuermindereinnahme von rund 1100 Euro jährlich. Das sei „durchaus als angemessen und vertretbar anzusehen“, sagte Richard und fügte hinzu, er hoffe, dass sich dieses Modell der Steuerbefreiung auch in anderen Gemeinden durchsetzt. Das ist Adelheid Nobel, Leiterin des Tierheims, zufolge bereits geschehen. Tatsächlich gebe es im Kreis ähnliche Beschlüsse. So werde beispielsweise auch in Elz und Dornburg die Hundesteuer zeitlich befristet ausgesetzt, wenn das Tier aus dem Tierheim geholt wird.

Knapp 1400 Hunde sind derzeit in Limburg gemeldet. Für Hunde, die als gefährlich gelten, wird der Höchststeuersatz von 729 Euro angesetzt. Für alle anderen Hunde gilt: Das „Ersttier“ kostet 66 Euro, das Zweite 147 Euro und der dritte und jeder weitere Hund schlägt mit 219 Euro zu Buche. Von der Steuer befreit sind Tiere, die dem Schutz und der Hilfe blinder oder tauber Menschen dienen. abv

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