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„Die mit der Badewanne“: Wie das Bistum Limburg sich online selbstironisch präsentiert

Mit viel Sinn für Humor zeigt sich das Bistum Limburg im Web. So spielt Google eine Zusatzbezeichnung aus, die zeigt, dass sich das Bistum nicht so ernst nimmt.
Blick in das Badezimmer. Foto: Sascha Braun Blick in das Badezimmer.
Limburg-Weilburg. 

Wer bei Google „Bistum Limburg“ eingibt, kann – zumindest ab und zu – eine Überraschung erleben. Neben dem normalen Eintrag „Bistum Limburg“ erscheint der Zusatz: „Bistum Limburg? Ja, die mit der Badewanne“ – eine Anspielung auf die luxuriöse Bad-Ausstattung des früheren Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst.

Den Zusatz habe das Bistum bei Google als Werbeanzeige geschaltet, sagte Bistumssprecher Stephan Schnelle dem Evangelischen Pressedienst. Ziel sei es, mehr Menschen auf den neu gestalteten Internet-Auftritt des Bistums aufmerksam zu machen, der seit Ende Januar freigeschaltet sei.

Bilderstrecke Tebartz: Der Luxus-Wohnsitz des Limburger Protz-Bischofs
31 Millionen Euro verpulverte der Limburger Skandal-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst für seinen Luxus-Wohnsitz. Wir haben uns in dem Gebäudekomplex umgesehen.Standard: Mit dieser beleuchteten Treppe fand sich der Bischof auch bei Dunkelheit perfekt in seiner Wohnung zurecht.Bischof möchte man sein: Das Schlafzimmer lässt keine Wünsche offen.

Der Zusatz sei eine temporäre Geschichte und nicht ständig zu sehen. Ob weitere witzige Zusätze geschaltet werden, stehe noch nicht fest, sagte Schnelle. Die Anzeige solle deutlich machen, dass die Kommunikationsstrategie des Bistums völlig neu ausgerichtet worden sei, sagte der Bistumssprecher. „Wir wollen damit auch zeigen, dass wir uns nicht so ernst nehmen.“ Die Reaktionen auf die Anzeige seien unterschiedlich, sagte Schnelle. Vor allem Menschen außerhalb der Kirche fänden es witzig. Innerhalb der Kirche gebe es auch Stimmen, die sagten, man solle nicht ständig auf den alten Geschichten herumreiten.

Im Oktober 2013 war der damalige Limburger Bischof Tebartz-van Elst von Papst Franziskus seines Amtes enthoben worden. Er war in die Kritik geraten, weil die Baukosten für das Diözesane Zentrum Sankt Nikolaus völlig aus dem Ruder gelaufen waren. Auch seinen privat genutzten Bischofssitz hatte Tebartz-van Elst luxuriös ausstatten lassen – unter anderem mit einer freistehenden Badewanne für insgesamt 4000 Euro.

(epd)

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