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ZING-Schüler aus Ahlbach: Wie der Mammutknochen ins Limburger Stadtarchiv kam

Wie kam der Mammutknochen in das Limburger Stadtarchiv und was ist dort sonst noch zu entdecken? Diesen Fragen gingen die Viertklässler der Grundschule Ahlbach bei ihrer ZING-Recherche nach.
Auch in alten Zeitungen durften die ZING-Reporter aus Ahlbach blättern. Bilder > Auch in alten Zeitungen durften die ZING-Reporter aus Ahlbach blättern.
Limburg. 

Diese Fragen fanden wir Schüler der Klasse 4 aus Ahlbach spannend. Deshalb verabredeten wir uns mit Dr. Christof Waldecker, den wir im November im Limburger Schloss besuchten. Begrüßt wurden wir von Vanessa Scholz. Sie ist Auszubildende zur FAMI (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienst).

Auf den Tischen lagen schon die Zeitungen vom 6. November 1965, 1915 und 1865 für uns bereit. Es war interessant in diesen alten Zeitungen zu blättern.

Dann durften wir den Mammutknochen sehen und sogar anfassen. Er fühlte sich sehr glatt und hart an. Es war ein tolles Gefühl so einen alten Knochen in der Hand zu halten.

Interview: Ein Schaukelhase im Archiv

Im Gespräch mit Dr. Christoph Waldecker vom Limburger Stadtarchiv erfuhren die ZING-Reporter aus Ahlbach unter anderem, was die ältesten und größten Stücke der Sammlung sind und warum manche

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Der Mammutknochen ist ungefähr 12 000 Jahre alt. Aber ganz genau weiß man es nicht, denn das Alter wurde nie bestimmt. Im 19. Jahrhundert wurde er bei Schachtarbeiten in der Nähe von Hadamar ausgegraben. Da Limburg kein Museum hatte, landete er im Stadtarchiv.

Archiv statt Museum

Das Stadtarchiv wurde 1876 gegründet. Aber im Archiv sind Urkunden, die viel älter sind. Die älteste Urkunde aus dem Jahr 1278 befindet sich inzwischen im Staatsarchiv in Wiesbaden.

Dr. Waldecker zeigte uns dann eine Urkunde aus dem Jahr 1306. Sie ist so etwas wie ein Friedensvertrag zwischen Limburg und Diez. Es hatte im Jahr 1305 bewaffnete Auseinandersetzungen gegeben. An der Urkunde hängen fünf Siegel.

Diese Urkunde darf man nur mit Baumwollhandschuhen anfassen. Sie wurde auf Pergament geschrieben und ist sehr empfindlich.

Außerdem gibt es im Stadtarchiv 26 Kaiser- und Königsurkunden, die die Rechte der Stadt Limburg beurkunden.

Auch Fotos und Gemälde kann man im Archiv finden. Bei einigen Porträts hatten wir das Gefühl, als würden uns die abgebildeten Personen mit ihren Blicken verfolgen.

Dann zeigte uns Dr. Waldecker ein Stück, das über Ahlbacher Geschichte Auskunft gibt. „Unser Heldenbuch“ heißt ein Buch, in dem alle Ahlbacher Soldaten des 1. Weltkrieges erfasst sind.

Da Limburg immer noch kein Stadtmuseum hat, werden hier auch verschiedene andere Dinge gesammelt.

So zum Beispiel die Originalfigur des heiligen Georg (die Brunnenfigur auf dem Markt ist eine Kopie) oder Geschenke, die ehemalige Bürgermeister während ihrer Amtszeit erhalten haben.

Dann durften wir noch das eigentliche Archiv besichtigen: In langen Regalreihen liegen hier über 11 000 Stücke, die inzwischen erfasst und archiviert sind. So das kleinste Stück – eine byzantinische Münze aus dem 10. Jahrhundert.

Jeden Tag werden in einer Stadt wie Limburg Hunderte Akten geschrieben. Die Aufgabe des Archivars ist es zu entscheiden, was für die Menschen in der Zukunft wichtig und interessant ist. Also ist es die Hauptaufgabe eines Archivars Dinge wegzuschmeißen. Dr. Waldecker sagt: „Wir sind das Gedächtnis der Stadt“.

Lara Bopp, Elia Esapathi, Lina Engel, Ben Gallusz, Maxim Herber, Denise Krämer, Ali Manav, Sara Mourad, Omar Mostafa, Lenny Peters, Chistian Reeh, Selim Saglam, Katharina Schmitt, Meryem Senal, Laura Sigfrid, Marlon Stüber, Joelle Tritschler, Mathilda von Kleist, Tristan Weilberg, John Zimmermann und Jasmin Zylka.

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