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Wirtschaftsoscar für Amadeus

Das "Wirtschaftskomittee Deutschland" hat die Limburger Unternehmensgruppe Amadeus für besondere Leistungen, insbesondere auch in der Ausbildung, mit dem "Goldjupiter" ausgezeichnet und Geschäftsführer Dirg Parhofer zum Ehrensenator ernannt.
Dirg Parhofer präsentiert stolz den Goldjupiter. Mit ihm freuen sich (von links) der Präsident des Wirtschaftskomitees Deutschland, Siegfried Auffermann, Laudator Michael Jung, Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch und der zweite Amadeus-Chef Volker Deifel. Im Hintergrund Wirtschaftskomitee-Generalsekretär Daniel Quack.	Foto: Heidersdorf Dirg Parhofer präsentiert stolz den Goldjupiter. Mit ihm freuen sich (von links) der Präsident des Wirtschaftskomitees Deutschland, Siegfried Auffermann, Laudator Michael Jung, Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch und der zweite Amadeus-Chef Volker Deifel. Im Hintergrund Wirtschaftskomitee-Generalsekretär Daniel Quack. Foto: Heidersdorf
Limburg. 

. Eigentlich fehlte nur noch der rote Teppich . . . Sonst war am Dienstagabend in der Stadthalle alles bestens gerichtet für die feierliche Verleihung des "Wirtschaftsoscars" an die Amadeus-Gruppe. Geschäftsführer Dirg Parhofer präsentierte die wertvolle, drei Kilogramm schwere, 32 Zentimeter hohe und 24 Karat vergoldete Skulptur in Limburg genauso stolz wie die Preisträger aus der Filmbranche ihren Oscar in Los Angeles. Und seine Dankesrede war mindestens ebenso gut – originell und ernst zugleich.

Parhofer erzählte dem hochkarätigen Publikum freimütig, warum er sich besonders für die Ausbildung junger Menschen engagiert, ein wichtiges Kriterium für die Vergabe des "Goldjupiter Wirtschafts- und Ausbildungspreises Soziale Marktwirtschaft". Aus persönlicher Motivation. Seine Tochter habe ihm unfreiwillig den Anstoß gegeben, über das Problem nachzudenken. Sie sei mit 15 "ausgeschult" worden. Die Hauptschule habe ihr – und 22 weiteren von insgesamt 25 Klassenkameraden – deutlich gemacht, dass ein weiterer Schulbesuch nicht sinnvoll sei. "Diese Jugendlichen sind abgeschrieben worden, ohne berufliche Zukunft", sagte der Vater. "Das war für mich ein Warnsignal; das Zeichen, dass etwas nicht stimmt." Er berichtete, dass seine Tochter nach der Ausbildung bei Amadeus seit zehn Jahren eine wertvolle Mitarbeiterin der Firma sei. "Das zeigt, dass man alte Bürostühle oder Computer abschreiben darf – Menschen nie", betonte Parhofer.

Der 47-Jährige, gemeinsam mit Volker Deifel Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der größten Bauträgergesellschaft in der Region, gab die Auszeichnung symbolisch an viele weiter, die ihren Anteil daran hätten und sich mitgeehrt fühlen dürften; darunter seine Frau Monika, die Deifel als "kongeniale Partnerin" würdigte.

Für Parhofer dokumentiert der Goldjupiter "die weiter bestehende Notwendigkeit zur Wachsamkeit, zum Handeln, zum Unternehmertum". Es gebe sehr viel zu tun. Parhofer, Deifel und Co. setzen diesen Slogan nun im 22. Jahr überaus erfolgreich um. Amadeus hat in dieser Zeit rund 3000 Projekte realisiert.

"Aus dem Nichts an die Spitze: Das ist eine großartige Leistung", lobte Michael Jung. Der Rechtsanwalt und Notar hatte die Auszeichnung angeregt. Amadeus steht nach seinen Worten stellvertretend für eine Reihe leistungsstarker und in der Ausbildung engagierter Unternehmen, die ihren Erfolg mit sozialem Wirken verbinden würden. "Sie haben mit großem Mut, hohen Investitionen und viel Geschick Beispielhaftes geschaffen", rief er den Amadeus-Chefs zu. Parhofer habe sich nach dem frühen Tod des Vaters durchgebissen, als junger Mann eine Firma gegründet und ehrgeizig und zielstrebig seinen Weg gemacht. "Er ist ein Mann der Tat und steht zu seinem Wort", sagte Jung in der Laudatio. Weil unsere Gesellschaft solche "Leuchttürme" brauche, sei die öffentliche Anerkennung wichtig. Das Wirtschaftskomitee Deutschland ernannte Parhofer deshalb zum "Ehrensenator im Bundessenat Wirtschaft und Technologie".

IHK-Präsident Ulrich Heep freute sich, dass Amadeus in fünf Berufen ausbildet und jeder Zehnte der gut 80 Mitarbeiter Azubi ist. "Wir benötigen solche vorbildlichen Unternehmer, die Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten, sich nicht allein dem kurzfristigen Gewinnstreben verschreiben, stattdessen werteorientiert handeln und sich dem Gemeinwohl verpflichten", sagte Heep. Landrat Manfred Michel gratulierte auch im Namen des Limburger Bürgermeisters Martin Richard. "Das macht uns stolz", hob Michel hervor. "Unternehmen wie Amadeus sind für die ganze Region ein Gewinn." Zu den Gratulanten zählte außerdem Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch. Der FDP-Politiker erläuterte die Bemühungen der Landesregierung, gute Rahmenbedingungen für gute Unternehmen wie Amadeus zu schaffen.

Volker Deifel wies auf den langen Weg der Firma bis zur hohen Auszeichnung hin. Amadeus biete jungen Menschen nicht nur Ausbildungsmöglichkeiten, sondern auch Aufstiegschancen und somit Motivation. Als Beispiel nannte er Corinna Kunath, die mit 24 Geschäftsführerin geworden sei. Angesichts der vielen jungen Menschen, denen unser Bildungssystem das Notwendige versage, wolle Amadeus nicht nörgeln und klagen, sondern auch in Zukunft engagiert handeln. Für Deifel stellt sein Partner den idealen Unternehmer dar.hei

(Joachim Heidersdorf)
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