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Waldbegehung: Ärger über Schlamm-Wege – bald Förster-Wechsel

Bei einer Begehung konnten sich die Bürger ein Bild vom guten Zustand des Waldes machen. Es gab zudem personelle Neuigkeiten, aber auch Kritik an den Forstarbeiten.
Den Kelkheimerin liegt ihr Wald am Herzen: Forstamtschef Ralf Heitmann (rechts) führte daher einen großen Tross durch den Wald bei Eppenhain. Foto: Hans Nietner Den Kelkheimerin liegt ihr Wald am Herzen: Forstamtschef Ralf Heitmann (rechts) führte daher einen großen Tross durch den Wald bei Eppenhain.
Eppenhain. 

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass den Kelkheimern ihr Wald am Herzen liegt – bei knapp 660 Hektar Forstbestand ist das nicht verwunderlich. „Die Waldbegehungen sind in Kelkheim immer mit am besten besucht“, bestätigt Forstamtsleiter Ralf Heitmann diese Beobachtung. Rund 30 Besucher würden in der Regel an den Führungen von Hessen Forst teilnehmen, doch bei der jüngsten Waldbegehung in Eppenhain wurde selbst Heitmann überrascht. Über 40 Teilnehmer kamen trotz grauem Himmel und vereinzeltem Nieselregen an den Atzelberg, um sich in der knapp zweieinhalbstündigen Begehung vom Zustand ihres Waldes zu überzeugen.

Unterstützt wurde Heitmann von Revierförster Christian Witt, für den die Tour durch das Gehölz eine besondere Bedeutung gehabt haben dürfte. Nach fast drei Jahrzehnten als zuständiger Förster in Kelkheim und unzähligen Waldbegehungen wechselt Witt in Kürze sein Revier und betreut künftig die Wälder Königsteins. „So gesehen ist dies wohl auch so etwas wie eine Abschiedstour“, sagte Witt. Bürgermeister Albrecht Kündiger nutzte die Gelegenheit, um sich mit lobenden Worten bei Witt für das Geleistete zu bedanken und konnte anschließend dessen designierten Nachfolger Martin Kunze begrüßen, der voraussichtlich ab dem 1. April den Posten übernimmt. „Ich konnte mich bereits in einer Vertretungsstelle in Bad Schwalbach mit den Reviertätigkeiten vertraut machen“, erklärt Kunze, „aber für mich ist die Begehung in Eppenhain auch das erste Mal“.

Im Zuge der kleinen Exkursion bekam Kunze bereits einen Ausblick darauf, welche Ansprüche die Kelkheimer an ihren Wald und dessen Förster stellen. Großen Unmut gab es zuletzt über den Zustand vieler Waldwege, die durch Abholzarbeiten Ende des vergangenen Jahres stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Grundsätzlich machen wir nichts, um die Leute zu ärgern“, erklärte Heitmann. Allerdings habe die Behörde – neben der Aufgabe, den Wald als natürlichen Lebensraum und Naherholungsbereich zu erhalten – auch wirtschaftliche Interessen zu wahren. Unglücklicherweise fielen die Arbeiten zur Holzernte im November 2015 in einen Zeitraum starker Regenschauer, der erhoffte Frost blieb dagegen aus. „Daher waren die Wege im Dezember erheblich verschlammt und teilweise nicht mehr passierbar“, sagte Witt.

Dabei, so versicherte der Revierförster, käme bei den Arbeiten bereits modernste Technik zum Einsatz. Im Gegensatz zu früheren Maschinen, die das Holz mit langen Seilen „durch den Wald gezerrt“ haben, seien die aktuellen Tragschlepper bodenfreundlicher. Mit schmaleren Reifen und zusätzlich aufgezogenen Bändern würden diese auf regulärem Geläuf zwar oberflächlich Spuren hinterlassen, den tieferen Boden aber nicht angreifen. Im vergangenen Jahr machte die warme Witterung diese Mühe allerdings zunichte.

(rk)
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