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Als Nied noch 106 Geschäfte hatte

Der Heimat- und Geschichtsverein Nied hat sich im vergangenen Jahr mit der Entwicklung der Nieder Geschäfte und Betriebe auseinandergesetzt und jetzt die Ergebnisse präsentiert: Die neue Sonderausstellung
Gruppenbild mit Ochse: Der Nieder Metzger Kärcher und seine Gesellen.	Foto / Repro: Maik Reuß Gruppenbild mit Ochse: Der Nieder Metzger Kärcher und seine Gesellen. Foto / Repro: Maik Reuß
Nied. 

Der Heimat- und Geschichtsverein Nied hat sich im vergangenen Jahr mit der Entwicklung der Nieder Geschäfte und Betriebe auseinandergesetzt und jetzt die Ergebnisse präsentiert: Die neue Sonderausstellung im Heimatmuseum lädt alteingesessene Nieder sowie Zugezogene dazu ein, ihren Stadtteil und dessen Entwicklung neu- und wiederzuentdecken. Erstmalig konnten am Eröffnungstag auch Gehbehinderte und Mütter mit Kinderwagen die Stufen zum Heimatmuseum problemlos überwinden, denn eine neue, mobile Rampe wurde eingeweiht.

1951 gab es zwischen Luthmerstraße und Alt Nied 105 Läden – 2011 waren es noch 56. Die Ausstellung, die der Geschichtsverein am Samstag eröffnete, präsentiert sich mit Schautafeln, aufschlussreichen Adressbuchauszügen vergangener Zeiten und einer Menge interessanter Fotos der damaligen und heutigen Umgebung. "Wir haben uns entschieden, uns auf die letzten 60 Jahre zu konzentrieren", erklärte Wolfgang Lampe, der Vorsitzende des Nieder Vereins. Ziel sei es neben der geschichtlichen Information für jüngere Generationen, auch Senioren und alteingesessene Nieder in die Zeit ihrer Kindheit zurückzuversetzen. Und tatsächlich: Um die Schautafeln, die liebevoll mit Bildern und allerhand Wissenswertem ausgestattet worden sind, hatten sich am Eröffnungstag rund 50 Gäste versammelt, um in Erinnerungen zu schwelgen. Zum Beispiel an das heute nicht mehr existierende Schirmgeschäft Nell, in dem schon so mancher ältere Nieder seine Regenschirme hat reparieren lassen. Auch die Fotos der sieben Bäckereien, die der Stadtteil einmal aufweisen konnte, wurden mit Begeisterung betrachtet.

Die Schmidtbornstraße wird in der Ausstellung besonders hervorgehoben. Einst waren hier 25 Geschäfte und Betriebe beheimatet, heute sind es noch neun. Eine Tafel stellt die Geschäftswelt von 1951, 1961 und 1971 gegenüber.

"Wir wollen unser Projekt gerne schriftlich auf ganz Nied ausweiten", sagte Dieter Kruska. Er hatte den Anstoß zu der Ausstellung gegeben, als er während der Recherche im Archiv des Geschichtsvereins allerlei interessante Informationen zur Nieder Geschäftswelt entdeckt hatte. Die Verschriftlichung der Ausstellung soll nun, ausgeweitet auf ganz Nied, in Angriff genommen werden, weshalb der Verein dazu aufruft, Fotos und Geschichten beizusteuern, die dann abgedruckt werden können.

Die Ausstellung hat bis zum Herbst immer sonntags zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet.

Kontakt: Telefon (069) 39 87 89,

www.geschichtsverein-nied.de

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