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Die Käwwern passen ihr Angebot auch veränderten Wünschen an: Arbeiten, wenn andere feiern

Von Seit 35 Jahren gibt es die Summertime-Reihe. Und genauso lange verkaufen dort die Käwwern Essen und Getränke. Walter Huber ist ein Mann der ersten Stunde.
Die Chefin grillt mit: Sitzungspräsidentin Kirstin Geiger mit Klaus Jung, Christian Scholz und Detlef Mühlhofern. Die Chefin grillt mit: Sitzungspräsidentin Kirstin Geiger mit Klaus Jung, Christian Scholz und Detlef Mühlhofern.
Eschborn. 

„Die Gelben sind für die Würstchen, die Roten für die Pommes und die Blauen für das Gyros“, erklärt die elfjährige Solo-Gardetänzerin Sophie Waal den Summertime-Konzert-Besuchern das System beim Verkauf der Essenschips. Wie ein Luchs wacht sie über die bunten Chips, die es gegen Bares gibt. Wenn die Fassenachter von den Eschborner Käwwern/TGS die Regie bei der Bewirtung übernehmen, dann helfen auch die Jüngsten schon mit. „Es ist ein echtes Gemeinschaftswerk. Alle unsere Gremien und Gruppen bringen sich mit Helfern ein“, bestätigt Käwwern-Pressewart Christian Scholz, der die Pommes macht. Das Besondere dabei ist: Die städtische Summertime-Reihe feiert in diesem Jahr ihren 35. Geburtstag, und die Käwwern sind der einzige Eschborner Verein, der von Anfang an ununterbrochen als Bewirter dabei ist.

Am Mittwoch wurde den Narren alles abverlangt, was sie als Caterer gelernt haben. Nach den Regentagen kam abends der Sonnenschein, und der Eschenplatz wurde regelrecht von Besuchern überrannt, die alle gleichzeitig erst mal etwas zu essen und zu trinken wollten. Schon bevor die fünfköpfige Band „Dowdy Dukes“ mit rockigen Evergreens auf der Bühne loslegte, wurden die drei Getränke- und der Essensstand der Käwwern gestürmt.

Klischat gelassen

„Das ist der ganz normale Wahnsinn bei Openair-Veranstaltungen wie der Summertime. Das Wetter kann sich innerhalb von Minuten verändern, und man weiß nie, wie viele Leute kommen. Heute sieht es danach aus, dass wir bald Nachschub bei Speisen und Getränken brauchen“, sagt der Käwwern-Vorsitzende Hansi Klischat völlig gelassen. Denn er weiß, dass er Hanne hat. Hanne Plefka ist bei Veranstaltungen die Mutter der Kompanie: Die Fäden der Logistik laufen bei ihr zusammen. Sie organisiert den Einkauf, sucht das Helfer-Team zusammen und teilt es ein.

Schon nach einer Stunde düst sie mit ihrem Mann los, um neue Pommes zu holen. „50 Kilo waren weg wie nichts. Im letzten Jahr sind wir diese Menge nicht losgeworden“, sagt sie. Es ist kein Wunder: Am Essensstand tobt der Bär, und es werden im Sekundentakt Mahlzeiten ausgegeben. Sitzungspräsidentin Kirstin Geiger grillt im Akkord Würstchen, und Detlef Mühlhofer vom Herrenkomitee befüllt die große Gyros-Pfanne ständig neu mit Fleisch. Tzatziki gibt es dazu.

Daniela Portolan, Cornelia Gerhold, Ursula Vincon und Petra Trapp leisten bei der Essenausgabe Schwerstarbeit und haben zwei Stunden am Stück keine Minute zum Verschnaufen. Trotzdem scheint die lange Warteschlage nicht abzureißen, immer wieder stellen sich neue Leute an. Hunderte Menschen bevölkern den Eschenplatz inzwischen. Die meisten Besucher sagen: „Das Warten ist ok, das gehört dazu. Man sieht ja, dass schnell bedient wird.“ Ursula Vincon sagt: „Ganz selten beschwert sich mal jemand.“

Kein Verschnaufen

Am Bierzapfhahn am Stand gegenüber steht Walter Huber vom Herrenkomitee. Fast so wie vor 35 Jahren. Er war bei der Summertime-Premiere mit Käwwern-Bewirtung dabei.

Nicht verschnaufen können beim Bewirten war schon damals Thema. „Beim ersten Mal gab es schon kleine Pannen bei uns. Wir hatten so wenig Helfer eingeteilt, dass keiner über Stunden hinweg auch nur für eine Minute verschwinden konnte“, erinnert er sich. Das haben die Käwwern jetzt im Griff. 50 Helfer sind auf dem Eschenplatz im Einsatz. Wenn die Käwwern in diesem Jahr die Summertime-Konzert-Abschlussveranstaltung im Südwest-Park mit 1500 bis 2000 Besuchern übernehmen, werden wohl 100 Helfer gebraucht. Und gibt es auch mal was Neues? „Lange waren die Käwwern-Steaks ein Renner. Gyros haben wir erst seit kurzem im Programm und ebenso die Cocktails an unserem Weinstand. Das haben die jungen Leute im Verein angeregt. Die Nachfrage nach Veganem steigt, da überlegen wir uns was“, sagt Käwwern-Chef Klischat. Das junge Vorstandsmitglied Florian Lankers, der als Leiter der Gestaltungsgruppe für die Bühnenbilder bei Sitzungen verantwortlich ist, sagt: „Caipirinha geht am besten.“

 

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