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Höchster Kreisstadtlauf: Arme sind der Motor der Beine

Von Beim AOK-Laufseminar bekamen am vergangenen Wochenende elf Kreisblatt-Leser wichtige Hinweise, wie sie ihren Laufstil verbessern können.
AOK Laufseminar Bilder > Foto: Hans Nietner AOK Laufseminar
Main-Taunus. 

Der Kreisstadt-Lauf steht vor der Tür. Am 14. Mai findet der beliebte Straßen- und Volkslauf von Hofheim nach Höchst statt. Elf Kreisblatt-Leser – vom Anfänger über den Gelegenheitsjogger bis zum ambitionierten Läufer war alles vertreten – waren beim Seminar der AOK mit Lauftrainerin Monique Fengler in Frankfurt dabei, um sich den letzten Feinschliff zu holen.

Laufen kann jeder, denkt man. Ein Paar Laufschuhe, sportliche Kleidung, und schon kann es los gehen. Doch es gibt Feinheiten, die wichtig sind. Die Kreisblatt-Leser jedenfalls waren froh, dass sie beim Laufseminar dabei waren, denn Monique Fengler hatte für jeden wichtige Kniffe parat.

Wer regelmäßig läuft, der möchte natürlich irgendwann auch einen Erfolg sehen. Das kann sich auf das eigene Gewicht, das man gerne reduzieren möchte, kann sich aber auch auf die Zeit beziehen, die man für eine Strecke benötigt. Wie wird man also schneller? „Man kann die Schrittfrequenz erhöhen oder die Schrittgröße vergrößern“, sagt Monique Fengler. Das ist aber gar nicht so einfach – zumindest für den Einsteiger. Die Schrittgröße zu erhöhen, das koste viel Kraft. Also kümmert man sich zunächst lieber um die richtige Lauftechnik. Die Kraft kommt dann durch regelmäßiges Training von ganz alleine.

 

Praxis-Beispiel

 

Wer hätte gedacht, dass die Arme dabei eine ganz entscheidende Rolle spielen. „Die Arme sind der Motor der Beine“, erklärt Monique Fengler. Die Laufexpertin zeigt das an einem ganz einfachen Praxis-Beispiel. Sie schickt die Laufgruppe auf die Strecke an das schöne Mainufer. Bei idealem Wetter sollen die wissbegierigen Läufer zunächst mit hängenden Armen laufen. Auf dem Rückweg werden die Arme angehoben. Die Erkenntnis ist bei allen die gleiche: Mit hängenden Armen ist man viel langsamer. So wurde jedem klar, warum die Arme also „der Motor der Beine“ sind. „Je höher die Arme sind, desto schneller wird man“, erklärt die Lauftrainerin.

In dem etwa dreistündigen Seminar prasselt viel Fachwissen auf die Gruppe ein. Klar, dass man nicht alles auf einmal umsetzen kann. Das weiß auch die Laufexpertin. Sie rät deshalb, die neuen Elemente, mit denen der Laufstil verbessert werden kann, nach und nach ins Training einfließen zu lassen. „Man kann nicht alles auf einmal machen“, sagt Fengler. Denn auch für die Arme gibt es eine spezielle Technik, um den Laufstil noch effektiver zu machen. Die Teilnehmer sollten dabei auf das sogenannte „Läuferdreieck“ achten. Das ergibt sich, wenn man den angewinkelten Arm nach vorne und nach hinten weit streckt. Die Arme werden dadurch wie ein Hebel eingesetzt.

Der nächste wichtige Aspekt betrifft die Schultern. Am besten läuft man, wenn die Schulterblätter nach hinten gezogen werden. Auch diese Wirkung lernen die Teilnehmer schnell selbst kennen. Es sei zwar anstrengender, doch man könne viel besser atmen, bemerken sie. Monique Fengler betont, dass man dabei aber auch auf die Haltung des Kopfes achten sollte. Dieser muss, wie die Schulterblätter auch etwas nach hinten gezogen werden.

 

Den Fuß flach aufsetzen

 

Zum Laufen gehört die richtige Fuß-Technik. Ein entscheidender Punkt sei es, dass man mit dem flachen Fuß auf dem Boden aufsetzt. Viele Läufer – auch einige der Seminar-Teilnehmer – kämen zu sehr mit der Ferse auf. Die richtige Technik beim Laufen mache den Sportler nicht nur schneller, der korrekte Laufstil wirke sich auch auf das Befinden aus und helfe, Langzeitschäden zu verhindern, sagt Fengler. An die veränderte Technik müsse man sich zunächst zwar gewöhnen, doch wenn man die Vorgaben korrekt umsetzt, erleichtere es den Sport umso mehr. Wer beispielsweise während eines Laufs ein ungutes Gefühl bekommen würde, der sollte sich drei Buchstaben in Erinnerung rufen – ABS:

Das A steht für die Arme.

Das B meint die Brust, die nach vorne geschoben wird, während die Schultern nach hinten zu ziehen sind.

Das S bezieht sich auf die gesamte Spannung im Körper.

Verbessern könne sich jeder, betont Monique Fengler. Jeder Läufer hätte technische Fehler, Stärken und Schwächen – übrigens auch sie selbst. Bei Anfängern sei es einfacher, Fehler abzustellen, als bei geübten Läufern, die sich ihren Laufstil verfestigt haben. Man könne sich aber immer wieder verbessern, in jeder Hinsicht.

So sehen es auch die Kreisblatt-Leser, die die Hinweise der Lauf-Expertin gerne umsetzen möchten. Vielleicht schon am 14. Mai – beim 17. HK-Kreisstadt-Lauf von Hofheim nach Höchst.

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