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Geschichte: Auf den Spuren des alten Unterliederbach

„Geschichten aus Unterliederbach“ heißt ein neues kleines Büchlein. Darin haben Karl Leo Schneeweis und Heinz Alexander ihr großes Wissen über ihren Heimatstadtteil aufgeschrieben.
Bauer Philipp Reccius und Karl Fischer mit einem Mähbinder, aufgenommen im Jahr 1928. Das Interessante: Das landwirtschaftliche Gerät ist als Dreispänner geschirrt, die Pferde laufen also zu dritt nebeneinander. Repro: Holger Vonhof Bilder > Bauer Philipp Reccius und Karl Fischer mit einem Mähbinder, aufgenommen im Jahr 1928. Das Interessante: Das landwirtschaftliche Gerät ist als Dreispänner geschirrt, die Pferde laufen also zu dritt nebeneinander. Repro: Holger Vonhof
Unterliederbach. 

Nachdem das Buch „Unterliederbacher Geschichte von der Vergangenheit bis 2009“ von Heinz Alexander erschienen war, hatten Alexander und Karl Leo Schneeweis die Idee, eine Reihe von Geschichtsheften zu schreiben. Darin sollten einzelne Personen, Familien, Verträge und Ereignisse beschrieben werden, die Unterliederbacher Historie geprägt haben.

Eingemeindung und Kerb

Das erste Heft liegt nun vor: Enthalten ist darin der nun 100 Jahre alte Eingemeindungsvertrag der freien Landgemeinde Unterliederbach nach Höchst aus dem Jahr 1917, die Schulgeschichte, die Geschichte der Unterliederbacher Michelskerb, etwas zur „englischen Villa“, die Historie der Engelsruhe sowie Wissenswertes zum Bildhauer Rumpf und der Familie Reccius.

In dem Heft sind auch historische Bilder von Dingen abgedruckt, die es so heute im Stadtteil nicht mehr zu sehen gibt, aber auch Fotos der Gegenwart. Das Titelblatt ziert ein Foto des Landwirts und Fuhrunternehmers Wilhelm Reccius (1873 – 1927), der mit seinem Stallknecht stolz für den Fotografen posiert.

Die Unterliederbacher Familie Reccius ist ein so weit verbreiteter Clan, dass man nicht einmal in der Familie selbst die Verwandtschaftsverhältnisse immer parat hat. Der Name Reck oder Rekk taucht erstmals am Anfang des 16. Jahrhunderts im damals noch eigenständigen Dörfchen Unterliederbach auf. Das „Reckenhöfchen“, der Stammsitz der Familie Reck oder Reccius, liegt in der Wagengasse. Nach der Mode der Zeit wurde er zu „Reccius“ latinisiert; das tat man, um Ansehen zu gewinnen. So mancher „Müller“ nannte sich damals auf einmal „Molinarius“.

Die Identität wahren

„Die Familie Reck kam aus Nidda“, hat Heimatforscher Heinz Alexander herausgefunden. Ein gewisser Hermann Friedrich Reck aus Nidda studierte in Marburg evangelische Theologie und war der erste, der sich Reccius nannte; seine Söhne Johann Reinhard und Cosmus Reinhard Reccius waren die ersten Reccius’ in Unterliederbach. Die Autoren Karl Leo Schneeweis und Heinz Alexander hoffen, mit ihrer Forschung etwas für das Geschichtsbewusstsein des ständig wachsenden Stadtteils und seiner Alteingesessenen sowie seiner neuen Bewohner tun zu können. Schneeweis und Alexander haben die einzelnen Aufsätze geschrieben. Jürgen Lange hat das Heft redaktionell bearbeitet.

Das Heft ist 126 Seiten stark und kostet 8 Euro. Die erste Auflage beträgt 300 Exemplare. Verkauft wird das Büchlein bei Blumen-Hecktor in der Legienstraße 3, Telefon (0 69) 31 56 97, bei Marianne und Dieter Kasten in der Hunsrückstraße 7, Telefon (0 69) 31 91 40, bei Karl Leo Schneeweis, Königsteiner Straße 141, Telefon (0 69) 31 35 70, sowie bei Heinz Alexander im Chattenweg 14, Telefon (0 69) 30 31 76.

(hv)

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