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Aus der Schulzeit einer Lehrerin

Schiefertafel, Griffel und Ohrfeigen vom Lehrer – Schule war früher ganz anders als heute. Die Kinder der Klasse 4 b der Drei-Linden-Schule Neuenhain haben im Projekt "Zeitung in der Grundschule" (ZING) im Schulmuseum Kriftel und bei ihrer Lehrerin, Regina Schmack, recherchiert, wie Schule früher war.
Regina Schmack als Schülerin brav am Pult beim Lernen.	Foto: privat Regina Schmack als Schülerin brav am Pult beim Lernen. Foto: privat
Neuenhain. 

Als die Lehrerin der Klasse, Regina Schmack, von ihrer Schulzeit erzählte, waren die Schüler sehr erstaunt darüber, wie anders doch früher alles war. Regina Schmack wurde Ende der fünfziger Jahre in die Dorfschule in Oberjosbach eingeschult. Das Schulgebäude hatte nur zwei Räume. Im ersten Raum waren die Jahrgänge 1 bis 4 untergebracht, im zweiten Raum die Jahrgänge 5 bis 8.

In der Volksschule mussten die Großen oft mit den Kleinen üben, während der Lehrer bei einem anderen Jahrgang etwas erklärte.

Griffel und Schiefertafel

Regina Schmack lernte das Schreiben und Rechnen mit einer Schiefertafel und einem Griffel. Zum Wischen der Tafel gab es für sie nur einen Lappen, denn Schwämme konnten sich nicht alle Familien leisten.

Ihr kleiner Ranzen war aus Leder. Immer, wenn die Kinder ihre Ranzen auf dem Rücken trugen, hingen die Schwämmchen beziehungsweise Läppchen heraus, damit sie trocknen konnten. Später gab es Hefte, in die die Schüler immer in Schönschrift schreiben mussten.

Eine Schuluniform gab es nicht. Die Kleidung für die Kinder war meistens selbst genäht. Die Mädchen trugen über ihrem Kleid eine Schürze, damit es nicht so schnell schmutzig wurde und weil man die Schürze leichter waschen konnte.

An ein Ereignis kann sich Regina Schmack noch gut erinnern. Als sie in der vierten Klasse war, wurde ihr Bruder eingeschult. Sie wurden also beide in einem Raum unterrichtet. Einmal hatte er seine Hausaufgaben vergessen. Der Lehrer gab ihm dafür eine Ohrfeige. Da musste Regina weinen, weil ihr der kleine Bruder so Leid tat.

Ansonsten war ihr Lehrer einigermaßen nett, sagt Regina Schmack. Er spielte Geige und hatte neben der Schule einen kleinen Garten. Manchmal machte er auch Hausbesuche.

Als er einmal zu ihr nach Hause kam, gaben ihm ihre Eltern rohe Eier, denn sie hatten Hühner. Da machte der Lehrer unversehens zwei Löcher in die Eierschale und schlürfte sie aus.

Bora Cagdagül, Julian Eikamp, Max Erler, Jenny Hauptmann, Virginia Hildebrandt, Samra Muzaferovic, Jonathan Lee, Janette Loch und Miyabi Pappel

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