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Stadt hat die Schlüssel fürs Tor zum Ex-Süwag-Gelände: Bad Soden: Weg zur Feuerwache frei

Von Vor dem Bau der neuen Feuerwache stehen erst mal Pflegemaßnahmen, die Renaturierung des Sulzbachs und der Bau eines Radwegs an.
Nun kann die Stadt das Tor zum ehemaligen Süwag-Gelände öffnen und den Bau der Feuerwache vorbereiten. Foto: Hans Nietner Nun kann die Stadt das Tor zum ehemaligen Süwag-Gelände öffnen und den Bau der Feuerwache vorbereiten.
Bad Soden. 

Der Bau einer neuen Feuerwache auf dem ehemaligen Süwag-Gelände ist eines der größten Projekte, das in den kommenden Jahren in der Kernstadt gestemmt werden soll. Der Kaufvertrag mit der Süwag über 6,2 Millionen Euro für das rund 16 000 Quadratmeter große Grundstück wurde noch im alten Jahr unterzeichnet.

Am Dienstag gingen nun die Schlüssel für das Tor an der Königsteiner Straße 28-32 an die Stadt über. Es habe sich um einen rein verwaltungstechnischen Vorgang gehandelt, sagt Rathaussprecher Wolfgang Heidecke. Weiteren Klärungsbedarf habe es bei der gemeinsamen Begehung von Stadt und Süwag nicht gegeben.

Als nächstes stehen Pflegemaßnahmen an, das heißt, dass die Hecken entlang der Königsteiner Straße zurückgeschnitten werden sollen. Im Frühjahr werde die Abteilung Tiefbau mit der Renaturierung des Sulzbachs und dem Anlegen eines Retentionsraums beginnen, sagt Heidecke. Im Zuge der Renaturierung werde auch eine Radwegeverbindung von der Königsteiner zur Sulzbacher Straße erstellt.

Im Juli 2016 hatten die Stadtverordneten in einer Grundsatzentscheidung dem Kauf des Süwag-Grundstücks zugestimmt. In diesem Jahr sollen die Planungen bei einem Architektenwettbewerb vergeben werden. Für die Planungen sind 850 000 Euro eingeplant. Der erste Spatenstich kann nach Änderung des gültigen Bebauungsplans frühestens Anfang 2019 erfolgen.

Unumstritten war der Bau einer neuen Feuerwache auf dem Areal nicht. Die FDP-Fraktion sprach sich zwar für den Kauf des Grundstücks aus, kritisierte aber, dass die Verwaltung den Stadtverordneten weder eine belastbare Investitionsrechnung noch eine Folgekostenrechnung vorgelegt habe.

Mitte des Jahres 2016 rückte Bürgermeister Norbert Altenkamp (CDU) überraschend mit der Neuigkeit heraus, dass die Süwag der Stadt Bad Soden das Grundstück zum Kauf angeboten habe, da sie bislang keinen Investor für Gewerbeansiedlung – wie im Bebauungsplan festgeschrieben – gefunden habe. Lediglich ein Interessent, der auf den Bau von Eigentumswohnungen spekuliere, sei auf dem Schirm.

Da die Stadt seit Jahren überlegt, wie das enge Areal, das sich die Freiwillige Feuerwehr sowie Bau- und Betriebshof teilen, neu strukturiert werden könne, erschien das Angebot der Süwag wie ein Geschenk vom Himmel.

Auf dem Süwag-Gelände könne die Feuerwehr, die 10 000 Quadratmeter Fläche benötige, aus einem Guss gebaut werden, warb Bürgermeister Altenkamp, zudem bestehe mit der Königsteiner Straße eine hervorragende Verkehrsanbindung. Wie dringend das Projekt sei, begründet die Verwaltung damit, dass bereits in einer Bestandsanalyse 2010 bauliche und sicherheitstechnische sowie gravierende funktionale Mängel in der Hinterhof-Lage der Wehr festgestellt wurden.

Zu wenig Hallen für die 22 Einsatzfahrzeuge, wurden aufgelistet. Außerem fehlen Umkleideräume für die 60 Einsatzkräfte, die Alarm-Parkplätze liegen im Überschwemmungsgebiet des Sulzbachs, ein- und ausfahrende Fahrzeuge behindern sich beim Einsatz gegenseitig, um nur einige Punkte zu nennen. Und bei den Kosten zeigt sich nach Aufstellung der Verwaltung, dass die Maßnahmen, um das alte Grundstück an der Hunsrückstraße baureif zu machen, bei rund 7,5 Millionen Euro lägen.

Die Vorbereitungen für den Neubau einschließlich des Süwag-Grundstücks kommen auf über 6 Millionen Euro, da die Stadt ein eigenes Grundstück Hunsrück/Ecke Sulzbacher Straße, das als öffentlicher Parkplatz genutzt wird, verkaufen kann. Wie viel die Stadt in den Neubau investieren muss, darüber liegen bisher keine konkreten Zahlen vor. Finanziert werden soll das gesamte Projekt über einen Kredit der KFW-Bank.

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