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BfU weist auf erneuten Vogelschlag hin

Frank Wolf von der Bürgerinitiative für Umwelt (BfU) Eddersheim weist auf einen gefährlichen Landeanflug hin. Am Dienstag, 19. Juni, sei nach Angaben der Fraport um 6.
Erneut musste ein Flugzeug auf dem Frankfurter Airport wegen Vogelschlag durchstarten. Unser Foto zeigt eine abendliche Landung auf der Nordwest-Landebahn. Foto; dpa Erneut musste ein Flugzeug auf dem Frankfurter Airport wegen Vogelschlag durchstarten. Unser Foto zeigt eine abendliche Landung auf der Nordwest-Landebahn. Foto; dpa
Eddersheim. 

Frank Wolf von der Bürgerinitiative für Umwelt (BfU) Eddersheim weist auf einen gefährlichen Landeanflug hin. Am Dienstag, 19. Juni, sei nach Angaben der Fraport um 6.51 Uhr eine B 777 der Air-Canada mit der Flugnummer AC-0874 nach einem Vogelschlag auf der Nordwest-Landebahn gelandet. Die aus Montreal kommende zweistrahlige Boeing sei bei Betriebsrichtung 07 von Westen aus auf der auch wegen der Vogelschlaggefahr umstrittenen neuen Landebahn gelandet. Mehrere Vögel waren in das Triebwerk geraten, wurde von der Fraport berichtet.

Unmittelbar nach dem Vogelschlag der Air-Canada Boeing landete um 6.54 Uhr eine LH-Maschine mit dem auf der Nordwestbahn. Eine direkt nachfolgende Maschine musste um 6.56 Uhr durchstarten. Ein drittes Flugzeug musste um 6.57 Uhr scharf nach Süd abdrehen.

Die Nordwestbahn wurde dann bis 7.26 Uhr für sämtliche Landungen gesperrt. Der Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS), Axel Raab, hat diesen Verlauf insgesamt bestätigt, jedoch darauf hingewiesen, dass der Vogelschlag unmittelbar vor dem Aufsetzen passiert sei, und damit außerhalb der Mivotherm-Anzeige läge. Die BfU hält diese Ortsangabe für sehr vage und unbestimmt, und will der Sache weiter nachgehen. Aufgrund des spektakulären Umfangs dieses Vorfalles habe sich die Fraport erstmals auskunftsfreudig gezeigt. Entgegen früherer Gepflogenheiten habe die Fraport nun erstmals einen Vogelschlag von sich aus eingeräumt. Es fällt jedoch auf, dass Fraport sehr bemüht sei, jeden Verdacht einer Fehlfunktion des Mivotherm-Vorwarnsystems von vornherein zu zerstreuen, indem sie eilfertig kundtue, der Vogelschlag habe sich "außerhalb des Mivotherm Überwachungsbereiches" ereignet. Daraus lasse sich zumindest folgern, dass der Pilot auch diesmal nicht vor den herannahenden Vögeln gewarnt worden sei, so Frank Wolf. Dieser aktuelle Vogelschlag ähnele frappierend dem Vorfall vom 21. November 2011, bei dem es ebenfalls zu einem Vogelschlag bei einer Lufthansa-Maschine beim Westanflug kam. Auch im November gab es aufgrund dieses Vogelschlages einige Durchstarter und eine halbstündige Bahnsperrung. hk

(hk)
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