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CDU Eppstein: Christian Heinz will wieder in den Landtag

Von Christian Heinz bleibt weiter an der Spitze der Eppsteiner CDU. Und möchte auch gerne weiter dem Hessischen Landtag angehören.
Besonderer Moment für Christian Heinz: Als Chef des Biblis-Untersuchungsausschusses begrüßte er Angela Merkel Ende 2015. Foto: Bernd von Jutrczenka (dpa Pool) Besonderer Moment für Christian Heinz: Als Chef des Biblis-Untersuchungsausschusses begrüßte er Angela Merkel Ende 2015.
Eppstein. 

Die Gefechtslage in der CDU des Main-Taunus-Kreises scheint eindeutig zu sein. Wäre es nicht unausgesprochener Konsens, dass Christian Heinz weiter im Hesssischen Landtag mitarbeiten soll, dann würde er womöglich nicht knapp ein Jahr vor der Wahl auf Frage dieser Zeitung hin selbst sein Interesse anmelden. Ein gegenseitiges Belauern potenzieller Kandidaten, wie man es gerade bei der CSU beobachten konnte scheint es nicht zu geben. „Wer antritt, entscheidet die Kreisdelegiertenkonferenz“, sagt Heinz zwar. Und der CDU-Kreisvorstand werde für diese Veranstaltung einen Vorschlag machen. Das scheinen aber eher Formsachen zu sein - wenn sich nicht aus den Reihen der Christdemokraten im Kreis unvermittelt ein Interessent meldet.

Die Eppsteiner hat Heinz auf jeden Fall hinter sich. Seit zehn Jahren ist er dort der Vorsitzende, und er wurde jetzt bei der Mitgliederversammlung für zwei Jahre in dem Amt bestätigt. Einstimmig war das Ergebnis, und das in geheimer Wahl. Wenn mit Stimmzetteln abgestimmt wird, haben Kritiker die Gelegenheit, ihren Unmut anonym kund zu tun. Offensichtlich hatte keiner der Eppsteiner Christdemokraten derartige Bedürfnisse.

Auch die anderen Vorstandsposten wurden neu besetzt. Katharina Grösslein-Weiß bleibt stellvertretende Vorsitzende, Ralf Domes bekam den gleichen Posten, weil Sandra Rösner nicht erneut kandidieren wollte. Bestätigt wurden in ihren Ämtern Kristine Zabel als Schriftführerin und Manfred Karl als Schatzmeister. Als Beisitzer arbeiten Reiner Morgenstern, Nanno Lenz, Konstantin Piotrowski, Norbert Ruff, Martina Smolorz und Andreas Steba im Vorstand des Stadtverbandes mit.

Heinz bezeichnete es dieser Zeitung gegenüber als Vorteil, als Landtagsabgeordneter noch Führungsfunktionen im eigenen Stadtverband zu übernehmen. Für die Arbeit im Landtag kann es kein Fehler sein, die Perspekive der Kommunen im Blick zu haben, die mit den Folgen vieler Gesetze unmittelbar konfrontiert sind. Umgekehrt ist es für Kommunalpolitiker ein Vorteil zu wissen, welche Überlegungen auf Landesebene angestellt werden.

Heinz hat sich auf innen- und rechtspolitische Themen konzentriert, ist in der Enquetekommission zur Verfassungsreform Sprecher der CDU-Mitglieder, hat sich intensiv mit dem Informationsfreiheitsgesetz befasst, das nächste Woche im Landtag auf der Tagesordnung steht, und ist Vorsitzender des Rechtsausschusses des Parlaments. Seit sieben Jahren ist er dabei, ist damals für Roland Koch nachgerückt, und möchte nach der Landtagswahl im Herbst 2018 auch weiter machen.

Zum Zeitpunkt dieser Wahl wird es die Eppsteiner CDU längst mit anderen Personalien zu tun haben. Im Jahr 2019 steht die nächste Bürgermeisterwahl an. Christian Heinz würde es überraschen, wenn Amtsinhaber Alexander Simon nicht erneut antreten würde. Definitiv darüber entschieden werden muss im nächsten Jahr.

Mit der Ersten Stadträtin können sich die Eppsteiner noch ein wenig mehr Zeit lassen, aus heutiger Sicht ist das wohl aber auch schwieriger. Die Grünen nämlich Koalitionspartner der CDU, waren überhaupt nicht begeistert, als Amtsinhaberin Sabine Bergold als Kandidatin für den Bürgermeisterposten in Kelkheim in die CDU eintrat. Eine Regelung im Bündnisvertrag zu dem Thema gebe es nicht, so Heinz. Er weist aber darauf hin, dass Bergold bei ihrer Wahl deutlich mehr Stimmen bekam als die Koalition Sitze hat. Nicht ausgeschlossen ist, dass sich dies wiederholt.

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