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Faire Rennfahrer, zufriedener Vereinsring: Das war das Seifenkisten-Rennen in Eddersheim

Von Fahrgeschäfte, Essen und Musik machen das Flair vieler Volksfeste aus. Das Eddersheimer Fischerfest beschränkt sich jedoch nicht auf solche typischen Angebote. Am Mainufer erlebten Besucher am Wochenende zusätzlich noch spannende Duelle zu Lande und zu Wasser. Die Ausrichter sind zufrieden.
Ohne Nebel, aber sichtlich mit Spaß rollte Noah beim Seifenkistenrennen von der Startrampe. Foto: Maik Reuß Ohne Nebel, aber sichtlich mit Spaß rollte Noah beim Seifenkistenrennen von der Startrampe.
Eddersheim. 

„Mit oder ohne Nebel“, lautete am Samstag die wichtigste Frage in der Ankerstraße. Gestellt wurde sie von Matthias Conrad, dem Moderator und Organisator des diesjährigen Seifenkistenrennens. Jedes Kind, das auf der Rampe in eine der vierrädrigen Holzkisten kletterte, durfte wählen, ob Conrad die Nebelmaschine neben der Abfahrt beim Start aktiviert.

Für die meisten der 21 kleinen Teilnehmer war dies überhaupt keine Frage: „Mit Nebel“, riefen sie dem Rennleiter zu. Dann löste Helfer Lars Mackl ein Brett, das die Räder der Rennwagen auf der Schräge blockierte, und die Kinder rollten durch weiße Nebelschwaden dem Ziel entgegen.

„Das ist das einzige Gefälle, das wir in Eddersheim haben“, erklärte Vereinsringchef Henner Rüppel die Wahl des rund 40 Meter langen Abschnitts der Ankerstraße. Die Strecke wurde von Strohballen begrenzt, die einmal sogar ihren Zweck erfüllten, als eine Teilnehmerin kurz vor dem Ziel von der Straße abkam. Das weiche Hindernis bremste die Fahrt, und sowohl Kind, als auch Wagen konnten unbeschadet weitermachen.

. . . und beim Fischerstechen wurden Geschichten geschrieben

Um das Fischerstechen mit eigenen Augen zu sehen, mussten Besucher ganz nahe an die Uferböschung treten – so voll war der Platz am Main gestern Nachmittag.

clearing

Für eine etwas größere Störung sorgte eine Panne bei einer der beiden Seifenkisten: Ein Draht hatte sich von der Lenkung gelöst. Doch auch dieses Problem war mit einem Boxenstopp in einer benachbarten Garage schnell gelöst.

Das eigentlich Rennen wurde in zwei Zeitläufen ausgetragen, die sich in diesem Jahr zum Bruder-Duell entwickelten. Nach dem ersten Durchlauf lag der Eddersheim Cassian zusammen mit Teilnehmerin Emma an der Spitze. Beide legten eine Zeit von 8,12 Sekunden vor. Im zweiten Rennen hatte dann jedoch Cassians älterer Bruder Cian die Nase vor. Der Achtjährige fuhr mit der Bestzeit von 7,87 Sekunden zum Sieg.

Er freue sich auch für seinen Bruder, erklärte Cian anschließend als fairer Sportsmann. Wie viele andere Kinder, hatten die Geschwister zum ersten Mal teilgenommen. Der Vereinsring verzeichnete mit 21 kleinen Rennfahrern einen Teilnehmerrekord.

Die Stadtmeisterschaft im Seifenkistenrennen feierte nach einer Unterbrechung im Vorjahr ihre Rückkehr. Das Rennen fand erstmals als Gedächtnisturnier in Erinnerung an den Eddersheimer Mäzen Gerd Herbert statt. Auch im kommenden Jahr wolle er den Wettkampf wieder für den Vereinsring ausrichten, kündigte der zufriedene Organisator Matthias Conrad im Anschluss an.

Zufrieden zeigten sich gestern auch andere Beteiligte des Eddersheimer Volksfestes. Er habe von verschiedenen Standbetreibern positive Rückmeldungen erhalten, berichtet Vereinsringchef Henner Rüppel. Das Wetter, das weder regnerisch noch zu heiß war, habe dem Vereinsring in die Karten gespielt. Der Umsatz habe gestimmt. Man müsse aber realistisch zu dem Schluss kommen, dass die Zeiten, in denen sich Menschen Schulter an Schulter über ein Volksfest drängten, vorbei seien, sagt der Vorsitzende. „Es lief wie ein guter Einkaufstag, nicht wie ein Sommerschlussverkauf.“ Rüppels Einschätzung nach kamen mehr Besucher als in den Vorjahren. Eine konkrete Zahl nannte er gestern nicht.

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