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Pächter mit Ausdauer gesucht: Denkmalschützer setzen Haustechnik und Brandschutz im Neuen Höchster Schloss instand

Von Die Zeit des Leerstands im Neuen Höchster Schloss soll dazu genutzt werden, das Anwesen in Sachen Haustechnik und Brandschutz instand zu setzen. Das hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jetzt mitgeteilt.
Der Übergang von der Schlossterrasse in den Garten des Neuen Schlosses bleibt vorerst geschlossen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sucht für den „Cavaliersbau“ einen Pächter mit Ausdauer. Foto: Maik Reuß (Maik Reuß) Der Übergang von der Schlossterrasse in den Garten des Neuen Schlosses bleibt vorerst geschlossen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sucht für den „Cavaliersbau“ einen Pächter mit Ausdauer.
Frankfurt. 

Auch bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn und Berlin verfolgt man die Berichterstattung im Höchster Kreisblatt über das Alte und Neue Höchster Schloss und die Besorgnis, die Anwohner wie Ortsbeirat umtreibt: Das Neue Schloss, auch Cavaliersbau genannt, steht seit der Kündigung des Pächters, der es für besondere Einzelveranstaltungen genutzt hatte; leer. Im Alten Schloss läuft zwar die Gastronomie im Café und dem Gewölbekeller weiter, aber die Büros der Denkmalakademie stehen leer: Sie ist ausgezogen. Weiterhin sollen jedoch die erst unlängst barrierefrei ausgebauten Ausstellungsräume im Alten Schloss genutzt werden. Derzeit sind sie nur jedes zweite Wochenende geöffnet, denn es fehlt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an Personal: „Wir suchen dafür noch eine studentische Aushilfskraft“, sagt Ursula Schirmer, Sprecherin der Stiftung.

Das Alte Schloss soll Veranstaltungsort von Ausstellungen und Angeboten der Denkmalakademie bleiben, auch wenn sie jetzt nicht mehr dort residiere. Fürs Neue Schloss arbeite man derzeit an einer Machbarkeitsstudie, denn gesucht werde ein neuer Pächter, der bei der Stange bleibt. Das, so Schirmer, werde vielleicht „ein Weilchen dauern“, denn es sei nicht leicht, entsprechende Nutzer zu finden.

Gespräche laufen

Das habe das Beispiel einer anderen Immobilie der Stiftung in Reichenow / Brandenburg gezeigt: Das Schlosshotel im Tudorstil dort stand vier Jahre lang leer. „Dass es Jahre dauern kann, wurde uns dort gezeigt“, so Schirmer. Man wolle nicht auf die Angebote von Pächtern zurückgreifen, die es erstmal nur mit einem Ein-Jahres-Vertrag versuchen möchten. „Wir führen Gespräche mit Interessierten, aber jetzt wird erst einmal die Studie durchgeführt“, so Schirmer.

Park soll zugänglich sein

Die Zeit des Übergangs werde genutzt, um das Haus energetisch und technisch zu überarbeiten; es gehe auch um die Emissionswerte der Heizung. „In der Zeit werden wir die Planungen etwas konkretisieren.“ Ebenso wie der Ortsbeirat 6 im Frankfurter Westen wünsche sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz für die Zukunft, dass zumindest der Park des Neuen Schlosses für die Öffentlichkeit zugänglich ist. „Wir suchen einen Pächter, dem die Bedeutung des Denkmals bewusst ist, der für alle die Türen offen hält und der auch noch einen guten Schnitt macht“, fasst es Schirmer zusammen. Ein Problem sei dabei – wie fast überall in Höchst – das Fehlen von Parkmöglichkeiten. Aber auch wenn es mit der neuen Nutzung länger dauern sollte: Zumindest werde die Zeit genutzt, um das Neue Schloss zu modernisieren. Und auch der Park, der sich in einem Top-Zustand befindet, stehe jederzeit im Fokus der Stiftungs-Gartendenkmalpfleger.

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