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Personal und Technik: Der Fuhrpark der Feuerwehr Kelkheim ist veraltet

Das neue Vorstandsteam der Feuerwehr Kelkheim-Mitte weiß, dass schon bald neue Anschaffungen auf der Agenda stehen. Fahrzeuge müssen nach und nach ausgetauscht, die Technik aktualisiert und die Kompetenzen der Kameraden den Einsätzen angepasst werden.
Das neue Führungsteam: Michael Weck-Vondrovsky (rechts) mit seinem Stellvertreter Stefan Werner Das neue Führungsteam: Michael Weck-Vondrovsky (rechts) mit seinem Stellvertreter Stefan Werner
Kelkheim. 

„Wir sind eigentlich gut aufgestellt für die Zukunft“, erklärt der Wehrführer und Vereinsvorsitzende der Feuerwehr Kelkheim-Mitte, Michael Weck-Vondrovsky. Er sitzt mit seinem Stellvertreter Stefan Werner im Aufenthaltsraum der Wehr. Hierbei denkt er auch an die zurzeit 13 Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren, die als „Minilöscher“ das Leben der großen Feuerwehrfamilie bereichern. „Die Kinder sind mit Feuer und Flamme dabei, allerdings haben wir nicht immer genügend Betreuer.“ Drei Erwachsene haben sich für diese Aufgabe bereiterklärt, jedoch könne es immer mal passieren, dass eine Person ausfällt. „Wenn sie 13 Kinder mit zwei Personen bändigen möchten, ist das nicht einfach“, wissen die beiden Wehrchefs.

Nicht nur Personalfragen sind zu klären. „Der Fuhrpark ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Der Rüstwagen müsste ausgetauscht werden“, weiß der neue Wehrführer. Und Stefan Werner ergänzt: „Auch das kleine Löschfahrzeug ist in zwei Jahren bereits 25 Jahre alt, die Drehleiter hat in fünf Jahren dieses Alter erreicht.“ Dies bedeute, dass Fahrzeuge dann ersetzt werden müssten. Die Technik sei dann einfach veraltet, und auch in Sachen Sicherheit müsse man nach so langer Zeit aufrüsten.

Die drei großen Anschaffungen fallen in die fünfjährige Amtszeit der beiden neuen Chefs. „Bei so großen Brocken muss man sich genau informieren, was es auf dem Markt gibt, welche Fahrzeuge sinnvoll sind, welche Technik vorhanden sein muss und was sich alles so verändert hat“, wissen sie. Auch das Personal müsse auf den Umgang mit den Neufahrzeugen vorbereitet und zu gegebener Zeit entsprechend ausbildet werden.

Noch zu jung

Das Team Weck-Vondrovsky und Werner kennt sich bereits aus Jugendtagen. „Man kann sagen, wir kennen uns schon ewig“, erklärt Stefan Werner. Bereits in anderen Vereinen haben sie sich gemeinsam engagiert. Den Bezug zur Wehr haben beide über Familienmitglieder erhalten. Weck-Vondrovsky erinnert sich: „Mein dreieinhalb Jahre älterer Bruder durfte damals immer schon bei der Wehr mitmachen. Ich bin mitgegangen, war aber zu jung.“ Mehr als glücklich sei er dann gewesen, als im September 1986 die Altersgrenze für den Eintritt in die Wehr von zwölf auf zehn Jahre reduziert wurde. „Ich bin dann während der Einweihungsfeier des Gerätehauses eingetreten.“ Bis heute ist er stolz, diesen Schritt gemacht zu haben.

Werners Großvater

Werner kam über seinen Großvater zur Feuerwehr. „Aber auch meine Freunde waren damals in der Feuerwehr aktiv. Sie fragten mich, ob ich nicht mal mitkommen möchte. Da bin ich hin und bis heute dabeigeblieben“, erklärt er. Werner ist neben seiner Tätigkeit als Stellvertretender Wehrführer und Stellvertretender Vorsitzender auch hauptamtlicher Gerätewart. Der Spezialist weiß, dass Geräte und Technik mitunter in die Jahre gekommen sind und Check-Ups auf Funktionalität unabdingbar sind. Auch seien die Lagerkapazitäten gering oder nicht mehr zeitgemäß. Das Gerätehaus biete wenig Stauraum. Auch die Fahrzeuge könnten nicht alle in der Halle geparkt werden, müssten unter Sicherheitsrisiken um das Gebäude herum stehen. Auch deshalb stehen die Mannen der Feuerwehr der Idee eines kollektiven Feuerwehrgerätehauses mit den Stadtteilwehren Hornau und Fischbach offen gegenüber. Eine Machbarkeitsstudie der Stadt soll die Realisierungsmöglichkeit prüfen.

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