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Ehrung: Der Fußball ist „Bullys“ Leben

Von Beim FC Eddersheim wurde es beim Neujahrsempfang gefühlvoll. Bei der Ehrung verdienter Mitglieder floss im Vereinsheim an der Staustufe bei einem Mann sogar die eine oder andere Träne.
Der FCE-Vorstand mit Carsten Blos in der Mitte (von links): Günter Fuchs, Andre Erle, Uwe Hoffmann (Sponsor), Markus Nau, Erich Rodler und Patrick Schuch. Bilder > Der FCE-Vorstand mit Carsten Blos in der Mitte (von links): Günter Fuchs, Andre Erle, Uwe Hoffmann (Sponsor), Markus Nau, Erich Rodler und Patrick Schuch.
Hattersheim. 

Sein Spitzname beinhaltet beides: Respekt vor einem tatkräftigen Mann und zugleich das Gefühl, bei ihm immer auf der sicheren Seite zu sein: „Bully“ ist der Mann für alle Fälle beim FC Eddersheim. „Bully“ heißt eigentlich Carsten Blos und ist seit 40 Jahren mit Herz und Seele in den verschiedensten Positionen und Funktionen für seinen Verein aktiv. Als „Bully“ bei einem Ehrungsabend ausgezeichnet wurde, hatte nicht nur Laudator und FCE-Geschäftsführer Patrick Schuch einige Tränen der Rührung in den Augen. Auch vielen der Gäste im Vereinsheim an der Staustufe ging es in diesem Moment genau- so. Die Älteren unter ihnen kannten Carsten Blos schon, als er noch als kleiner Knirps dem Ball hinterherjagte.

Wie eine Familie

Wenn der heute nicht mehr so gebräuchliche Begriff „Heimat“ benutzt wird, dann ist ein Mann wie Carsten Blos aber ein typisches Beispiel für die positiven Dinge, die damit verbunden werden können. „Der FCE ist mein Leben, der Verein ist wie eine Familie für mich“, erklärt der 48 Jahre alte Eddersheimer die besondere Beziehung zu seinem Verein. Mit acht Jahren fing Bully an der Staustufe mit dem Kicken an. Er durchlief die komplette Jugend, spielte als Stürmer – mit zunehmenden Alter nacheinander – in der Ersten, Zweiten und Dritten Mannschaft.

Doch das ist und war bei Weitem nicht alles, was er für den FCE getan hat – und immer noch tut. Neben dem Fußballplatz ist Carsten Blos immer für seinen Verein im Einsatz und packt mit an, wenn es nötig ist. Er gehört zum Thekenteam, das sich um die Bewirtung im Vereinsheim kümmert, zum Bauausschuss, der oft im Einsatz ist, wenn es um bauliche Veränderungen auf dem Sportgelände geht, und natürlich darf „Bully“ auch im Vergnügungsausschuss nicht fehlen, wenn es um die festlichen Aktivitäten beim FCE geht. „Das klappt natürlich nur, wenn die Familie hinter einem steht“, ist Carsten Blos froh, dass ihn seine Frau Michaela immer dabei unterstützt und nicht quengelt, wenn bei Terminüberschneidungen „sein“ FCE den Vorrang hat.

Vereinstreue ist für den Fußballfanatiker wichtig und weitaus mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis. Wobei es eigentlich zwei Vereine sind, für die sein Herz schlägt. So gibt es in seinem Leben den FCE sowie die SGE, stellt der bekennende Fan und Dauerkarteninhaber der Frankfurter Eintracht klar. Deshalb schätzt er vor allem Spieler wie Eintracht-Legende Oka Nikolov, der nie für einen anderen Verein spielte.

Die Streik-Profis

So hielt es „Bully“ ebenso als Spieler beim FCE, seinem ersten und einzigen Verein: „Man sollte nicht immer weglaufen, wenn es auch mal nicht so läuft.“ Andere Beispiele, wie derzeit die Transfer-Posse um Pierre-Emerick Aubameyang oder zuvor Ousmane Dembele bei Borussia Dortmund, widern den Fußball-Liebhaber an. „Die würde ich mit der Schubkarre zu ihrem neuen Verein fahren“, findet Carsten Blos klare Worte für die sogenannten „Streik-Profis“.

Bei dem Eddersheimer Urgestein geht die Vereinsliebe sogar unter die Haut. So prangt das FCE-Emblem auf seinem rechten Oberarm. „Auf meinem Arm ist alles drauf, was mir wichtig ist: Familie, Fußball, Freizeit und Sport.“ Und ganz besonders freute er sich, dass nur einen Tag nach seiner Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft beim FCE die Erste Mannschaft den Offensiv-Cup des Kreisblatts in Kriftel gewann. „Die Mannschaft hat mir den Sieg gewidmet. Das war eine ganz tolle Geste“, zeigt sich „Bully“ Carsten Blos auch einige Tage nach dem Erfolg noch berührt.

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